Heinrich Buck neuer Verbandsvorsteher

Werner Scharrelmann hat Unterhaltungsverband Hunte 20 Jahre geprägt

Heinrich Buck (2.v.l.) löst Werner Scharrelmann (rechts) als Verbandsvorsteher ab. Neuer Stellvertreter ist Take Nienstermann (3.v.l.). Geschäftsführer Ingo Ammerich komplettiert die neue Führungsmannschaft.
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Heinrich Buck (2.v.l.) löst Werner Scharrelmann (rechts) als Verbandsvorsteher ab. Neuer Stellvertreter ist Take Nienstermann (3.v.l.). Geschäftsführer Ingo Ammerich komplettiert die neue Führungsmannschaft.

Rehden – Der Unterhaltungsverband Hunte ohne seinen Verbandsvorsteher Werner Scharrelmann – das scheint nur schwer vorstellbar, wird zum Jahreswechsel aber Realität. Seit 2006 hat der Diepholzer das Amt inne, das zum 1. Januar Heinrich Buck aus Aschen übernehmen wird. Neuer stellvertretender Verbandsvorsteher wird Take Nienstermann aus Ridderade.

Personelle Veränderungen im Vorstand und der Haushalts- und Stellenplan standen im Mittelpunkt der Ausschuss- und Vorstandssitzung des Unterhaltungsverbands am Montag im Landgasthaus Koch in Brockum. Es wurden aber auch weitere Themen der Verbandsarbeit wie der steigende Unterhaltungsaufwand und die Renaturierung der Wagenfelder Aue angesprochen.

Eine gute Nachricht für alle Beitragspflichtigen: Es bleibt für 2021 beim Mindestbeitrag in Höhe von 12,50 Euro je Bestandsblatt beziehungsweise je Hektar. Die schlechte Nachricht: Danach wird eine Erhöhung nach Einschätzung Scharrelmanns unumgänglich sein. Der aktuelle Beitrag sei seit 2012 stabil geblieben – trotz jährlich steigender Kosten, erklärt Ingo Ammerich, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbands.

Das Beitragsvolumen beziffert er auf Nachfrage mit jährlich 1,8 Millionen Euro. Davon flössen mehr als eine Million Euro in die tarifbedingt kontinuierlich steigenden Personalkosten.

Darüber hinaus werde die Gewässerunterhaltung vor dem Hintergrund des Artenschutzes immer aufwendiger und damit auch kostenintensiver. „Die Bereiche, in denen schützenswerte Tiere leben, werden immer mehr“, so Ammerich. Zu ihrem Schutz müssen beispielsweise Gewässerrandstreifen zu unterschiedlichen Zeiten einseitig oder abschnittsweise gemäht werden. Das bedeutet mehrere Anfahrten, wo in der Vergangenheit in einem Stück gemäht wurde.

Der Leitfaden, nach dem der Verband in den letzten zwei Jahren gearbeitet hat, hat laut Ammerich jährlich etwa 30 000 Euro Mehrkosten verursacht. Und er geht davon aus, dass das Thema Artenschutz in den kommenden Jahren eine noch größere Rolle spielen wird. „Es ist richtig, dass das so gemacht wird“, betont Ammerich. Aber mehr Aufwand kostet eben auch mehr Geld.

Ein weiteres Thema, das den Unterhaltungsverband Hunte aktuell beschäftigt, ist die Renaturierung der Wagenfelder Aue auf einem etwa zehn Kilometer langen Abschnitt vom Hunteeinfluss bis Barver. Eine Machbarkeitsstudie wurde laut Ammerich bereits in Auftrag gegeben, die ersten Abschnitte sollten zeitnah umgesetzt werden. Allerdings gibt es derzeit Überlegungen, die Maßnahme im Rahmen der Flurbereinigung Barver Nord umzusetzen, da das Amt für regionale Landesentwicklung eine größere Erfahrung in der Beantragung von EU-Fördermitteln hat. Die Behörde geht davon aus, dass entsprechende Gespräche mit den Landesministerien Anfang 2021 abgeschlossen sein werden.

Karl-Friedrich Dünnemann, Günter Heuer und Rolf Ohmann (v.l.) schieden aus dem Vorstand des Unterhaltungsverbands Hunte aus.

Werner Scharrelmann wird die weiteren Entwicklungen in der Gewässerunterhaltung nur noch als interessierter Beobachter begleiten. Nach 15 Jahren als Verbandsvorsteher stand er nicht für eine weitere fünfjährige Amtszeit zur Verfügung. Heinrich Buck, den die Sitzungsteilnehmer einstimmig zu seinem Nachfolger wählten, dankte Scharrelmann für seine insgesamt 20-jährige Vorstandsarbeit, denn der Diepholzer zuvor fünf Jahre lange Vorstandsmitglied im Wahlbezirk zwei gewesen. „Du hast das Bild des Unterhaltungsverbands geprägt wie kein anderer“, sagte Buck. „Du hast dich nie vor der Verantwortung gedrückt und wenn es darauf ankam deinen Standpunkt durchgesetzt.“ Scharrelmann hat während seiner Amtszeit viele Veränderungen mitgetragen und mitgestaltet. So baute der Unterhaltungsverband in seiner Amtszeit seinen Aufgabenbereich aus, übernahm die Unterhaltung der Gewässer III. Ordnung von diversen Kommunen und die Mahd des Dümmerdeiches. Der Maschinenpark wurde modernisiert und der Betriebshof in Rehden komplett neugestaltet.

„Es hat mir immer viel Freude gemacht“, sagte Scharrelmann rückblickend und sprach seinerseits einen Dank aus. Gerichtet war er an die mit ihm gemeinsam in den „Ruhestand“ gehenden Vorstandsmitglieder, die sich über zwei und mehr Wahlperioden im Unterhaltungsverband engagiert hatten.

Mit einem Präsentkorb ebenfalls verabschiedet wurden Rolf Ohmann aus Drentwede (25 Jahre stellvertretendes Vorstandsmitglied), Günter Heuer aus Wagenfeld (20 Jahre Vorstandsmitglied), Karl-Friedrich Dünnemann aus Wetschen (15 Jahre Vorstandsmitglied) und Onno Langhorst aus dem Wahlbezirk neun (10 Jahre Vorstandsmitglied).

Vorstandswahlen: Bezirk 2: Michael Wendt (Diepholz), Stefan Scharrelmann (Heede, Stellvertreter); Bezirk 3: Reiner Zell (Wetschen), Carsten Remmert (Wetschen, Stellvertreter); Bezirk 4: Hennes Reuter (Wagenfeld); Bezirk 6: Jens Schwichtenberg (Drentwede, Stellvertreter); Bezirk 9: Bernhard Hubbermann (Visbek), Werner Würdemann (Wardenburg, Stellvertreter). Die beiden Vorstandsmitglieder des Wahlbezirks 9 wurden dem Unterhaltungsverband von der Hunte Wasseracht genannt.

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