Unterhaltungsverband Hunte: Gebäude und Maschinen hinterlassen Eindruck

„Hervorragende Arbeit“

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Verbandsvorsteher Werner Scharrelmann lobte wiederholt den Einsatz der „Mannschaft“ und dankte ausdrücklich dafür.

Rehden - Nahezu wie geleckt präsentierte sich der Maschinen- und Fahrzeugpark des Unterhaltungsverbandes Hunte anlässlich dessen 50-jährigen Bestehens am Sonntag an der Nienburger Straße 44 in Rehden. Zusammen mit dem neuen Verwaltungsgebäude sowie der neuen Kalthalle und der neuen Werkstatt hinterließen sie einen nachhaltigen Eindruck bei den kleinen und großen Besuchern.

Deren Zahl schätzte Geschäftsführer Ingo Ammerich gestern auf etwa 400. „Bei diesen ist unsere Präsentation unheimlich gut angekommen“, freute er sich. Für Kinder gab es ein eigenes Programm mit Riesenrutsche, Hüpfburg, Schminkstand und Stelzengänger. Gut angenommen wurde von den Besuchern auch Speisen, Getränke und Eis, die alle für einen Euro ausgeschenkt wurden. Die Einnahmen sollen einem sozialen Zweck gespendet werden.

Dem „Tag der offenen Tür“ ging ein offizieller Teil mit 75 geladenen Gästen voraus. In seiner Festrede zum 50-jährigen Bestehen unterstrich Verbandsvorsteher Werner Scharrelmann wiederholt die Bedeutung „der Mannschaft“ für den Verband. Ohne sie wäre eine solche Entwicklung in den zurückliegenden Jahren nicht möglich gewesen.

Scharrelmann erinnerte an die Gründung des Verbandes im Mai 1965 in der Kaiserhalle in Diepholz. „Gewässer wurden bis dahin von den Landkreisen, Gemeinden und kleinen Wasser- und Bodenverbänden unterhalten“, erinnerte er. Das Niedersächsische Wassergesetz (NWG) übertrug die Unterhaltungspflicht für Gewässer II. Ordnung an zu gründende Unterhaltungsverbände. Die Kosten haben die Grundstückseigentümer zu tragen. Aus dem Ausschuss mit 20 Mitgliedern wurde am 26. Mai 1965 der Vorstand und der Verbandsvorsteher gewählt.

Seine Vorgänger von 1965 seien gewesen Bernhard Langhorst, Richard Ey, Werner Helms und Karl-Heinz Schliep. Seit dem 1. Januar 2006 sei er im Amt.

Das heutige Verbandsgebiet sei mit etwa 100000 Hektar Fläche und etwas mehr als 20000 Mitgliedern eines der größten in Niedersachsen.

In den ersten Jahren sei mit 35 Mitarbeitern reine Handarbeit (Sense und Harke) verrichtet worden. Ende der 60er-Jahre seien die ersten handgeführten Böschungsmäher zum Einsatz gekommen.

„Die Anforderungen an die Unterhaltung haben sich erheblich verändert“, schlug Scharrelmann eine Brücke zu heute. Zeitliche Einschränkungen (erst ab 15. Juli des Jahres) und dann nur abschnittsweise beziehungsweise wechselseitige Räumung erforderten detaillierte Vorbereitung für die Abwicklung, geschulte Mitarbeiter im Bereich Ökologie, Einsatzbereitschaft bis zu 55 Stunden pro Woche ab dem 15. September und Spezialgeräte auf dem neusten Stand.

„Dafür gilt den 18 Mitarbeitern in der Unterhaltung und den fünf Mitarbeitern in der Verwaltung mein nochmaliger Dank“, betonte der Verbandsvorsteher.

Nach einem Schlenker durch den Maschinen- und Gerätepark ging Scharrelmann besonders auf die bauliche Entwicklung auf dem Gelände an der Nienburger Straße ein. Der Bauhof sei in den ersten Jahren in Diepholz und Sankt Hülfe gewesen, ab 1977 in Rehden nach Übernahme des Hofes Rasching. Die Verwaltung war in Diepholz, Grafenstraße, ab 1998 auch in Rehden. Für die Werkstatt sei an den bestehenden Gebäuden ein Anbau geschaffen worden.

Im Jahre 2010 sei von Verbandsseite entschieden worden, nicht mehr in die alte Bausubstanz zu investieren, sondern Neues zu schaffen. Damit verbunden sei auch die Standortfrage gewesen. Letztendlich sei sie aufgrund der tatkräftigen Unterstützung der Samtgemeinde Rehden zugunsten des Standortes gefallen. „Es folgten: Neubau der Werkstatt mit Sozialräumen ab 2011, Neubau der Kalthalle ab 2012 und Neubau der Verwaltung ab 2013, Umzug vor einem Jahr“, zählte Scharrelmann auf.

Die Ausrichtung des Verbandes sei ausgelegt auf eine stetige Schulung der Mitarbeiter im Bereich Ökologie, beobachtende Gewässerunterhaltung, weitere Übertragung von Gewässer III. Ordnung und mögliche Gründung eines Wegezweckverbandes, blickte der Verbandsvorsteher in die Zukunft.

Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch würdigte die Leistungen des Unterhaltungsverbandes seit seiner Gründung vor 50 Jahren. Schwerpunkt seiner Ausführungen bildete die Entwicklung des Standortes in Rehden auf dem ehemaligen Hof Rasching. Nach dem Abriss der alten Gebäude und der Errichtung der neuen Hallen und des Verwaltungsgebäudes sei das Gelände kaum noch wiederzuerkennen.

Die Ansiedlung des Verbandes in Rehden habe hier neue Arbeitsplätze geschaffen. Zudem würden in Rehden und Wetschen auch Gewässer III. Ordnung unterhalten. Weitere Übertragungen stünden an.

Rehdens Bürgermeister Wilhelm Grelle schlug in eine ähnliche Kerbe wie sein Vorredner Bloch und dankte dem Unterhaltungsverband für die „hervorragende Arbeit“. Onno Langhorst überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Dachverbandes des Unterhaltungsverbandes Hunte.

hwb

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