Beibehaltung des Standorts unausweichlich

Unbefristete Genehmigung für Außenstelle Wetschen erhofft

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Das Schicksal der Außenstelle Barver der Grundschule Rehden ist besiegelt. Sie schließt im Sommer ihre Türen. Ganz anders sieht es bei der Außenstelle Wetschen aus. Sie ist gut ausgelastet. 

Rehden - Von Melanie Russ. Seit 2012 ringt die Verwaltung der Samtgemeinde Rehden im wieder mit der Landesschulbehörde um den Erhalt ihrer drei Grundschulstandorte. Den Kampf um die Außenstelle der Grundschule Rehden in Barver hat sie mangels ausreichender Schülerzahlen bekanntlich verloren. Sie schließt zum Ende des laufenden Schuljahres. Deutlich besser sieht die langfristige Prognose für die Außenstelle in Wetschen aus, deren Weiterführung die Landesschulbehörde zunächst ebenfalls bis zum 31. Juli dieses Jahres befristet hat. Der Schulausschuss der Samtgemeinde hat am Montagabend einstimmig dafür votiert, eine – nach Möglichkeit unbefristete – Verlängerung der Betriebsgenehmigung zu erwirken.

Durch die Befristung soll laut Landesschulbehörde sichergestellt werden, dass eine Außenstelle nicht länger als notwendig besteht und der Schulträger rechtzeitig entsprechende Veränderungen in die Wege leitet. Die Behörde argumentiert unter anderem, dass Außenstellen die Organisation und pädagogische Arbeit der Schulen erschweren und zu höheren Ausgaben führen.

Aus Sicht der Verwaltung ist eine langfristige Beibehaltung der Außenstelle Wetschen unausweichlich. Wenn im nächsten Schuljahr die Kinder aus Barver an den Rehdener Standort wechselten, sei die auf Zweizügigkeit ausgelegte Schule voll ausgelastet. Besonders werde sich das auf die Schulhofsituation auswirken, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. Die räumlichen Möglichkeiten lassen demnach eine Erweiterung auf eine Dreizügigkeit nicht zu.

Neue Schulbuslinie im Gespräch

Zudem sei aufgrund der Neubaugebiete in Wetschen, die gut angenommen würden, sei für die dortige Außenstelle eine „satte Einzügigkeit“ gewährleistet, erläuterte Bloch. Zur räumlichen Entlastung des Hauptstandortes werde sie dauerhaft benötigt. Die von der Landesschulbehörde favorisierte, an einem Standort gebündelte „einheitliche Organisationseinheit“ sei im Fall der Samtgemeinde aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich, argumentiert die Verwaltung. Auch Wetschen gehöre zu den Wachstumsgemeinden innerhalb der Samtgemeinde und sei aufgrund der Bevölkerungsstruktur weiterhin auf einen Grundschulstandort angewiesen. Angesichts der genannten Rahmenbedingungen erhofft sich die Verwaltung nun eine unbefristete Genehmigung für die Außenstelle.

Mit Blick auf die Barveraner Kinder verhandelt sie derzeit mit dem Landkreis über eine tragfähige Lösung für den Schülertransport. Im Gespräch ist laut Bloch eine neue Linie, die von einem Kleinbus bedient werden soll. „Das hätte den Vorteil, dass die Eltern ihre Kinder nicht erst zur Grundschule in Barver bringen müssten, sondern sie je nach Route fast von zu Hause aus abgeholt werden könnten“, erläuterte Bloch.

Barveraner Schüler werden aufgeteilt

Um den Barveraner Grundschülern der Übergang in die neue Schule so leicht wie möglich zu machen, absolvieren sie bereits jetzt einzelne Unterrichtsstunden in Rehden. Außerdem achten die Lehrer laut Schulleiterin Annhild Pilgrim darauf, dass alle Schüler zum Ende des Schuljahres auf dem gleichen Wissensstand sind. Denn die Barveraner werden im Sommer auf die bestehenden Klassen in Rehden aufgeteilt. Das sei anders nicht möglich, für die Kinder aber kein Problem, sagte Pilgrim. Die Schülerzahlen der einzelnen Klassen erhöhen sich demnach durch die Aufnahme der aktuell 30 Kinder aus Barver nur geringfügig um zwei bis vier Schüler.

Mit der Schließung der Grundschule in Barver müssen auch die Schulbezirke in der Samtgemeinde Rehden angepasst werden. Dem Vorschlag der Verwaltung, den Bereich Barver komplett der Grundschule in Rehden zuzuordnen, stimmten die Mitglieder des Schulausschusses einmütig zu. Finanzielle Auswirkungen auf den Samtgemeindehaushalt hat diese Veränderung laut Verwaltung grundsätzlich nicht, weil der Landkreis Diepholz für die Schülerbeförderung zuständig ist.

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