Tränen, Umarmungen und gute Wünsche

Oberschule Rehden „Schule am Geestmoor“ entlässt 38 Schüler

Ausgezeichnet und gelobt: Alina Menge, Pipar-Leonie Görlich, Nike Wittwer und Mohammad Reza Mohseni (v.l.). - Foto: Benker

Rehden - Geprägt von großen Emotionen, zahlreichen Tränen, herzlichen Umarmungen und den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg war gestern Mittag die Entlassfeier für 38 Schülerinnen und Schüler der „Schule am Geestmoor“ Oberschule Rehden.

„Herzlichen Glückwunsch und alles Gute.“ Mit diesen Worten entließ Schulleiter Rainer Fritzsche nach der Zeugnisübergabe die Schülerinnen und Schüler unter dem Beifall der Gäste von der Bühne.

Zu diesem Zeitpunkt lag ein zweistündiges Programm hinter allen Beteiligten, dessen Moderation Antonia Richter und Oliver Joseph übernommen hatten.

6a überrascht mit Pink Floyd

„We don't need no education.“ Mit diesem Song von Pink Floyd überraschte die Klasse 6a zu Beginn der Feier, bevor Schulleiter Rainer Fritzsche sich in seiner Begrüßung insbesondere an die Entlassschüler richtete. „Meine Kollegen haben euch gutes Wissen und Allgemeinwissen vermittelt. Nutzt es auch aus, bringt euch ein, engagiert euch, nicht nur im Beruf“, der Schulleiter an die Abgänger gerichtet.

Viele von ihnen hätten sich in den Dienst der Schule gestellt. Dies sei für ihn ein Zeichen dafür, dass zu Hause soziale Kompetenz gelehrt und vermittelt wurde. „Dies ist extrem wichtig für euer weiteres Leben. Behaltet die Schulzeit in guter Erinnerung, bleibt neugierig und macht es gut.“

Stellvertretender Samtgemeindebürgermeister Wilhelm Grelle überbrachte Grüße und Glückwünsche von Rat und Verwaltung sowie seinen Bürgermeisterkollegen aus den Mitgliedsgemeinden. „Der erste Parcours ist geschafft“, richtete er seine Glückwünsche an die Schüler. Er bezog aber auch die Lehrer und Eltern mit ein, die einen entscheidenden Anteil an diesem Erfolg mit hätten. „Ihr habt viel gelernt, das hat sich gelohnt und hier habt eine gute Grundlage erreicht“, zeigte sich Grelle überzeugt. Jetzt beginne ein neuer Lebensabschnitt, in dem lebenslanges Lernen angesagt sei. Er sei überzeugt, dass alle das schafften. „Sucht euch eine Arbeit, die euch Spaß macht und lasst euch nicht entmutigen, wenn es nicht gleich klappt“, Grelle an die Schüler gerichtet.

Am Ende war die Schulzeit doch ganz schön

Das Fundament für den weiteren Lebensweg sei gelegt und alle seien gut vorbereitet. „Jetzt liegt es an euch, was ihr daraus macht“, sagte Grelle. Danach sangen Schülerinnen der Klassen 6a/b zur eigenen Freude „Lieblingsmensch“.

In einem kurzen Grußwort wünschte Pastor Dimitri Schweitz den Abgängern, „dass die Welt euch offen steht“. Pastorin Elke Haarnagel sprach ihnen Gottes Segen zu. „Heute ist ein kostbarer Tag, ihr feiert ihn zurecht mit Menschen, die euch wichtig sind. Ihr könnt euch auf die Zukunft freuen. Das ist Gottes Geschenk.“

„Insgesamt haben wir eine tolle Zeit verbracht“, dankten die Schülerinnen Lara Recker und Josefin Schwericke von der 10 a ihrer Klassenlehrerin Marina Kinsvater. Ihr Dank ging aber auch an alle anderen Lehrer, „die uns durch die Zeit gebracht haben“.

„Es hat viel Spaß gemacht“, betonte Oliver Joseph für die 10 b. Als Klasse habe sie die Schulzeit gut gemeistert und die Verbundenheit zwischen den beiden Klassen sei groß gewesen.

Klassenlehrer reimen ihren Abschiedsgruß

Schülervertreter Lennart Schwierking war mehr Positives als Negatives in Erinnerung, darunter besonders die Klassenfahrten. In Diashows erinnerten die Schüler an eine Fahrt nach Thüringen in der Klasse 6, die London-Fahrt im Jahr 2016 und den „Alltag der 10“. An dieser Stelle gab es Blumen und kleine Geschenke für die Lehrer.

Danach aufmunternder Beifall für Theresa von Bodegraven, die nur unter Schluchzen und Tränen in ihren Liedvortrag „Read all about it“ reinfand und auch währenddessen mit Tränen kämpfte. Doch sie schlug sich mit Bravour und erntete tosenden Applaus des Auditoriums.

Gutgemeinte Worte gaben die Klassenlehrer Marina Kinsvater und Thorsten Thiel ihren Abgängern mit auf den Weg. Und sie taten dies auf ungewohnte Art – nämlich in Reimform. Dabei „knöpften“ sie sich jeden Schüler und jede Schülerin einzeln vor.

Mit Weiterbildungsprämien wurden die Schüler mit den besten Zeugnissen ausgezeichnet. Dies waren aus der Klasse 10 a Alina Menge, aus der 10 b Pipar-Leonie Görlich und Nike Wittwer aus der 9 c.

Ein besonderes Lob sprach Schulleiter Fritzsche Mohammad Reza Mohseni aus. Dieser war vor drei Jahren als Flüchtling ohne Eltern und ohne Deutschkenntnisse nach Deutschland gekommen und schaffte jetzt den Hauptschulabschluss. „Das ist gelebte Integration“, freute sich der Schulleiter.

Die Schulabgänger:

Klasse 9 a, Klassenlehrerin Nicola Meyer zu Drewer: Shanon Sidney Dietert;

Klasse 9 b, Klassenlehrerin Yvonne Rockendorf: Marvin Elsner, Enisi Jahiri und Ella Kracke;

Klasse 9 c, Klassenlehrerin Maria Tönsing: Nike Wittwer.

Klasse 10 a, Klassenlehrerin Marina Kinsvater: Mattes Bach, Leonard Blacak, Elma Dedeic, Hoschenk Jundo, Patrick Klein, Alina Menge, Mohammad Reza Mohseni, Maja Möller, Kim Marie Pelz, Lara Recker, Antonia Richter, Leon Rinke, Josefin Schwericke, Lennart Schwierking, Julika Staas, Theresa Corinna van Bodegraven, David van Rhee und Maurice Ziegler.

Klasse 10 b, Klassenlehrer Thorsten Thiel: Alina Dürkopp, Juliane Felden, Pipar-Leonie Görlich, Oliver Joseph, Marie Kannchen, Carolin Klöcker, Antonia Knuth, Diana Merk, Sophie Neumann, Sarah Niehoff, Lena Muriel Sauer, Leonard Schiefer, Matthes Schöning, Gina Seyb, Matus Simansky und Jaro Uchtmann. 

hwb

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