Telekom mit operativer Hilfe von Serviceanbieter vor Ort/Information zum Breitbandausbau auf letzten Drücker

Keine rosige Aussicht für Anschluss in Dickel

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Am Informationspodium (v.r.): Ralf Lammers (Samtgemeinde Rehden), Stefan Wiesinger und Nicole Schweitzer (Telekom), Sabrina Christmann und Heike Dohrmann (Uwe´s Laden, Wagenfeld).

Von Simone Brauns-Bömermann - Es war schon ungewöhnlich, dass das Vorzeigeunternehmen Telekom sich die Unterstützung eines ortsansässigen Serviceunternehmers aus Wagenfeld bediente, um die Fragen und den Unmut der Bürger aus Dickel zu beantworten und zu schlichten.

So geschehen am Donnerstag zur Informationsveranstaltung der Deutschen Telekom und dem Samtgemeindevertreter Ralf Lammers (Fachdienst Zentrale Dienste). Mit am Podium technischer Leiter des Breitbandausbaus im Bereich Drebber/Dickel Klaus Jürgen Karneth, Stefan Wiesinger (Vertrieb Telekom) und Nicole Schweitzer (Infrastrukturvertrieb Region Nord, Telekom). Zur operativen Unterstützung waren Heike Dohrmann und Sabrina Christmann von Uwe´s Laden aus Wagenfeld geladen.

Am Abend ging es um die zentrale Frage, wie kommen Dickels Bürger und Betriebe zu der versprochenen schnelleren Internetnutzung? Ein ganzer Tisch mit Dickeler Bürgern war sehr unzufrieden mit den ins Leere laufenden Informationen bei der Hotline der Telekom oder dem T-Punkt-Laden in Vechta zur angefragten Umstellung. Die Bürger waren gut informiert darüber, dass sie sich über gewünschte Tarife und eventuelle Aufrüstung der Telefonanlage kümmern müssen.

Die Samtgemeinde Rehden hatte der Telekom das Glasfaserkabel vom Hauptverteiler in Drebber zum Kabelverzweiger in Dickel mit FTTC-Technik (Fibre to the curb = Glasfaser bis zum Bordstein) in Auftrag gegeben. Für Dickel hieß dies konkret: Ein 2,5 Kilometer langes Glasfaserkabel wurde von Drebber nach Dickel verlegt. Die Weiterleitung solle über die vorhandenen Kupferleitungen zum Kunden erfolgen. Die bisherige Versorgung lag in Dickel unter zwei Mbits/s Download, sie soll nun auf bis zu 50 Mbits/s Download ansteigen.

Und da lag der Casus Knacktus. Die Bürger in Dickel hatten bei ihren Anfragen zur Umstellung auf schnelleres Netz immer ein „Nein“ als Information bekommen, waren davon ausgegangen, dass trotz Ausbauzusagen, ihnen doch nicht die erhöhte Internetleistung möglich sei. Klaus Jürgen Karneth erläuterte, dass die Telekom den Kabelverzweiger mit Glasfasertechnik ausgerüstet hat. Bürgermeister Günther Meyer aus Dickel und Ratsmitglied Wilhelm Dückering aus Wetschen baten die Telekomvertreter ernsthaft, sich des offensichtlichen Problems anzunehmen.

Zu allem Übel spielte die Technik den Telekommitarbeitern bei der Präsentation nicht mit. Damit hätten Kartenmaterial und Straßenverzeichnisse über die tatsächliche Verfügbarkeit Aufschluss geben können. Im Anschluss an die Diskussion hatten die Bürger die Möglichkeit einzeln mit Blick auf den Laptop im Straßenverzeichnis zu prüfen, ob sie Zuhause schnelleres Internet erhalten können. Zudem versprach Schweitzer: „Wir werden das Problem mitnehmen und schnellstens prüfen, ob es technischer Natur ist und uns kümmern.“

Sie verwies aber auch an das von der Telekom bevorzugte Prozedere, sich zur Umstellung an Uwe´s Laden, Partner der Telekom in Wagenfeld zu wenden, um mit einem Fachmann vor Ort die Umstellung zu planen und zu buchen. Zudem empfahl sie die Seite www.telekom.de/schneller. So Magenta, wie die Telekom wirbt, sah es aktuell für die Anschlussfähigkeit in Dickel nicht aus. Der Vertrieb der Telekom empfahl den Bürgern in Randwohnbereichen, sich beim Anbieter vor Ort auch über das Hybridprodukt beraten zu lassen, das Festnetz und LTE (Long-Term-Evolution und kabellose Alternative zu DSL) kombiniert.

„Bis Ende April mussten die Baumaßnahmen abgeschlossen sein, um förderfähig zu bleiben“, berichtete Ralf Lammers, bemerkte aber auch, dass die Informationsveranstaltung eigentlich zu spät sei. Antragsteller, Ausbauer und potentielle Nutzer einigten sich nach Diskussion darauf, dass die Telekom die vorzuhaltende Technik überprüft und die Nutzer sich bei Bedarf um die Umstellung ihrer Anschlüsse kümmern.

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