Zehn Jahre Kontakt- und Vermittlungsstelle 

Tagesmütter beliebt bei Kindern und Eltern

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Die ersten zehn Jahre sind geschafft. Darüber freuen sich (v.l.): Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch, Bernd Hardemann, Fachdienstleiter Bürgerdienste, Mareike Otto, Sozialamt, Diana Erwin, Marina Zillig, Claudia Klingenberg, Verena Voortmann, Michaela Klaff, Susanne Best und Dörthe Kruse, Sozialamt. Es fehlen Ulrike Wilms-Kühne und Kerstin Bohlmann.

Rehden - Gemeinsam mit der Stadt Diepholz und der Gemeinde Wagenfeld schloss die Samtgemeinde Rehden zum 1. August 2007 einen auf zwei Jahre befristeten Vertrag mit dem DRK-Kreisverband zur Einrichtung einer Kontakt- und Vermittlungsstelle. Ziel war es seinerzeit, das Kinderbetreuungsangebot weiter zu verbessern.

Daran erinnerte Rehdens Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch am Donnerstag in einer gemütlichen Feierstunde anlässlich des „kleinen Jubiläums“ im Sitzungssaal des Rathauses. „Diese zehn Jahre sind einfach so an einem vorbeigerauscht“, meinte Bloch rückblickend auf diese Zeit.

Der ersten Leiterin Martina Zillig seien Michaela Klaff und Diana Erwin zunächst gemeinsam gefolgt. Von Juli 2011 sei Michaela Klaff alleinige Leiterin gewesen, ab dem 1. Januar 2013 für knapp zwei Jahre in Form von „Home-Office“. Sie sei der Samtgemeinde jedoch weiterhin als Tagesmutter erhalten geblieben.

Und das nunmehr schon seit fast 20 Jahren. Sie allein hat schon 35 Kinder im Laufe ihrer Tätigkeit betreut. Die derzeit aktiven Tagesmütter haben im Laufe ihrer Tätigkeit insgesamt 130 Kinder betreut. Neben Klaff sind seit den Anfängen Marina Zillig, Diana Erwin und Ulrike Wilms-Kühne als Tagesmütter tätig. Nach und nach wurden qualifiziert Claudia Klingenberg, Kerstin Bohlmann und aktuell Verena Voortmann aus Barver.

Die Samtgemeinde Rehden unterstützt die Kindertagespflege dadurch, dass sie den Eltern aus der Samtgemeinde eine Gleichstellung der Beiträge für Kindertagespflege und Kita-Gebühren in Form eines Förderprogramms ermöglicht.

Seit Mai 2015 leitet Susanne Best die Kontakt- und Vermittlungsstelle der Samtgemeinde Rehden.

Beitrag zur Familienfreundlichkeit

„Insgesamt ist festzustellen, dass unsere Tagesmütter sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern sehr beliebt sind“, betonte Bloch, der das Treffen am Donnerstag zum Anlass nahm, den Tagesmüttern Dank auszusprechen.

Susanne Best wies auf die Anforderungen hin, die von Kindern, Eltern, Jugendhilfeträger, Vermittlungsstelle, Verwaltung und Politik an die Tagesmütter gestellt würden.

„Die qualifizierten Tagesmütter leisten einen wichtigen Beitrag zur Familienfreundlichkeit in der Samtgemeinde Rehden“, bescheinigte Best. Sie böten Kindern Geborgenheit, Vertrauen, Bindung, gesunde Entwicklung, frühkindliche Bildung mit Familienanschluss und ganz normalen Alltagserfahrungen in einer Kleinkindergrupe.

„Sie stellen ihr Zuhause für die Kindertagespflege zur Verfügung, also für eine öffentliche Aufgabe, denn geregelt ist die Kindertagespflege per Gesetz vom Grundsätzlichen bis ins Detail,“ betonte Best. Tagespflegepersonen möchten, dass es den Kindern gut gehe und sie viele gute Erfahrungen machen könnten und Freude erlebten. Dementsprechend seien Wohnbereich, Haus und Garten komplett auf Kinder eingerichte und eingestellt. Den Eltern böten sie individuell vereinbarte Zeiten, oft wenn die Einrichtungen längst geschlossen seien.

Tagesmütter leisteten viele unbezahlte Stunden in den pädagogischen Bereichen wie Fortbildung, Dokumentation, Organisation, Bürotätigkeiten und andere. Daneben fielen ständige Arbeiten wie Putzen, Kochen, Einkaufen und Planen an.

Die Tagesmütter selbst erhofften sich unter anderem Wertschätzung, Bekanntheit und leistungsgerechte Vergütung. Diese stehe zwar im Gesetz, deren Umsetzung lasse aber auf sich warten.

„Wir müssen sicherlich noch über manches reden. Aber heute wollen wir feiern“, sagte Best. In Rehden finde sie gut betreute Kinder vor, engagierte Tagesmütter und zufriedene Eltern. Ihr Wunsch: „Durchhaltevermögen, Humor und dass ihr uns erhalten bleibt.“

Noch nicht als Beruf anerkannt

„Es macht Spaß, die Entwicklung der Kinder mitzuerleben“, verwies Michaela Klaff darauf, dass „ihre ersten Kinder“ bereits eine Lehre gemacht hätten. Als Nachteil bezeichnete sie, dass der Job „Tagesmutter“ noch nicht als Beruf anerkannt sei. „Es ist zu wenig bekannt, was wir leisten. Daran müssen wir arbeiten. Unsere Arbeit muss honoriert werden. So geht es einfach nicht weiter“, Klaff fordernd.

Diana Erwin unterstrich die gute Zusammenarbeit der Tagesmütter mit den Kindertagesstätten, den Schulen und der Verwaltung.

Die Kindertagespflege feierte den ersten Nullgeburtstag nach dem kleinen offiziellen Teil beim anschließenden Tag der offenen Tür mit Begegnungen und Gesprächen, Informationen zur Kindertagespflege, Rückblick und Bildern, einer Cartoon-Ausstellung von Renate Alf und jeder Menge Spaß. 

hwb

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