Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3

Szenario: Brand bei Johanning Snack

Die erste „Vermisste“ konnten die Feuerwehrleute während der Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 bei Johanning in Rehden schnell retten. - Foto: Menge
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Die erste „Vermisste“ konnten die Feuerwehrleute während der Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 bei Johanning in Rehden schnell retten.

Rehden - Feuer in der Produktion der Firma Johanning Snack in Rehden – dieses Szenario erwartete die Kräfte des zweiten und dritten Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 am Freitag. Es handelte sich um eine Übung, die Heino Mackenstedt, Olaf Kleinhans, Gerd Vielhauer und Christian Rohlfing vom ersten und vierten Zug ausgerichtet hatten, wie Feuerwehrpressesprecher Volker Menge mitteilt.

Der angenommene Ernstfall: Bei Reinigungsarbeiten ist es in der Abgasreinigung der Produktionshalle zu einer Verpuffung gekommen. Der dabei entstandene Feuerball ist durch einen Durchlass in die Produktionshalle gelangt und hat dort gelagertes Fett entzündet. Hierdurch geriet die Anlage in Brand. Es herrscht starke Verqualmung. Vier Mitarbeiter werden seit der Verpuffung vermisst. Außerdem sind die Vermissten vermutlich durch die Gase kontaminiert worden und können nicht ohne Weiteres an den Rettungsdienst übergeben werden.

Das Szenario habe den 65 Einsatzkräften mit ihren 15 Fahrzeugen einiges abverlangt, da zeitgleich viele Dinge zu erledigen gewesen seien, berichtet der Feuerwehrsprecher. Im Vordergrund habe natürlich die Menschenrettung gestanden, aber die Brandbekämpfung und die Dekontamination der Verletzten habe ebenfalls zeitnah sichergestellt werden müssen.

Die Zugführer teilten ihr Personal laut Mitteilung zügig ein. Schon nach wenigen Minuten wurde die erste vermisste Personen gerettet. Zwei weitere Verletzte befanden sich auf einer Plattform in circa drei Metern Höhe. Deren Rettung stellte sich als nicht ganz einfach heraus, gelang aber schließlich. Nach längerem Suchen entdeckten die Retter die vierte vermisste Person, die sich nicht wie angenommen im Gebäude befand, sondern im Außenbereich in einen Palettenstapel eingeklemmt war. Parallel zu den Rettungsarbeiten errichteten die Feuerwehrleute im Außenbereich Notduschen und Schnellbauzelte, um die Verletzten versorgen zu können.

Nach gut zwei Stunden waren alle gestellten Aufgaben abgearbeitet und sämtliches Arbeitsgerät wieder auf den Einsatzfahrzeugen verlastet. Bei der abschließenden Manöverkritik im Feuerwehrhaus Rehden erläuterte der stellvertretende Bereitschaftsführer und Übungsbeobachter Holger Jahn die eine oder andere Situation, die besser hätte abgearbeitet werden können. Im großen und ganzen sei er mit dem Übungsverlauf zufrieden, heißt es in der Mitteilung.

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