„Stolz auf das Erreichte“

Bewegende Feierstunde: Heidrun Bloch als DRK-Pflegedienstleiterin verabschiedet

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Verabschiedet und eingeführt: Die ausgeschiedene Rehdener DRK-Pflegedienstleiterin Heidrun Bloch (4.v.l.) mit ihrer Nachfolgerin Anna-Lena Welge (3.v.r.) und den Ehrengästen (von links): DRK-Kreispräsident Horst Wiesch, Rehdens Bürgermeister Wilhelm Grelle, Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch, Kreisschatzmeister Wilhelm Bäker, Fachdienstkoordinatorin Rebecca Dietsch, stellvertretende Kreispräsidentin Hannelore Menkens und DRK-Kreisgeschäftsführerin Ulrike Hirth-Schiller. 

Rehden - Von Gerhard Scheland. Bewegende Momente in den Räumen des Ambulanten Dienstes des Deutschen Roten Kreuzes in Rehden: Nach 43 Jahren als Krankenschwester im Kreiskrankenhaus Diepholz und als Pflegedienstleiterin in der ambulanten Pflege in der DRK-Einrichtung in Rehden hat Heidrun Bloch die Kommandobrücke am Freitagmittag geräumt und einer jüngeren Nachfolgerin Platz gemacht. Ganz scheidet Heidrun Bloch aber noch nicht aus der Rehdener DRK-Familie aus – sie wird noch ein paar Jahre als Netzwerkerin aktiv sein.

Als neue Pflegedienstleiterin stellten die Spitzen des DRK-Kreisverbandes im Beisein zahlreicher Gäste Anna-Lena Welge vor. Sie hat bereits zum Beginn des neuen Jahres die Nachfolge von Heidrun Bloch angetreten. Neben DRK-Kreispräsident Horst Wiesch, seiner Stellvertreterin Hannelore Menkens, Kreisschatzmeister Wilhelm Bäker und Kreisgeschäftsführerin Ulrike Hirth-Schiller waren eine ganze Reihe weiterer Weggefährtinnen angereist, um an der bewegenden Feierstunde im Rehdener Seniorenzentrum teilzunehmen. Die politische Seite repräsentierten Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch und der Rehdener Ratsvorsitzende Wilhelm Grelle.

Nach zahlreichen Lob- und Dankesreden überreichten die Kolleginnen Heidrun Bloch insgesamt 21 samtrote Rosen, nachdem sie zuvor bereits mehrere „blumige“ Abschiedspräsente in unterschiedlichen Gebinden erhalten hatte.

In durchweg unterhaltsamen Dankesreden skizzierten Horst Wiesch, Ulrike Hirth-Schiller, Rebecca Dietsch, beim DRK Fachdienstkoordinatorin für den ambulanten Bereich, die befreundete Pflegedienstleiterin Manuela Struck aus Kirchdorf, Meike Konsulke als Vertreterin der ehrenamtlichen Kräfte, „Insider“ Hartmut Bloch sowie Johanna Reuter als langjährige Vertreterin der Ausgeschiedenen (nicht nur) das berufliche Leben von Heidrun Bloch.

Kreispräsident Horst Wiesch sah für Heidrun Bloch zwar einen besonderen Tag, allerdings keine Verabschiedung im eigentlichen Sinne, sondern in erster Linie einen personellen Wechsel. Wiesch wertete es als Zeichen der Wertschätzung für die langjährige Pflegedienstleiterin, „dass heute so viele Menschen gekommen sind.“ Die Besonderheit des Tages sei, dass Heidrun Bloch die Leitung zwar abgebe, der Einrichtung aber weiterhin erhalten bleibe. Als Stärke Blochs stellte Wiesch heraus, dass sie Haupt- und Ehrenamt immer zu einer besonderen Symbiose verquickt habe.

Geschäftsführerin Ulrike Hirth-Schiller stellte in ihrer Laudatio heraus, dass die DRK-Arbeit in Rehden immer eng mit dem Namen Heidrun Bloch verbunden gewesen sei. Sie habe auf ihrem beruflichen Wege immer klare Entscheidungen getroffen und anschließend auch dazu gestanden. Der Beruf sei für die Ausscheidende immer Berufung gewesen, betonte Hirth-Schiller, erinnerte an einige Schmunzel-Passagen aus der Personalakte und freute sich, dass die fast 60-Jährige noch weiterhin Koordinationsaufgaben für das DRK in der Samtgemeinde Rehden wahrnehme.

„Wir akzeptieren deinen Entschluss, bedauern den Abschied aber“ 

Rebecca Dietsch betonte, dass Heidrun Bloch ihre jahrzehntelange Arbeit immer als Herzensangelegenheit gesehen und gelebt habe, nannte mehrere Pilotprojekte, dir unter der Leitung Blochs eingeführt worden seien und stellte neben der großen beruflichen Qualifikation die Charakterfestigkeit der scheidenden Pflegedienstleiterin heraus.

„Wir akzeptieren deinen Entschluss, bedauern den Abschied aber“, schickte Johanna Reuter ihrer Laudatio aus Sicht der Kolleginnen voraus. „Du hast unsere Station viele Jahre sehr gut und immer mit großem Engagement geleistet.“ Anhand von Beispielen erinnerte Reuter an den Wandel in der Pflegearbeit. „Früher bestand die Ausrüstung aus einem Koffer mit Spritzen, einem Blutdruckmessgerät, einem Tageskalender und einem kleinen Dienstwagen, heute sind aus den früheren Patienten Kunden geworden, an denen genau definierte Leistungen durchgeführt werden.“

Hartmut Bloch beleuchtete das Wirken seiner Ehefrau aus politischer Sicht: „Du warst der Motor für die Errichtung des Seniorenzentrums mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot für die ältere Bevölkerung in der Samtgemeinde. Ohne dich hätte es die Einrichtung vermutlich auch gegeben – aber niemand weiß wann und in welcher Ausstattung.“ Seine Frau hätte es immer verstanden, äußerst geschickt und überzeugend für die Interessen der Senioren zu werben, erinnerte sich Bloch an vorangegangene Verhandlungen.

Das Schlusswort gehörte Heidrun Bloch: „Ich bin stolz auf das Erreichte und ganz besonders auf das vor drei Jahren eingeweihte Seniorenzentrum. Dass uns der Pflegenotstand so schnell erreicht, ist eine besondere Herausforderung, die uns auch in Zukunft alle fordern wird. Dank sage ich allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, aber ganz besonders auch den 23 Ehrenamtlichen in der Tagespflege, der Tagesbetreuung und beim Transport von Essen auf Rädern.“

Ihrer Nachfolgerin Anna-Lena Welge wünschte Heidrun Bloch immer das nötige Fingerspitzengefühl in allen Bereichen der Pflegedienstleitung und übergab ihr „eine gut geführte Station mit super Kollegen, mit guten Noten des Medizinischen Dienstes und insbesondere mit schwarzen Zahlen.“ Spannend werde es für sie selbst sicherlich noch mal, wenn es um die Gestaltung ihres neuen Jobs als Netzwerkkoordinatorin gehe, schloss sie ihre Ausführungen.

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