Stehende Ovationen für Müllers Ensemble / Fetzige und verträumte Klänge

Rekord: „Weihnachtstraum“ reißt rund 600 Zuhörer mit

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Frontfrauen mit Gefühl und Stimmgewalt: Alexandra Rogosch (v.l.), Susanna Hülsmann und Stefanie Kölling.

Rehden - Von Anja Schubert. Wie bringt man eine Sporthalle ohne Sportler zum Kochen? Man sorge für ein wohltemperiertes gemütliches Ambiente, eine Bühne mit ausgefeiltem Licht- und Soundsystem, platziere darauf ein bewährtes Erfolgsensemble – und lasse der Veranstaltung einfach seinen Lauf.

So geschehen am Samstagabend in der Rehdener Dreifachsporthalle, als Uwe Müllers „Ein Weihnachtstraum“-Ensemble bei dem Benefizkonzert mit rund 600 Zuhörern einen neuen Besucherrekord erzielte.

Begeistert, bereits zum fünften Mal in Rehden zu sein, begrüßte das Ensemble das Publikum mit einem dynamischen „Hello again“. Jede Menge gefühlvolle Rock- und Popballaden im Gepäck, dazu Stimmen, die unter die Haut gehen, fetziger Sound neben verträumten Tönen und traditionelles weihnachtliches Liedgut in neuem, modernem Gewand sorgten für ein beeindruckendes musikalisches Klangerlebnis.

So vielfältig, wie sich die Vorfreude auf Weihnachten bei jedem Menschen anders zeigt, und mit überraschenden Momenten: Wer hätte bei „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ einen rockigen Sound erwartet? Medleys, die die schönsten Momente aus 15 Jahren „Ein Weihnachttraum“ vereinten, sorgten zudem für ein harmonisches Ganzes. Unterm Strich: Die große Musikerfamilie hatte ihre Träumereien 2014 erneut perfekt abgestimmt und in Szene gesetzt.

Von der ersten Minute an hatte das Publikum keine Gelegenheit, sich der Faszination zu entziehen. Horst Halstenberg bewies als passionierter Weihnachtstraumerzähler mit kurzen – mal heiteren, mal besinnlichen – Weihnachtsgeschichten seine ganz besonderen Qualitäten. Mit „Es kommt ein Schiff geladen“, „Maria durch ein Dornwald ging“, „You've got a friend“ und „You raise me up“ unterstrichen Susanna Hülsmann, Stefanie Kölling und Alexandra Rogosch, dass sie den Platz in der ersten Reihe zu recht einnehmen.

 „Ein Weihnachtstraum“ - Benefizkonzert in Rehden

Mit Uwe Müllers „Sag mir wo die Blumen sind“ und Jens Petersens „Über sieben Brücken“ zeigte sich auch die Männerwelt gefühlvoll. Dazu bestachen einfühlsame Duette wie „Calm after the Storm“ mit Alexandra Rogosch und Uwe Müller oder „Fairytale of New York“ mit Susanna Hülsmann und Volker Hammer. Müller-Spross Alexander feierte als jüngstes Mitglied am vergangenen Wochenende in Pr. Oldendorf Premiere und bewies in Rehden an der Seite von Edward Philipps sowie an den Percussions seine Ensembletauglichkeit. Letzterer ließ seine altbewährten Entertainer-Qualitäten nicht missen, und das nicht nur, als es bei „Song sung blue“ um die Verteilung der Gesangsparts auf die Profis und das Publikum ging. Nicht zuletzt die harmonische Rahmung durch Chorgesang und akzentuierte Instrumentierung ließ keinen Zweifel daran, dass jedes Ensemblemitglied seinen festen Stellenwert besitzt.

Kein Wunder, dass es die Gäste am Ende bei „Thank you for the Music“ nicht mehr auf den Stühlen und die Musiker nicht mehr auf der Bühne hielt. Stehende Ovationen und Zugabenforderungen, die bei den Musikern widerstandslos Gehör fanden, verleiteten die Akteure dazu, die eine oder andere Runde durch den Zuschauerraum zu drehen.

Der Erlös des Konzertes wird in einer Spendengala soll am 22. Dezember an in der Kinder- und Jugendarbeit tätige Vereine und Verbände verteilt werden.

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