Stefanie Stern und „Die Steinsberger“ begeistern Publikum

Weihnachtliche Töne mit Gänsehaut-Garantie

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Tolle Licht- und Schatteneffekte sorgten am Sonnabend für eine besonders festliche Stimmung in der Rehdener Eventhalle.

Rehden - Von Mareile Mattlage. Bayerisch, international und US-amerikanisch gestalteten sich die drei Teile, mit denen Sängerin Stefanie Stern und die aus Süddeutschland stammenden „Steinsberger“ am Samstagabend in der Eventhalle in Rehden rund 400 Gäste auf die Adventszeit einstimmten. Der Auftritt des Ensembles stellte neben Varieté am Freitag und Kindershow am Sonntag das musikalische Highlight des Rehdener „Weihnachtszaubers“ dar. Und auch für die Veranstalter der beliebten Großveranstaltung lief es geradezu zauberhaft.

Das Künstlerbooking für das gesamte Wochenende hatte in diesem Jahr erstmals Marlis Köchy aus Wehdem übernommen – und dabei ein hervorragendes Gespür gehabt: Mit 1200 Karten waren für das Wochenende 2015 doppelt so viele Plätze verkauft worden wie im Vorjahr. Und für das „Weihnachtszauber“-Wochenende 2016 gibt es schon jetzt 400 Vorbestellungen, wie Organisator Ralf Nüßmann berichtete.

Mit den Einnahmen werden Projekte im Rahmen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich der Samtgemeinde Rehden gefördert. Über den guten Besuch freuen sich daher nicht nur die Veranstalter, sondern auch Schüler der Oberschule Rehden, die am Samstagabend als Kartenabreißer und Platzeinweiser selbst mit anpackten.

Zugegeben: Der erste Teil des Abends, bei dem vor allem deutsche Weihnachtslieder wie „Alle Jahre wieder“, „Stille Nacht“ und „Ihr Kinderlein kommet“ nach bayerischer Blasmusik-Manier inszeniert wurden, geriet recht schlageresk, was nicht Jedermanns Sache war. Hinzu kamen irritierende Einlagen wie der Auftritt eines mit süddeutschem Akzent vor sich hin schimpfenden Weihnachtsmanns, der mit seiner mürrischen Art so gar nicht zu dem vorab von Stefanie Stern vorgelesenen herzerwärmenden Brief eines kleinen Mädchens passen wollte. Und auch, als Ansager Peter Öhler Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch nebst Ehefrau sowie Veranstalter und Sponsoren nach vorne holte, wo sie auf einer Bank vor der Bühne Platz nehmen sollten, um dann einige Lieder später wieder zu gehen, konnte mit dieser Aktion wohl niemand so recht etwas anfangen.

Möglicherweise eine bayerische Tradition und sicher nett und als besondere Würdigung gemeint gewesen, immerhin hatten die Eventveranstalter einen super Job gemacht. Und das Motto des Abends lautete nun einmal „Bayerische Weihnacht“ – über Geschmack lässt sich eben (nicht) streiten. Und so gefiel einigen älteren Semestern gerade jene traditionelle Inszenierung besonders gut. Eine Besucherin: „Es ist schön, weil man alle Lieder kennt.“

„Ave Maria“ ist

gesanglicher Höhepunkt

Einer der Höhepunkte des ersten Parts war die von Stefanie Stern in Glitzerrobe vorgetragene andächtig-geistliche Gänsehaut-Arie „Ave Maria“. Ansager Peter Öhler sorgte indes mit heimeliger Erzählstimme und Weihnachtsgedichten und Geschichten zusätzlich für besinnliche Atmosphäre und schenkte den Zuhörern ein Gefühl von kindlicher Advents-Geborgenheit.

Ebenso die fulminante Beleuchtung und der toll geschmückte XXL-Weihnachtsbaum rechts neben der Bühne.

Im zweiten und dritten Teil des Abends herrschte dann im Publikum wieder klares Einvernehmen – und zwar ein überaus positives. Mit Ohrwürmern und Pop-Perlen wie dem aus dem Film „Sister Act“ bekannten „I will follow him“ (Paola Neri), „Dir gehört mein Herz“ aus Disneys „Tarzan“ (Phil Collins) und der spanischen Zigeuner-Legende „Hijo de la Luna“ im internationalen Part zeigte neben Stefanie Stern besonders Sängerin Denise Rustler ihr stimmliches Können.

Keyboarder und Frontmann Andy Steinsberger wusste ebenfalls als Sänger zu überzeugen, als er zum Abschluss des zweiten Teils zum Mikrofon griff und mit „What a wonderful world“ auf den Spuren von Jazz-Legende Louis Armstrong wandelte. Seine Intention: „Zwei Wochen vor den Anschlägen haben wir noch in Paris gespielt. Und ich bin einfach nur dankbar.“

Feierlich ging es danach im Finale weiter, in dem US-amerikanische Klassiker wie „Driving home for Christmas“, „Happy Christmas“ und „We are the World“ für beschwingte Stimmung und gute Laune sorgten und die Besucher daran erinnerten, worauf es in der Adventszeit, an Weihnachten und im gesamten Leben ankommt: gemeinsam fröhlich und glücklich zu sein.

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