Ab dem 1. Januar 2022

Stadtwerke Huntetal werden Strom-Grundversorger in Rehden und Wetschen

Ortstermin im Rehdener Rathaus zum Grundversorgerwechsel (v.l.): Samtgemeindebürgermeister Magnus Kiene, Wetschens Bürgermeister Andre Rempe, Rehdens Bürgermeister Heino Mackenstedt und Matthias Partetzke, Geschäftsführer der Stadtwerke Huntetal.
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Ortstermin im Rehdener Rathaus zum Grundversorgerwechsel (v.l.): Samtgemeindebürgermeister Magnus Kiene, Wetschens Bürgermeister Andre Rempe, Rehdens Bürgermeister Heino Mackenstedt und Matthias Partetzke, Geschäftsführer der Stadtwerke Huntetal.

Rehden – Die Stadtwerke Huntetal versorgen aktuell die meisten Haushaltskunden in den Gemeinden Rehden und Wetschen mit Strom und übernehmen damit zum 1. Januar 2022 die Funktion des Grundversorgers. Die erfüllt bislang das Unternehmen Eon Energie Deutschland.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die meisten Kunden von unseren Leistungen überzeugen konnten“, wird Matthias Partetzke, Geschäftsführer der Stadtwerke Huntetal, in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. „Wir danken unseren Kunden ganz herzlich für ihr Vertrauen.“ Magnus Kiene, Samtgemeindebürgermeister von Rehden, fügt hinzu: „Die Lage am Energiemarkt ist angespannt. Es freut mich, dass das kommunale Unternehmen Stadtwerke Huntetal als verlässlicher Energiedienstleister die Grundversorgung für die Gemeinden Rehden und Wetschen übernimmt.“

Grundversorger in einem Netzgebiet ist gemäß dem Energiewirtschaftsgesetz immer das Unternehmen, das vor Ort die meisten Kunden beliefert. Er wird alle drei Jahre neu bestimmt. Grundversorger haben mehrere Aufgaben, die andere Anbieter nicht haben. So beliefern sie Kunden bei Neueinzügen automatisch mit Energie, sofern kein anderer Vertrag besteht. Wenn ein anderer Energieversorger pleitegeht und seinen Kunden keine Energie mehr liefert, stellt der Grundversorger die Versorgung mit Strom und Gas ohne Unterbrechung sicher.

Da alle Haushaltskunden grundsätzlich Anspruch auf eine Grundversorgung haben, darf ein Grundversorger die Energiebelieferung nur ablehnen, wenn sie für ihn aus wirtschaftlichen Gründen nicht zumutbar ist. Für andere Versorger gilt das nicht. Eine Vertragskündigung durch den Grundversorger ist nur in Ausnahmefällen möglich, etwa wenn ein Kunde der Strom-Grundversorgungsverordnung in erheblichem Maße zuwiderhandelt, in dem er beispielsweise den Zähler manipuliert, oder wenn er trotz Mahnung wiederholt nicht zahlt.

Grundversorgungsverträge sind zwar meistens etwas teurer als Verträge mit einer ein- oder zweijährigen Laufzeit, haben für die Kunden aber den Vorteil, dass die gesetzlich festgeschriebene Kündigungsfrist nur zwei Wochen beträgt und sie somit flexibel bleiben.

Für die Rehdener und Wetscher, die ihren Strom bislang über einen Grundversorgungsvertrag der Eon beziehen, ändert sich mit dem Jahreswechsel zunächst nichts, wie die Stadtwerke auf Nachfrage erläutern. Sofern sie nicht selbst einen anderen Vertrag abschließen, gehen sie demnach übergangslos in einen Vertrag zu gleichen Bedingungen mit der Eon über. Kunden, die einen anderen Vertrag mit fester Laufzeit abgeschlossen haben, sind durch den Wechsel des Grundversorgers ohnehin nicht betroffen.

Die Stadtwerke Huntetal beliefern derzeit nach eigenen Angaben rund 21 000 Stromkunden. Davon haben etwa ein Viertel einen Grundversorgungsvertrag.

Die der Stadt Diepholz sind die Stadtwerke bereits seit Mitte 2006 Grundversorger, in der Samtgemeinde Barnstorf ohne Drebber seit dem 1. Januar 2010 und in der Gemeinde Wagenfeld ebenfalls seit dem 1. Januar 2010 (seit 2013 ohne Ströhen). Darüber hinaus sind die Stadtwerke in den gesamten vier Kommunen seit 2006 Gas-Grundversorger.

In den Gemeinden Barver, Dickel, Hemsloh und Drebber sowie im Wagenfelder Ortsteil Ströhen ist derzeit Eon Energie Deutschland der Grundversorger für die Strombelieferung.

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