Dickeler Sportverein erhält viel Unterstützung von Bürgern

Runderneuerung für Sportanlage

Zufrieden mit dem bisher Geschafften am Sportlerheim des SV Dickel: Nino Kröger (v.l.), Florian Makollus, Christian Gießelmann und Sebastian Bertels. 
Foto: Russ
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Zufrieden mit dem bisher Geschafften am Sportlerheim des SV Dickel: Nino Kröger (v.l.), Florian Makollus, Christian Gießelmann und Sebastian Bertels. Foto: Russ
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Dickel – Eigentlich sollten ja „nur“ das Sportlerheim grundlegend saniert und der Vorplatz neu gepflastert werden. Damit allein wären die Aktiven des Sportvereins Dickel schon gut beschäftigt gewesen. Aber wie das so ist bei Renovierungsarbeiten: Wenn man schon mal dabei ist, kann man auch dieses oder jenes „noch eben mitmachen“. So wurden spontan ein Streifen entlang des Spielfeldes gepflastert und eine befestigte Tribüne errichtet.

„Das war dann nicht an zwei Wochenenden gemacht, wie wir ursprünglich gedacht hatten, sondern hat zwei Monate gedauert“, erzählt Spartenleiter Fußball Nino Kröger. Aus geplanten 200 Quadratmetern Pflaster wurden 500. Außerdem setzten die Aktiven 300 Meter Bordsteine, um der Pflasterung einen glatten Abschluss zu geben. „Das war mit die schwierigste Arbeit“, sagt Kassenwart Christian Gießelmann mit Blick auf die schweren Platten, die präzise in die Erde gesetzt werden mussten.

Doch das Ergebnis belohnt für die Mühe. Die Besucher der Fußballspiele können künftig auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes am Spielfeldrand stehen und den Spielen bei Regen trockenen Hauptes von der mit einer Überdachung ausgestatteten Tribüne aus folgen. „Wir wollen natürlich, dass möglichst viele aus dem Dorf kommen. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr“, scherzt Gießelmann.

Während im Außenbereich nur noch ein paar Kleinigkeiten wie das Anlegen pflegeleichter Schredderbeete fehlen, wird am Sportlerheim selbst weiterhin kräftig gewerkelt. Das Dach hat bereits neue Pfannen bekommen. Zuvor wurden die alten Balken und Überstände ersetzt. „Die waren nach 30 Jahren hinüber“, so Gießelmann. Das neue Dach ist der finanziell größte Posten, weil dort laut Kassenwart noch Asbest verbaut war, der als Sondermüll kostspielig entsorgt werden musste.

Die neuen Türen und Fenster sind ebenfalls bereits installiert. Aktuelle Großbaustelle sind die sanitären Anlagen. Die Räume werden komplett entkernt und bekommen neue Leitungen, Duschen, Decken, Fliesen und WC-Anlagen sowie eine moderne Lüftungsanlage. Bei den Planungen haben die Aktiven auch auf Barrierefreiheit geachtet, wie Kröger betont.

Für die gesamte Sanierung wurden laut Gießelmann Kosten in Höhe von 80 000 bis 90 000 Euro ohne Eigenleistung und ohne die zusätzlichen Pflasterarbeiten veranschlagt. Getragen werden sie vom Kreissportbund, der Gemeinde und dem Förderverein „Sportkult Dickel“. „Dadurch, dass wir viel selber machen, werden wir das aber deutlich drücken.“

„Wir“, das sind neben den Mitgliedern auch viele Dickeler, die sonst nicht im Verein aktiv sind. „Wenn wir gefragt haben, waren immer mehr als genug Helfer zur Stelle“, freuen sich Kröger und seine Mitstreiter über die große Unterstützung. Einige kämen auch spontan vorbei, um mit anzupacken. Gearbeitet wird am Wochenende, aber auch unter der Woche nach Feierabend. Einige nutzten auch Urlaubstage, um zu helfen, so Kröger. „Wenn man morgens kommt und abends sieht, was man den Tag über geschafft hat, ist das ein tolles Gefühl“, sagt er.

Bis Ende Juli soll möglichst alles fertig und die Anlage für den Saisonstart herausgeputzt sein, der derzeit für September anvisiert ist. Die Aktiven des Sportvereins erhoffen sich von der neuen Anlage auch, den ein oder anderen Dickeler zur Mitarbeit im Verein zu motivieren.

Von Melanie Russ

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