Marika Bunke möchte mehr Zeit mit Kindern verbringen

Rehdener Kita-„Urgestein“ geht nach Barver

 Marika Bunke (links), Urgestein und Leiterin der DRK-Kita Purzelbaum, die Rehdener Einrichtung, und . Fachbereichsleiterin Tanja Schünemann-Iloge
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Marika Bunke (links), Urgestein und bisherige Leiterin der DRK-Kita Purzelbaum, verließ die Rehdener Einrichtung, um im Kindergarten Barver als Gruppenleiterin wieder näher an den Kindern zu sein. Fachbereichsleiterin Tanja Schünemann-Iloge sprach ihr zum letzten Arbeitstag in Rehden große Wertschätzung und Dank aus.

Rehden – Mit 60 Lenzen zählt Marika Bunke noch lange nicht zum alten Eisen und auch Gedanken an den Ruhestand sind eigentlich noch in weiter Ferne. Doch in einem ist sie sich sicher: Bis zur Rente möchte die bisherige Einrichtungsleiterin der DRK-Kindertageseinrichtung Purzelbaum in Rehden wieder mehr direkt mit den Kindern arbeiten.Ihre Konsequenz: Die ging freiwillig zurück in die zweite Reihe und gab nach einem viertel Jahrhundert mit dem heutigen letzten Augusttag die Leitung der Einrichtung ab. Schon am nächsten Tag erfüllte sie sich ihren Wunsch und begann als Gruppenleiterin in der DRK-Kita in Barver.

Seit dem Bau und der Eröffnung der Rehdener Kita, die vor kurzem erst ihr 25-jähriges Bestehen feierte, hat Marika Bunke quasi als Ur-Gestein die Leitung inne gehabt. Hierfür hatte sie bereits elf Jahre Leitungserfahrung aus einem Stemweder Kindergarten mitbringen können. „Nach dreijähriger Erzieherinnen-Ausbildung und nur eineinhalb Jahren Erfahrung als Gruppenleiterin hab ich die erste Leitungsfunktion übernommen“, sagt sie und ergänzt schmunzelnd: „Was ich damals unbedarft angegangen bin, davon würde ich heute vieles anders machen.“ Viele Jahre war sie Einrichtungs- und Gruppenleiterin zugleich. „Anfangs waren wir auch nur zwei Gruppen und vier Erzieherinnen“, erinnert sie sich an die Zeit nach der Eröffnung. Die Betreuungszeit betrug von 8 bis 12 Uhr lediglich vier Stunden. Die Anforderungen an die Kinderbetreuung stiegen und mit dem Wachstum der Samtgemeinde Rehden wuchs auch der Raumbedarf. Das erste Gebäude wurde nach und nach erweitert. 2009 wurde ein Krippenbau ergänzt, 2015 folgte ein Kindergartenanbau und 2017 schließlich der Neubau der Krippe. Im September 2004 wurde die erste Integrationsgruppe eingerichtet, 2016 folgte eine zweite. Aktuell werden acht Kinder mit Unterstützungsbedarf betreut.

„Das bedeutete neben Bau und Ausstattung auch immer wieder Schulungen, um aktuell qualifiziert zu sein“, sagt Bunke. Mehr Gruppen und die Einrichtung einer Kinderkrippe, dazu immer wieder Erweiterungsbauten machten eine Freistellung erforderlich, um den Verwaltungsaufwand, den eine Leitungsposition mit sich bringt, gerecht zu werden.

Stetiges Wachstum erfordert Freistellung

„Die Freistellung zur ausschließlichen Leitung hat dies irgendwann erleichtert“, sagt auch die scheidende Einrichtungsleiterin. „Obwohl ich nicht mehr permanent in den Gruppen mitgearbeitet habe, ist der Kontakt zu den Kindern nicht abgerissen.“ Und dennoch habe sie sich für die letzten Berufsjahre wieder mehr praktische Arbeit mit den Kindern gewünscht, den Wunsch, die Leitung der Rehdener Kita abzugeben, an den DRK-Kreisverband hergetragen.

„Für uns war klar, dass wir Marika Bunke einen guten Vorschlag machen wollten“, betont Fachbereichsleiterin Tanja Schünemann-Iloge. Zu langem Überlegen sei es jedoch nicht mehr gekommen. Das Kita-Team aus Barver hatte sich bereits eigenständig darum bemüht, Marika Bunke in ihre Reihen zu holen.

„Wichtig war uns vor allem, dass Marika bleibt, wenn sie geht“, sagt Schünemann-Iloge und blickt beim Verabschiedungsbesuch auf das engagierte Wirken der Einrichtungsleiterin zurück. „Die Rehdener Kita stand von Anfang an unter Deiner Leitung. Du hast alles mitgeplant, durchdacht Vorschläge gemacht, viel Zeit und Herzblut reingesteckt, weit über die normale Arbeitszeit und den Umfang Deiner Stelle hinaus, dazu das Team motiviert, selbiges zu tun.“, lobte sie. „Diese Einrichtung trägt durch und durch Deine Handschrift.“

Hohes Arbeitsvolumen oft nicht sichtbar

Besonders Marika Bunkes unkompliziertes, meist wie selbstverständlich klingendes „Das machen wir“ hätte sie bis heute immer wieder aufs Neue beeindruckt, so Schünemann-Iloge weiter. „Die Selbstverständlichkeit mit der Marika plante, Kita-Erweiterungen und den Bau der neuen Krippe in Angriff nahm, ließ manchmal vergessen, welch hohes Arbeitspensum dahinter steht.“

Mit dem Ausscheiden Marika Bunkes entschloss sich der DRK-Kreisverband, Kita und Krippe jeweils eigenständig werden zu lassen und für jede Einrichtung eine Leiterin zu benennen (Bericht folgt).

Einmal tief Durchatmen wird Marika Bunke an ihrem heutigen letzten Arbeitstag in der Rehdener Kita nur kurz. Denn am späten Nachmittag geht es für die umtriebige Erzieherin direkt zur Teamsitzung nach Barver. Auch für ihre alte neue Tätigkeit hat sie schon viele kreative Ideen, die sie im Team und mit den Kindern ausprobieren möchte.

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