99.600 Euro Überschuss erwartet

Rehdener Haushalt gut aufgestellt

Rehden - Von Melanie Russ. Von „sehr, sehr guten Ausgangsdaten“ berichtete Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch eingangs der Haushaltsverabschiedung im Rehdener Samtgemeinderat am Dienstagabend. Ein Überschuss in Höhe von 99 600 Euro ist im Ergebnishaushalt vorgesehen, der zum Jahresende die derzeit mit rund 4,7 Millionen Euro gut gefüllte Überschussrücklage weiter wachsen lassen soll. Bei derartig guter Ausgangslage hatten die Ratsmitglieder keinen Diskussionsbedarf mehr und stimmten der Haushaltssatzung einmütig zu.

Im Ergebnishaushalt stehen Erträgen in Höhe von 7,63 Millionen Euro Aufwendungen von 7,53 Millionen Euro gegenüber. Auf dem „Sparbuch“ liegen 2,61 Millionen Euro. Das sei eine gute Ausgangssituation, obwohl in den vergangenen Jahren erheblich in Kitas, Schulen, Feuerwehr und Gemeindeverbindungsstraßen investiert worden sei, so Bloch.

Trotz der guten Rahmenbedingungen ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 2,5 Millionen Euro für den Neubau des Rathauses eingeplant. Den könnte die Samtgemeinde zwar auch fast aus eigenen Mitteln bezahlen. Angesichts der niedrigen Zinsen – Gemeinden erhalten noch günstigere Konditionen als Privatpersonen – sieht die Verwaltung aber eine Möglichkeit, ihre Liquidität zu bewahren. Ob der Kredit in Anspruch genommen wird, muss der Rat noch entscheiden. Der Neubau soll etwa drei Millionen Euro kosten. Die Schulden der Samtgemeinde belaufen sich aktuell auf 21.717 Euro.

Die größte Einnahmequelle ist nach wie vor die Samtgemeindeumlage. 5,39 Millionen Euro erhält sie in diesem Jahr von ihren Mitgliedsgemeinden, das entspricht etwa 70 Prozent der Gesamterträge. Allerdings übernehme die Samtgemeinde auch viele Aufgaben, betonte Bloch und nannte unter anderem Kitas, Schulen und Feuerwehren.

Etwa 1,1 Millionen Euro in die frühkindliche Bildung investiert 

Bei den Aufwendungen schlägt die Finanzausgleichsumlage mit etwa 1,28 Millionen Euro zu Buche, die die Samtgemeinde wegen ihrer starken Finanzkraft zu zahlen hat. Etwa 1,1 Millionen Euro investiert sie in die frühkindliche Bildung, deren Bedeutung Bloch besonders hervorhob. Bezüglich der Krippen und Kitas, aber auch bei den Grundschulen bekomme die Verwaltung sehr gutes Feedback von den Bürgern. „Es ist sehr wichtig, dass wir einen guten Leumund haben“, betonte er die Wichtigkeit dieses Bereichs für das Wachstum der Samtgemeinde. Gesondert erwähnte er die für den Umbau der Grundschule Barver eingeplanten 350.000 Euro. „Es ist wichtig, dass man Orte wie Barver nicht abhängt.“

Heino Mackenstedt, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft, ging in seinen Ausführungen auf die „größten Brocken“ im Haushalt ein. Neben den genannten 1,1 Millionen Euro („Wir sind froh, dass wir so eine gute Kinderbetreuung bieten können.“) sprach er unter anderem die Digitalisierung der Rathaus-Akten (52.000 Euro), die Planungskosten für einen Radweg in Düversbruch (15.000 Euro), den Breitbandausbau und ein Gutachten für die Kläranlage in Barver (30.000 Euro) an. Letzteres soll ergründen, ob die Betriebskosten gesenkt werden können.

SPD-Fraktionschef Ralf Höfelmann sprach ebenfalls die Wichtigkeit der geplanten Investitionen in die Infrastruktur an. Und da alle großen Baustellen abgearbeitet worden seien, könne man jetzt den dringend erforderlichen Rathausneubau angehen. Die Schließung der Grundschule Barver bedauert er, freut sich aber über den Umbau in eine Kinderbetreuungseinrichtung.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa-avis

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