Anrührende Geschichte

María Gómez aus Rehden erhält 5000 Euro für kranke Oma in Bolivien

María Gómez aus Rehden und ihre Großmutter in Bolivien.
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Ein Bild aus glücklichen Tagen: María Gómez und ihre Großmutter in Bolivien.

Maria Gomez aus Rehden wollte 1000 Euro für ihre kranke Oma gewinnen und rührte die Menschen mit ihrer Geschichte zu sehr, dass es am Ende 5000 Euro wurden.

  • Rehdenerin María Gómez berührt Radio-Hörer mit Geschichte über ihre kranke Oma in Bolivien.
  • 5.000 Euro für lebensrettende Herz-Operation.
  • Großmutter hat María Gómez wie eine Mutter aufgezogen.

Die Rehdenerin hatte sich als Kandidatin für „Deine 1.000 Euro Entscheidung bei Antenne Niedersachsen“ beworben. Am Donnerstagmorgen meldeten sich dann tatsächlich Timm „Doppel-M“ Busche und der Schollmayer in der Morgenshow „anders&wach“ bei María Gómez. Mit der Geschichte ihrer Großmutter, die sie großgezogen hatte, rührte sie einige Hörer so sehr, dass sie beim Sender anriefen und Spenden zusagten.

Laut Antenne Niedersachsen kamen so etwa 5.000 Euro zusammen, davon 3.000 Euro von einem anonymen Spender. „Ich hätte niemals gedacht, dass so viele Menschen spenden würden“, sagt eine überglückliche María Gómez im Gespräch mit der Kreiszeitung. „Das ist eine riesige, riesige Hilfe.“

Großmutter wäre fast gestorben

Ihre Großmutter habe sich schon mehreren Operationen unterziehen müssen, die letzte vor etwa einem Jahr sei eine Notoperation gewesen, nachdem ihr Herzschrittmacher versagt habe. „Sie ist fast gestorben“, sagt María Gómez. Die 20-Jährige kann sich noch gut an den Tag vor etwa einem Jahr erinnern, als ihre Großmutter im fernen Bolivien etwa sechs Stunden auf dem Operationstisch lag. Sie sei den ganzen Tag nicht sie selbst gewesen und habe nur an ihre Oma denken können, erzählt sie. Dass Gómez in dieser Zeit nicht für ihre Großmutter da sein konnte, schmerzte sie sehr.

Timm „Doppel-M“ Busche (unten links) und der Schollmayer überraschten María Gómez (oben) in der Morgenshow „anders&wach“ von Antenne Niedersachsen mit einem 1000-Euro-Gewinn für ihre kranke Großmutter. Hörer erhöhten die Summe spontan auf rund 5000 Euro.

Die Operation mussten die Großeltern selbst bezahlen und dafür einen Kredit über 30. 000 Dollar aufnehmen, wie die 20-Jährige berichtet. Anders als in Deutschland gebe es in Bolivien keine gesetzliche Krankenversicherung. Die Menschen seien privat oder, wenn sie Glück haben, über ihren Arbeitgeber versichert. Oder eben gar nicht, wenn sie es sich nicht leisten können.

Ihr Großvater sage immer, sein Lohn reiche nur zum Essen und zum Abbezahlen der Kredite. Und es dauere nicht mehr lange, bis er in den Ruhestand gehe. „Ich habe immer gehofft, dass ich eine gute Arbeit finde und sie finanziell unterstützen kann“, sagt María Gómez. Doch als Auszubildende ist das momentan noch schwierig. Also versuchte sie bei Antenne Niedersachsen ihr Glück. Dank der 5.000 Euro, die auch mithilfe der Spender zusammenkamen, müssen sich ihre Großeltern nun ein bisschen weniger Sorgen darum machen, die nächste Rate bedienen zu können. „Ich bin allen Spendern unheimlich dankbar“, betont die 20-Jährige.

Großmutter war wie eine Mutter für María Gómez

Die Beziehung zu ihrer Großmutter beschreibt María Gómez als eine ganz besondere, denn viele Jahre war sie eine Ersatzmutter für sie. Als ihre Mutter mit 21 Jahren schwanger geworden sei, habe ihr Vater sie verlassen, berichtet die 20-Jährige. Also musste ihre Mutter für die kleine Familie sorgen. Sie fand schließlich Arbeit in Spanien. „Ich war damals noch zu klein. Meine Mutter hätte keine Zeit gehabt, sich um mich zu kümmern.“ Also blieb sie in Bolivien bei ihrer Oma.

Nach einigen Jahren verbesserte sich die Situation ihrer Mutter, sie heiratete einen Spanier und holte ihre Tochter aus Bolivien zu sich. 2015 kamen María Gómez und ihre Familie, zu der inzwischen auch eine Halbschwester gehörte, nach Deutschland, wo ihr Stiefvater einen Job gefunden hatte.

Die heute 20-Jährige und ihre Großmutter haben sich seither nicht mehr persönlich gesehen, sprechen aber häufig per Telefon oder Videoanruf miteinander. Damit es bald ein Wiedersehen gibt, haben die Antenne-Moderatoren spontan noch Flugtickets nach Bolivien oben drauf gelegt. Obwohl die Sehnsucht groß ist, wird María Gómez mit dem Flug wegen der Corona-Pandemie aber noch etwas warten. „Sonst hätte ich das sofort gemacht.“

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