Vortrag über Kneipenkultur Geestmoor gut besucht

Geschichten und Anekdoten über historische Gaststätten

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Das Mitte des 19. Jahrhunderts gegründete Gasthaus Kahling-Recker in Wetschen war ein beliebter Treffpunkt, wie das Foto aus dem Jahr 1929 zeigt.  

Rehden - Zu einem Vortrag über die Gaststätten in der Samtgemeinde Rehden hatte die Arbeitsgruppe Kneipenkultur Geestmoor geladen, die derzeit die Veröffentlichung eines gleichnamigen Buches im kommenden Jahr vorbereitet. Mehr als 50 Interessierte begrüßte Ralf Nüßmann im Clubraum der Gaststätte Nüßmann-Neumeier in Düversbruch.

Er dankte Samtgemeindearchivar Dieter Plaggemeyer, der seit knapp drei Jahren an den Inhalten und Geschichten zu den einzelnen Gaststätten arbeitet. Dabei erhält Plaggemeyer Unterstützung von Wilhelm Hollberg, der aus seinem großen Fundus aus Barver das Buchprojekt unterstützt. Über die Wetscher Gaststätten hat Dietrich Stöhrer einige Informationen zusammengetragen.

In einer Zeitreise berichtete Plaggemeyer Wissenswertes über zwölf Gaststätten und bereicherte seinen Vortrag durch einige Anekdoten. Start der „Rundreise“ war im Gasthaus Nüßmann-Neumeier. Der Gründer dieser Gaststätte, Alfred Sandmann, besänftigte ungeduldige Gäste mit seinem Spruch: „Kinners, dat is hier en Gasthus un kin Driefhus, ich kriege jau noch alle satt.“

Bei einigen Zuhörern kamen Erinnerungen auf. So zum Beispiel von den Tanzveranstaltungen Anfang der 1950er-Jahre auf der drehbaren Tanzfläche in der Bergschenke Kellenberg. Diese Gaststätte war wegen der vielfältigen Beleuchtung auch als „1 000-Laternen“ bekannt. Das Mitte des 19. Jahrhunderts gegründete Gasthaus Kahling-Recker in Wetschen war ebenfalls ein beliebter Treffpunkt.

Eine historische Aufnahme des Gasthauses Leukering-Ahlers.

Nach dem Vortrag genossen die Teilnehmer ein Gänseessen und tauschten einige interessante Anekdoten aus. Vielleicht finden sie ja den Weg in das Buch „Kneipenkultur Rehden“.

Am Ende der Veranstaltung verteilte die Arbeitsgruppe Fragebogen, mit denen Interessierte weitere schöne und lustige Geschichten und Anekdoten für den humorvollen Teil des Buches zur Verfügung stellen können. Alternativ können Informationen über das Kontaktformular auf der Homepage der Arbeitsgruppe mitgeteilt werden. Damit erhofft sich die Arbeitsgruppe noch mehr „Würze“ für das Buch.

Auch Timo Friedhoff, Gemeindearchivar aus Wagenfeld, unterstützt die Arbeitsgruppe. Er hat Interessantes und Historisches zum Thema „Essen und Trinken“ zusammengetragen.

Ende März 2019 soll das Projekt „Kneipenkultur Geestmoor“ inhaltlich abgeschlossen werden. Die Fertigstellung ist so geplant, dass der Verkauf des Buches zum Herbstmarkt in Rehden Anfang Oktober 2019 starten kann. Um die Auflage planen zu können, sind Vorbestellungen beziehungsweise Reservierungen ab sofort möglich.

www.kneipenkultur-geestmoor.de

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