Rehden: Tim Dalley ist Ansprechpartner für Asylsuchende und Helfer

Ein neues Gesicht für die Flüchtlingsarbeit

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Tim Dalley (2.von rechts) wurde von Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch (links), Fachdienstleiter Andreas Schnichels und Gisela Fröhlke-Schnelle (Bethel im Norden) herzlich begrüßt.

Rehden - Ein neues Gesicht bereichert seit Mitte Februar die Flüchtlingsarbeit in der Samtgemeinde Rehden: Tim Dalley wird sich als Sozialfachkraft zukünftig um die Belange der ankommenden Asylsuchenden kümmern und mehr noch – auch die ehrenamtlichen Helfer finden in ihm einen Ansprechpartner, der sie bei Fragen und Problemen unterstützt und begleitet.

„Wir haben mit der Schaffung dieser Stelle einen Grundstein für Neustrukturierung der Sozialarbeit in der Samtgemeinde gelegt“, so Samtgemeindebürgermeister Hartmut am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Mitarbeiters. „Die Anforderungen an die Sozialarbeit in der Samtgemeinde haben sich verändert. Darauf mussten auch wir reagieren, um den Herausforderungen, die insbesondere durch die Flüchtlingsproblematik auf uns zu kommen, gerecht zu werden.“

Erneut weiß er die Stiftung Bethel im Norden kooperierend an der Seite der Samtgemeinde. „Für die Schulsozialarbeit und den „runden Tisch“ der Samtgemeinde haben wir in Manuela Spahr seit langem eine kompetente Ansprechpartnerin. Die offene Jugendarbeit kam unter Leitung von Katharina Stüven erfolgreich hinzu. Jetzt gehen wir erneut eine Früchte tragende Kooperation ein“, freute sich Bloch ebenso wie Gisela Fröhlke-Schnelle, pädagogische Leiterin des Fachzentrums für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der gemeinnützigen Stiftung. Für die Flüchtlings- und die offene Jugendarbeit sei nun eine ganze Stelle geschaffen worden. Die Jugendarbeit wird Tim Dalley in Kürze von Stüven übernehmen, die andere Aufgaben innerhalb der Stiftung übernimmt.

„Wir haben überlegt einen neuen Fachbereich eigens für Flüchtlinge zu eröffnen, aber es macht wenig Sinn. Da können wir besser gezielt in den Kommunen vor Ort helfen, wo die Asylsuchenden untergebracht sind“, stellt Ingolf Semper von Bethel im Norden heraus. Der übergreifende Austausch und die Vernetzung unter den Kollegen seien für alle, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, gewinnbringend und bringe zudem Qualität auf hohem Niveau hervor. „Die mittlerweile rund 30 ehrenamtlichen Helfer hier in der Gemeinde machen einen tollen Job“, sprach Bloch ein dickes Lob aus. „Doch auch sie brauchen einen Ansprechpartner für Probleme und Fragen, für fachliche Begleitung und Koordination, damit sie nicht irgendwann die Lust verlieren.“

„86 Flüchtlinge leben derzeit in der Samtgemeinde, 20 weitere werden in dieser Woche eintreffen. Bis zum 30. April soll die Zahl auf 127 Asylsuchende wachsen“, gibt Fachdienstleiter Andreas Schnichels einen Überblick. „Die Flüchtlingsarbeit hat in ihrer Komplexität stark zugenommen. Denn auch die dezentrale Betreuung in den derzeit 32 Wohneinheiten erfordert großen Aufwand. Sozialpädagogische und psychosoziale Beratung, Sprachförderung, Beratung bei den Formalitäten von Asylverfahren, Beratung bei Weiterwanderungs- und Rückkehrabsicht, aber auch Netzwerkarbeit, kulturelle Öffnung, Öffentlichkeitsarbeit und die Koordination der Ehrenamtlichen zählen künftig zu Dalleys Aufgabenspektrum. „Auch die Begleitung alleinreisender Jugendlicher wird ein nicht zu unterschätzendes Aufgabengebiet sein“, weiß der 32-jährige Wetschener, der neben seinem bald abgeschlossenen Studium bereits Erfahrungen in der intensiv-pädagogischen Nachmittagsbetreuung sowie in einer Behindertenwerkstatt der Stiftung Erfahrungen gesammelt hat. „Doch ich freue mich, wenn ich von Kollegen mit längerer Berufserfahrung noch dazu lernen kann.“

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