Heimatverein Samtgemeinde Rehden lädt ein

Plaudern in gemütlicher Runde

+
Friedhelm Wiegmann (hinten links) erklärt den Heimatvereinsmitgliedern in Düversbruch die Planung des Vereins „Unser Bruch“ zum Fahrradwegkonzept. „Ich würde mich über Unterstützung freuen“, sagt der Vorsitzende. 

Düversbruch - Traditioneller Klönabend des Heimatvereins Samtgemeinde Rehden im Gasthaus Nüßmann-Neumeier in Düversbruch: Die Dümmer Musikanten legten vor mit dem Seemannslied „Fahr mich in die Ferne mein blonder Matrose“.

„Aber wie ist eigentlich Klönen in den Lexika definiert?“, das hatte Vorsitzender Helmut Elver nachgeschlagen. „Klönen ist gemütliches Plaudern“, stünde da und deshalb wolle der Heimatverein den Abend nicht nonstop vollstopften mit Programmpunkten, sondern habe sich auf die Hintergrundmusik der Dümmer Musikanten und die Sachstanderläuterung von Wiegmann konzentriert.

Friedhelm Wiegmann, Vorsitzender des Vereins „Unser Bruch“, informierte über die Planungen und den Kampf um einen Radweg entlang der Burlager Straße: „Unser Bruch – sicher zwischen Wagenfeld und Dümmer See per Rad“.

Sicherer Fahrradweg

Das mitgebrachte Banner lieferte bereits viel Aufschluss über die Forderung eines sicheren Fahrradweges an der Burlager Straße. „Natürlich suchen wir auch ihre Unterstützung, denn ein Verein mit vielen Mitgliedern bekommt mehr Gehör, als eine Bürgerinitiative oder Unterschriftenaktion“, berichtete er aus Erfahrung. Wo der Verein „Unser Bruch“ lang möchte, der für einen Radweg entlang eines Teils der L 345 um den Bereich ihrer Dorfgemeinschaftspunkte wie „Platz der Brücher“, Feuerwehrgerätehaus, Schützenhalle und Landgasthaus Nüßmann-Neumeier kämpft, erklärte der Vorsitzende. 

„Leider sind wir beim Radwegekonzept Niedersachsen mit unserer 3,37 Kilometer langen Basisstrecke ,Dorfstraße' nur in den ,weiteren' nicht ,vordringlichen' Bedarf eingestuft worden.“ Das Angebot von Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Es können freiwillige Leistungen engagierter Kommunen die Realisierung einzelner Projekte auch weiterhin beschleunigen“, ließ Wiegmann wirken. Die Schlußfolgerung des Vereins „Unser Bruch“ dazu war so: „Chronische Unterfinanzierung durch das Land, aber zusammen mit den Gemeinden und dem Landkreis ist eine Realisierung durchaus möglich“.

Und die Brücher hatten bei ihren akribischen Untersuchungen der Verkehrsdichte, der Gefahrenpunkte, der Geschwindigkeiten nicht mal eben von Burlage bis Wagenfeld einen Radweg gefordert, der pro Meter etwa 200 Euro pauschal kostet, sondern vorhandene Nebenstrecken und Anbindung an Nebenstrecken mit eingeplant. „Der geforderte Radweg der stark frequentierten Burlager Straße ist eine Stärkung des ländlichen Raumes und der Dorfgemeinschaft. Und eine Schließung der Tourismusstrecke Dümmer See – Moorwelten“, so Wiegmann in seinem Plädoyer.

Der aktuelle Arbeitsstatus umfasst folgende Punkte: Intensive Gespräche mit der Samtgemeinde Rehden, die Ausarbeitung der genauen Streckenführung, Eingrenzung des Kostenrahmens, die Einbindung betroffener Anlieger und die Auslotung möglicher Fördermittel durch Regionalmanagerin Dorothea Dürkop von der Kreis- und Regionalentwicklung im Landkreis Diepholz. Hierzu hätte man noch bis zum 15. Februar zur Antragstellung Zeit. Mit einem „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, beendete Wiegmann seine Ausführungen.  

sbb

Mehr zum Thema:

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Verden: Tanz macht Schule 

Verden: Tanz macht Schule 

Meistgelesene Artikel

Festnahme am Diepholzer Bahnhof

Festnahme am Diepholzer Bahnhof

Schüler (15) von Hund gebissen - Halter flüchtig

Schüler (15) von Hund gebissen - Halter flüchtig

Auch Sitzen kann eine körperliche Belastung sein

Auch Sitzen kann eine körperliche Belastung sein

Weihnachtliche Kulturtage: Wintersonne sorgt für Hochbetrieb

Weihnachtliche Kulturtage: Wintersonne sorgt für Hochbetrieb

Kommentare