Erweiterung geplant

Mehr Platz für Sandabbauunternehmen Peters Sand

Das Firmengelände von Peters Sand in Hemsloh soll erweitert und umstrukturiert werden.
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Das Firmengelände von Peters Sand in Hemsloh soll erweitert und umstrukturiert werden.

Das Sandabbauunternehmen Peters Sand in Hemsloh möchte sein Betriebsgelände erweitern und umstrukturieren. Die Politik bringt die dafür erforderliche Bauleitplanung auf den Weg.

Hemsloh – Das Sandabbauunternehmen Peters Sand in Hemsloh möchte sein Betriebsgelände unweit der B239 erweitern und neu strukturieren. Ohne Weiteres ist das allerdings nicht möglich, denn der fragliche Bereich ist im Flächennutzungsplan zum Teil als landwirtschaftliche Fläche, zum Teil als Wald ausgewiesen und bislang auch nicht überplant. Um dem Unternehmen eine weitere Entwicklung zu ermöglichen, wollen Samtgemeinderat Rehden und Gemeinderat Hemsloh nun für ein etwa drei Hektar großes Areal Baurecht schaffen.

Den Auftakt machte am Mittwochabend der Planungs-, Bau-, Straßen- und Umweltausschuss der Samtgemeinde, der die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg brachte. Der zu überplanende Bereich umfasst das Betriebsgelände westlich des Kellenberger Schulwegs, die Flächen auf der gegenüberliegenden Seite nördlich und südlich der Straße „Am See“ sowie die Fläche direkt an der Bundesstraße, die das Unternehmen in Absprache mit dem Landkreis Diepholz bereits seit einigen Monaten als Lagerplatz für Baustoffe nutzt.

Laut Planungsunterlagen sollen eine neue Lagerhalle und ein neues Betriebsgebäude mit Büro-, Besprechungs- und Aufenthaltsräumen für die Mitarbeiter entstehen. Außerdem sind weitere Stellplätze für den in den vergangenen Jahren gewachsenen Fuhrpark und die gestiegene Zahl der Mitarbeiter geplant.

Da sich das Plangebiet zu einem großen Teil im Landschaftsschutzgebiet „Kellenberg“ befindet, ist eine Löschung des Schutzstatus’ in diesem Bereich erforderlich. Einen entsprechenden Antrag hat die Samtgemeinde bereits beim Landkreis beantragt. In einer ersten Ausschusssitzung sei er bereits positiv beschieden worden, berichtete Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch am Mittwochabend. Nach seiner Einschätzung ist die Teillöschung auch völlig unproblematisch. „Viele Bäume stehen da ohnehin nicht“, so Bloch.

Darüber hinaus wird dem Plangebiet im Regionalen Raumordnungsprogramm eine besondere Bedeutung für die Rohstoffgewinnung (Sand), für Wald, Erholung sowie Natur und Landschutz beigemessen.

Diese Belange muss die Samtgemeinde im Rahmen des Planverfahrens mit dem Interesse der Kommune, ihre Wirtschaft zu stärken, abwägen. Die Samtgemeinde misst der Bereitstellung von weiterem Gewerbebauland in diesem Fall mehr Gewicht zu als den Belangen Wald, Natur und Erholung. Hartmut Bloch nannte dafür mehrere Gründe. Zum einen handele es sich um einen mit drei Hektar relativ kleinen Bereich am Rand der Vorbehaltsgebiete, zum anderen sei das Plangebiet bereits stark durch Gewerbe vorbelastet. Da es sich um ein Sandabbauunternehmen handele, stehe das im Einklang mit dem Vorrang der Rohstoffgewinnung.

Als Kompensation für die von Peters Sand geplanten Maßnahmen soll zum einen eine gut zwei Hektar große Fläche in Hemsloh als Laubmischwald aus heimischen Arten aufgeforstet werden. Zum anderen soll eine gut ein Hektar große Grünlandfläche in Barver aufgewertet werden. Möglich wären hier laut Planungsbüro die Entwicklung eines feuchten Erlenwalds auf einer Teilfläche sowie eine extensive Nutzung der restlichen Fläche oder die Entwicklung einer Brache. Konkrete Maßnahmen sollen im Laufe des Änderungsverfahrens festgelegt werden.

Nächster Schritt im Verfahren ist nun die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und Träger öffentlicher Belange.

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