In 40 Jahren kräftig gewachsen

Familienunternehmen Peters Sand stellt Weichen für langfristige Entwicklung

Die Beton-„Tankstelle“ ist die neuste Anschaffung von Clemens Kahle (links), Kerstin Kahle und Reinhardt Peter, den drei Chefs des Hemsloher Familienunternehmens Peters Sand.
+
Die Beton-„Tankstelle“ ist die neuste Anschaffung von Clemens Kahle (links), Kerstin Kahle und Reinhardt Peter, den drei Chefs des Hemsloher Familienunternehmens Peters Sand.

Seit den Anfängen 1980 ist das Hemsloher Familienunternehmen Peters Sand kräftig gewachsen. Und weil Sohn Clemens Kahle die Geschäfte weiterführen will, wächst es weiter.

Hemsloh – Seit den Anfängen im Jahr 1980 hat sich beim Hemsloher Familienunternehmen Peters Sand, das am Kellenberg drei Sandgruben betreibt, einiges getan. Das Portfolio ist stetig gewachsen, umfasst mittlerweile Erd- und Abbrucharbeiten, Sand- und Kieslieferungen sowie Transport-Dienstleistungen. Mit dem Angebot wuchsen auch der Fuhrpark, der aktuell 15 Lkw, sieben Radlader, vier Bagger und weitere Baumaschinen umfasst, und die Zahl der Mitarbeiter.

Reinhardt Peter war vor 40 Jahren mit drei Kräften gestartet, heute beschäftigt das Unternehmen 22 Mitarbeiter und mehrere Aushilfen. Weil es auf dem Firmengelände eng geworden ist, möchte die Familie wie berichtet gerne erweitern. Samtgemeinde- und Gemeinderat schaffen dafür aktuell die bauleitplanerischen Voraussetzungen.

Die Entscheidung, den Betrieb zu vergrößern und weitere Maschinen anzuschaffen, sei gefallen, nachdem klar war, dass Sohn Clemens Kahle das Familienunternehmen weiterführen würde. „Wir hätten für uns nicht mehr erweitert“, sagt seine Mutter und Mitgeschäftsführerin Kerstin Kahle.

Clemens trat nach der Ausbildung vor etwa vier Jahren ins Unternehmen ein. „Etwas anderes will ich gar nicht machen. Ich bin ja mit dem Betrieb aufgewachsen“, erklärt der Juniorchef. Auch wenn die Führung eines eigenen Unternehmens viel Arbeit bedeutet. Acht-Stunden-Tage gebe es da nicht. Meistens seien es 13 bis 14 Stunden. „Es geht nur mit Spaß an der Arbeit“, weiß Kerstin Kahle.

Neueste Anschaffung ist eine Beton-„Tankstelle“, die in der kommenden Woche in Betrieb geht. Mit der vollautomatischen Betonmischanlage können Profi- und Privatkunden Frischbeton selbst und ohne Vorbestellung zapfen. Sie können laut Clemens Kahle per Tastendruck je nach Verwendungszweck aus 16 Rezepten auswählen, sei es für Estrich, Fundament, Randsteine oder ähnliches. Mindestabnahmemenge sind 0,25 Kubikmeter.

Baulich steht laut Kerstin Kahle als erstes die dringend notwendige Erweiterung des Bürotrakts an. Hier fehlen ein Besprechungsraum und Stauraum für die Unterlagen. „Die neuen Büroräume wollten wir eigentlich schon letztes Jahr bauen“, berichtet sie. Ohne gültigen Bebauungsplan war das aber nicht möglich. Außerdem sind Aufenthaltsräume und Duschen für die Mitarbeiter und mehr Stellplätze geplant. Weitere Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren nach und nach folgen. Damit das alles umsetzbar ist, investiert das Unternehmen laut Clemens Kahle zunächst einen unteren sechsstelligen Betrag in die Schaffung der Voraussetzungen für die Ausweisung eines Gewerbegebiets, sprich: Aufstellung des Bebauungsplans, Kauf der Ausgleichsflächen, Baumanpflanzungen und ähnliches.

Während es bei der Erweiterung momentan ein wenig stockt, laufen die Geschäfte gut. Den Bauboom der vergangenen Jahre hat auch Peters Sand gespürt. „Wir haben gut zu tun“, sagt Kerstin Kahle. Die Probleme manch anderer Unternehmen etwa bei der Materialbeschaffung hat die Hemsloher Firma laut Kahle aber nicht, weil sie viele Produkte in ihren drei Sandgruben selbst herstellt. Während sie nach wie vor viele Sande und Kiese für den Straßenbau liefert, ist die Nachfrage nach Sandplatten für Einfamilienhäuser in den vergangenen Wochen spürbar zurückgegangen. „Viele überlegen sich jetzt, ob sie noch bauen wollen“, erklärt Clemens Kahle mit Blick auf die seit Jahresbeginn explodierenden Preise für Baustoffe, insbesondere Holz.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Meistgelesene Artikel

„Tritte von allen Seiten“: Landwirte zeichnen düsteres Bild ihrer Branche

„Tritte von allen Seiten“: Landwirte zeichnen düsteres Bild ihrer Branche

„Tritte von allen Seiten“: Landwirte zeichnen düsteres Bild ihrer Branche
Bassumer Firma Marco Preiß hilft im Hochwassergebiet

Bassumer Firma Marco Preiß hilft im Hochwassergebiet

Bassumer Firma Marco Preiß hilft im Hochwassergebiet
Corona-Impfaktionen im Kreis Diepholz: Acht Termine für alle ab 18 Jahren

Corona-Impfaktionen im Kreis Diepholz: Acht Termine für alle ab 18 Jahren

Corona-Impfaktionen im Kreis Diepholz: Acht Termine für alle ab 18 Jahren
A 1-Ausbau zwischen Ahlhorner Heide und Stuhr wirft Schatten voraus

A 1-Ausbau zwischen Ahlhorner Heide und Stuhr wirft Schatten voraus

A 1-Ausbau zwischen Ahlhorner Heide und Stuhr wirft Schatten voraus

Kommentare