NWDSB: Baustopp am Landesleistungszentrum bleibt vorerst/Otten bestätigt

Finanzierung weiter unklar

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Jonny Otten hatte einen Gegenkandidaten, deshalb musste geheim gewählt und ausgezählt werden.

Rehden - „Ich nehme die Wahl an, weil ich ein gutes Team um mich habe. Es werden meine letzten vier Jahre sein, in denen die Nachfolge geregelt wird.“ Sichtlich bewegt war Jonny Otten am Sonnabend in der Event-/Sporthalle in Rehden, nachdem ihm die Delegierten mit großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen hatten.

Von den 162 Stimmberechtigten des 63. Delegiertentages des Nordwestdeutschen Schützenbundes (NWDSB) votierten 136 für den Präsidenten im Amt aus Sandborstel. Auf seinen Gegenkandidaten Thomas Themsfeldt aus Upgant-Schott entfielen 24 Stimmen. Zwei Delegierte enthielten sich.

„Wir haben ein bewegtes Jahr hinter uns. Wir haben jetzt ein Votum, das heißt Jonny Otten. Wir sollten mit ihm in die Zukunft gehen“, gratulierte Gegenkandidat Themsfeldt.

In seinem Jahresbericht war Otten zuvor an erster Stelle auf den Ausbau des Landesleistungszentrums in Bassum eingegangen. Der dortige Bau ruhe wegen ungeklärter Finanzierung, es sei kein Baustopp von behördlicher Seite angeordnet worden. Was in dem Zusammenhang alles gelaufen sei bis hin zur anonymen Anzeige, spotte jeder Beschreibung. „Gott sei Dank hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt“, sagte Otten. „Und ich bin ganz sicher, dass diese Schäbigkeiten von Schützenbrüdern aus unseren Reihen begangen wurden“, nahm er kein Blatt vor den Mund.

Eines der Hauptthemen werde künftig die Mitgliederentwicklung sein. Im vergangenen Jahr seien mehrere Vereine ausgetreten, um einfach den Beitrag zu sparen. Vielen sei nicht bewusst, welche Leistungen die überörtlichen Verbände erbrächten. „Unsere gemeinsame Aufgabe muss es sein, diese wiederzugewinnen und die Vorteile der Mitgliedschaft besser auszuloben“, unterstrich Otten. Nur reden und abwarten helfe allerdings wenig. „Es ist weiterhin kräftiges Handeln angesagt, und das muss zum Erfolg führen.“

63. Nordwestdeutscher Schützentag in Rehden

Die Zukunft werde so aussehen, „wie wir sie gestalten. Was wir heute tun, entscheidet, wie es in unseren Verbänden und Vereinen morgen aussieht. Denken wir positiv und optimistisch. Die Zukunft, liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder, ist wichtiger als die Tradition“, schloss der Präsident.

Er habe die berechtigte Hoffnung gehabt, auf der Tagung in Rehden über die Fortführung der Arbeiten am Landesleistungszentrum berichten zu können. „Leider muss ich von erneuten, unerwarteten Schwierigkeiten berichten“, griff auch Schatzmeister Dierk Warnken das Thema auf. Anlässlich des Delegiertentages 2014 habe er ein seines Erachtens schlüssiges Finanzierungskonzept vorgelegt. Dieses beinhalte neben den vorgezogenen Beiträgen für drei Jahre und einem Darlehen der Firma Meyton Privatdarlehen über insgesamt 250000 Euro. Eingegangen seien bisher 166000 Euro.

„Leider haben wir von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Auflagen bekommen, die im Extremfall zu einer Rückabwicklung führen würden“, führte Warnken aus.

Im Januar diesen Jahres hätten die 36 Luftgewehrstände mit elektronischen Anlagen ausgestattet werden sollen. Dieses sei noch nicht geschehen, weil ein Zuschussantrag über den Schützenbund Niedersachsen an den Landessportbund gestellt worden sei. Letzterer habe eine Förderung in Höhe von 51000 Euro in Aussicht gestellt.

Da somit die Finanzierung nach wie vor nicht endgültig gesichert sei, bleibe der vom Präsidium beschlossene Baustopp zunächst weiter bestehen.

hwb

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