Nowega nimmt neue Erdgas-Konvertierungsanlage in Betrieb

H-Gas wird in Rehden in L-Gas umgewandelt

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Die Erdgas-Konvertierungsanlage der Nowega in Rehden ist seit Monatsbeginn in Betrieb.

Rehden - Die Arbeiten an der neuen Erdgas-Konvertierungsanlage in Rehden sind abgeschlossen. Seit Anfang Februar ist die Anlage des Fernleitungsnetzbetreibers Nowega im Regelbetrieb. Die Konvertierungsanlage trägt ab sofort durch Beimischung von Stickstoff zu H-Gas dazu bei, insbesondere in Spitzenlastzeiten die Versorgung der Netzkunden in den angeschlossenen L-Gas-Netzen langfristig zu sichern.

„Mit der neuen Anlage ist es nun möglich, durch die Konvertierung von lediglich einem Prozent der Jahresmenge an L-Gas rund 20 Prozent der Spitzenlast abzudecken“, sagt Dennis Hoeveler, Abteilungsleiter Technik bei Nowega.

„Trotz des engen Zeitplans haben wir den Bau durch die gute Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern fristgerecht umsetzen können.“

Der Inbetriebnahme war ein ausgiebiger Probebetrieb vorangegangen, in dem Nowega die technischen und vor allem sicherheitsrelevanten Funktionen der verschiedenen Anlagenteile getestet hat.

2012 waren die ersten Planungen für die Konvertierungsanlage angelaufen. Nach Prüfung der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen wurde das Projekt Teil des bundesweiten Netzentwicklungsplans Gas und war auf dieser Basis verbindlich umzusetzen.

Zum Hintergrund: In der Konvertierungsanlage wird H-Gas durch Beimischung von Stickstoff in L-Gas umgewandelt, das einen etwa zehn Prozent niedrigeren Brennwert als H-Gas aufweist.

Notwendig wird dieses Verfahren, weil Erdgas in der Natur in unterschiedlichen Gasqualitäten existiert, Anlagen und Heizungen aus technischen Gründen grundsätzlich aber nur entweder mit H-Gas oder mit L-Gas betrieben werden können. Durch die Umwandlung von H-Gas zu L-Gas kann die Versorgung der Bevölkerung in den über das Nowega-Netz angebundenen L-Gas-Gebieten in Nordwestdeutschland langfristig gesichert werden. Dies kann insbesondere zu Spitzenlastzeiten im Winter notwendig werden, wenn nicht ausreichend L-Gas zur Verfügung steht.

Zu der Konvertierungsanlage gehören eine Erdgas-Mischund Übergabestation sowie eine Stickstoffbereitstellungsanlage für die Bevorratung und Zuführung 2/2 von Stickstoff. Stickstoff ist mit rund 80 Volumenprozent Hauptbestandteil unserer Umgebungsluft.

Der Bau der Konvertierungsanlage ist Teil des von der Bundesnetzagentur festgelegten Netzentwicklungsplans Gas.

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