Samtgemeinderat bringt Planentwurf auf den Weg

Neues Rathaus in Rehden: „Das wird der Hingucker“

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Der Rat der Samtgemeinde Rehden entschied sich am Dienstag einstimmig für diese Variante des Neubaus des Rathauses in Rehden. Der Zugang erfolgt von der Schulstraße aus. 

Rehden - Nahezu über Generationen genossen die Bauten von Turnhallen, Kindergärten, Krippen, Feuerwehrgerätehäusern, Kläranlage und Straßen sowie zum Beispiel die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen Priorität in der Samtgemeinde Rehden. Jetzt nutzt sie die Gunst der Stunde mit niedrigen Zinsen und gönnt sich ein neues Rathaus.

„Die Ausgangssituation ist gut: Wir haben keine Schulden und keinen Unterhaltungsrückstau“, betonte Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch am Dienstagabend in der Sitzung des Samtgemeinderates im Sitzungssaal des Rathauses.

Der Neubau sei ein prägnanter Punkt für Rat und Verwaltung. Bereits im Haushaltsansatz für 2017 seien Planungskosten und Verpflichtungsermächtigungen eingestellt. Hintergrund des Neubaus sei, dass die derzeitigen Büroräume nicht mehr zeitgemäß seien, weder für die Mitarbeiter, noch für die Bürger. Beide Gebäude seien nicht barrierefrei und wiesen erhebliche energetische Mängel auf.

Bei der Erstellung des Bauplanes und des Raumkonzeptes habe man sich leiten lassen von dem Neubau des Rathauses in Lemförde. Es gehe in erster Linie um die Funktionalität, aber auch um das Erscheinungsbild. Die Mitgestaltung durch die Verwaltungsmitarbeiter sei für diese ein Motivationsschub. Das Ja der Politik zu einem neuen Rathaus wertete Bloch als Wertschätzung der Politik gegenüber den Verwaltungsmitarbeitern.

Diese beschloss in Form des Samtgemeinderates in der Sitzung einstimmig das Bauvolumen und die weitere Vorgehensweise.

„Das Rathaus wird der Hingucker, und darf es auch sein“, führte Oliver Keese vom Ingenieurbüro Keese und Planer aus Wagenfeld aus, der gemeinsam mit seiner Frau Franziska die Entwurfsplanung vorstellte, die aus vier Varianten vom Verwaltungsausschuss ausgewählt worden war.

Das Gebäude wird parallel zur Poststraße errichtet und erhält einen Verbindungsgang zum jetzigen Sitzungssaal, der weiterhin als solcher genutzt wird. Der Zugang zu dem Neubau erfolgt von der Schulstraße aus. Der Abstand zum Feuerwehrgerätehaus ist so groß, dass dessen Erweiterung möglich bleibt.

Kosten 3,1 Millionen Euro

Der neue Gebäudekomplex wird 21 Büros im Erdgeschoss und im Obergeschoss beherbergen, hinzu kommen Besprechungs- und Sitzungsräume, ein Archiv, Sanitärräume, Nebenräume und ein Aufzug. Das Dachgeschoss lässt Optionen für Reserven. „Alles wird offen gestaltet, um Bürgerfreundlichkeit zu vermitteln“, sagte Keese.

Ein Teil des Hauses wird unterkellert. Dort sollen zum Beispiel die Technik, das Archiv und Lagerräume untergebracht werden. Die Netto-Raumfläche liegt bei 1 800 Quadratmetern. Die Gesamtkosten sind mit 3,1 Millionen Euro veranschlagt. Darin noch nicht enthalten ist der Abriss des Nebengebäudes, in dem unter anderem das Standesamt untergebracht ist. Dort sollen später Parkplätze entstehen.

Bei den Mitgliedern des Samtgemeinderates wurde der Planentwurf mit allgemeiner Zufriedenheit aufgenommen und positiv bewertet. „Das sieht gut aus“, so Klaus Abeling.

Planer Keese geht davon aus im Januar/Februar 2018 die ersten Gewerke ausgeschrieben werden können, „um vernünftige Preise zu bekommen“. Mit der Fertigstellung sei in eindreiviertel Jahren zu rechnen. 

 hwb

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