Neuerungen und steigende Mitgliederzahl beim Hegering

Vorstand und geehrte Mitglieder (v.l.): Dr. Andreas Schlüsche, Albert Wiedemann, Michael Rohlfing, Heino Immoor, Heinz Weghorst, Jürgen Scheland und Dirk Sandering. Foto: Hegering

Hemsloh – Während andere Vereine über Mitgliederschwund klagen, verzeichnete der Hegering Hemsloh im vergangenen Jahr einen orgendlichen Zuwachs. Die Mitgliederzahl stieg um 29 auf 155 Mitglieder, wie Hegeringleiter Dr. Andreas Schlüsche während der Jahreshauptversammlung berichtete. Viele von ihnen waren der Einladung zur Versammlung gefolgt. Das mache deutlich, dass es ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl im Hegering gebe, sagte Schlüsche laut Mitteilung des Vereins.

Im Rückblick auf sein erstes Amtsjahr ging Schlüsche auf einige Neuerungen ein, die er im Hegering Hemsloh umgesetzt hatte. So wurde ein eigenes Wappen entworfen, um das Gemeinschaftsgefühl der Jäger zu fördern. Es besteht aus einer Schnepfe, die in allen Revieren des Hegerings vorkommt, und sechs Reetkolben für die sechs Mitgliedsgemeinden. Außerdem wurde eine Bläsergruppe etabliert, die sich aus einer Anfängergruppe und einer losen Bläsergruppe zusammensetzt. Jutta Petersen wurde zur Bläserobfrau gewählt.

Ebenfalls neu ist die Jugendgruppe „Die Jagdfüchse“, in der sich Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren einmal im Monat treffen. Sie bauen Futterhäuser und Nistkästen, bestimmen Pflanzen und Tiere und lernen das freie Bewegen in der Natur.

„Dem Hegering Hemsloh liegt sehr viel daran, sich für die Belange der Kinder und Jugendliche einzusetzen“, berichtete der Obmann für Öffentlichkeitsarbeit und stellvertretende Hegeringleiter Jens Weihrich. So beteiligte sich der Hegering an einer Ferienspaßaktion, lehrte Schulklassen mit dem Naturmobil und traf sich monatlich mit der eigenen Jugendgruppe.

In Sachen Naturschutz hat der Hegering im vergangenen Jahr einige Hektar Wildäcker, Blühstreifen und weitere Biotope in den Revieren angelegt, um mehr Rückzugsflächen und Nahrungsgrundlagen für die Artenvielfalt zu schaffen.

Auch die Fortbildung, die mit interessanten Aspekten zum Thema Jagdhaftpflicht und Waffenrecht verbunden war, sei auf großes Interesse der Mitglieder gestoßen, berichtet der Hegering. Er will darum auch künftig Fortbildungen veranstalten.

Im Fokus standen auch jagdpolitische Themen wie das Vorrücken der Afrikanischen Schweinepest in Richtung Deutschland und Präventionsmaßnahmen, um für den Fall eines Ausbrechens gerüstet zu sein. Hierzu habe der Hegering im Herbst mit einer revierübergreifenden Drückjagd auf Wildschweine einen Beitrag geleistet, heißt es in der Mitteilung. Neben der intensiven Bejagung der Wildschweine müsse auch die Jagd auf die Nutria intensiviert werden, erklärte Schlüsche. Sie seien für große Schäden an Uferbefestigungen und Deichen verantwortlich.

Die Jahreshauptversammlung ist auch immer Anlass, langjährige Mitglieder zu ehren. Hegeringleiter Schlüsche ehrte Dr. Günter Bunge für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Landesjägerschaft Niedersachsen, Ekkehard Krause für 50 Jahre, Wilfried Giesselmann und Wilfried Niehaus für 60 Jahre und Wilhelm Schmidt für 65 Jahre. Albert Wiedemann wurde für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt und zugleich zum Ehrenmitglied der Landesjägerschaft und des Hegerings Hemsloh ernannt.

Bei der alljährlichen „kleinen Gehörnschau“, bei der Schießobmann Heino Immoor die Rehwildgehörne bewertete, machten Michael Rohlfing (Goldmedaille), Dr. Andreas Schlüsche (Silbermedaille) und Reinhard Schilling (Bronzemedaille) auf sich aufmerksam.

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