„Wir“ zieht Jahresbilanz 

Mit neuen Angeboten den Frühlingsmarkt Rehden aufwerten

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Vorsitzender Thomas Halfbrodt bei der Begrüßung der Mitglieder in der Hauptversammlung.

Düversbruch - Für den Frühlingsmarkt in Rehden liegen bislang 21 Anmeldungen von Ausstellern vor. „Wir sind guten Mutes, dass wir noch mehr bekommen. Wir wollen den Markt mit Leben füllen. Dazu sind die Aussichten gut.“ Das meinte Thomas Halfbrodt, Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Wir“ in der Samtgemeinde Rehden in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Nüssmann-Neumeier in Düversbruch. „Aber dazu brauchen wir auch neue Ideen, das heißt, neue Unterstützer“, fügte er hinzu.

Festwirt für die Veranstaltung vom 27. bis 29. April wird Torsten Korte. Er wird auch Abendveranstaltungen anbieten, wie er in der Sitzung erläuterte. Er wolle diesbezüglich nicht nur einsteigen, sondern die Angebote ausbauen. „Ich sehe hier durchaus mehr Potenzial“, sagte Korte. Für den Freitagabend plant er ein „Airport Revival“, für Samstag ein „Lindenhof Revival“.

Er hoffe dadurch auf eine Aufwertung des Frühlingsmarktes, betonte Thomas Halfbrodt. Abgesprochen sei eine Teilung der Kosten für das Zelt und die Heizkosten.

Laut Halfbrodt wird es auch wieder eine Modenschau geben, diesmal von Erika Kirchhoff. Eine Tanzschule wird eingebunden und es spielt wieder die Toggenburger Blaskapelle. Sonntags wird es einen Gottesdienst geben.

Wenig Positives hatte der Vorsitzende zuvor über den Frühlingsmarkt 2017 berichtet. „Es war nicht schön, dass uns so kurz vorher der Festwirt abgesprungen ist“, betonte Halfbrodt. Der Verein habe die Bewirtung in Eigenregie mehr schlecht als recht über die Runden gebracht. Sein Dank galt den Teams von Bernd Gieseke und Bramstedts Backstube, die kurzfristig mit Essen und Kuchen eingesprungen seien.

„Nicht üppig“ sei die Zahl der 38 Aussteller gewesen. Die Modenschau sei, auch nach Meinung der Gewerbetreibenden zu lang gewesen. „Der Markt hat uns extrem gefordert in unserer Ehrenamtlichkeit“, merkte Halfbrodt an, der sich mehr Unterstützung durch die Mitglieder wünschte.

Aufgrund zu geringen Interesses habe die Fahrt nach Wolfsburg abgesagt werden müssen. Als positiv wertete er die Gespräche mit der Oberschule zu der Frage: Wie kann man die Schule über die Praktika hinaus einbinden? Hier gehe es zum Beispiel um das Thema „Ferien-Job-Börse“ für Zehntklässler. „Und unsere neue Internetseite ist toll“, hob der Vorsitzende weiter hervor.

„Beim Weihnachtsmarkt sind wir dagegen in die Sponsoring-Rolle gekommen. Mit eigenen Mitteln sind wir künftig nicht mehr in der Lage, den Markt zu gestalten“, Halfbrodts nächster Wermutstropfen. Auch hier müsse sich der Einsatz von Mitgliedern verbessern. Es sei beschämend, wenn von 100 Mitgliedern nur wenige mitmachten.

Derzeit habe die „Wir“ 91 Mitglieder, davon 55 aus der Samtgemeinde Rehden. „Die ,Wir’ hat durchaus ihre Berechtigung, sie unterstützt auch den Herbstmarkt“, formulierte Halfbrodt.

2017 sei insgesamt ein entscheidendes Jahr für die „Wir“ gewesen und es werde interessant in 2018 bleiben. „Wenn ich das Jahr 2017 allein von der Wirtschaftlichkeit her betrachte, dann hätte der Beitrag noch höher ausfallen können“, meinte Halfbrodt mit Blick auf die Erhöhung von 60 auf 100 Euro im Jahr.

Kassenwart Marc Strathmann verwies in seinem Bericht auf ein Minus von mehr als 8 500 Euro beim Frühlingsmarkt und auf ein Minus von mehr als 1 100 Euro beim Weihnachtsmarkt. Der Kassenbestand ist gering, Rücklagen sind nicht vorhanden.

Prüfer Wolfgang Johanning bescheinigte ihm eine ordentliche Kassenführung. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt.

In seinem Grußwort, das er auch stellvertretend für seine Bürgermeister-Kollegen sprach, betonte Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch, „die ,Wir’-Entwicklung ist uns nicht egal.“ Drei Märkte in der Samtgemeinde seien schon „eine Hausnummer“. Er verwies darauf, dass die Entwicklung des Herbstmarktes kein Selbstläufer gewesen und der Frühlingsmarkt größer geworden sei. Bei der Gründung der „Wir“ im Jahr 2001 habe eine wahnsinnige Aufbruchstimmung geherrscht. „Das waren glorreiche Zeiten“, erinnerte er zum Beispiel an die Tombola.

Beim Weihnachtsmarkt dürfe kein Minus gemacht werden, daran gelte es zu arbeiten. Der Kommunalpolitik stelle sich die Frage, wie wichtig die „Wir“ der Samtgemeinde sei. Diese habe entschieden, deren Kasse aufzubessern. Sie werde bei der Eröffnung des Frühlingsmarktes die Kosten für Essen und Getränke übernehmen und zusätzlich 4 000 Euro für 2018 beisteuern. Zugleich erinnerte Bloch daran, dass die Unterstützung des Marktes durch den Bauhof der Samtgemeinde 2 100 Euro koste. „Wir haben uns immer gegenseitig ergänzt und unterstützt“, Thomas Halfbrodts Anmerkung dazu. J hwb

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