Tag und Nacht zur Stelle

DRK-Mitarbeiter haben beim Zeltlager in Barver erfreulich wenig zu tun

24 Stunden am Tag steht die DRK-Crew in Schichten für Unfälle und Erkrankungen auf dem Zeltlagergelände gut gelaunt bereit. Foto: Schubert
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24 Stunden am Tag steht die DRK-Crew in Schichten für Unfälle und Erkrankungen auf dem Zeltlagergelände gut gelaunt bereit.

Barver - Von Anja Schubert. „Es ist im Vergleich zu den Zeltlagern der letzten Jahre sehr ruhig.“ Axel Vetter, Leiter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes, ist sichtlich überrascht, aber auch sehr zufrieden. Rund ein Dutzend Mitarbeiter im Sanitätsdienst steht rund um die Uhr beim Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Diepholz bereit, um verletzte oder erkrankte Teilnehmer und Helfer zu behandeln.

Ein Splitter hier, ein verstauchter Fuß da, Prellungen, ab und an eine Sprunggelenkverletzung, die ein Röntgen im Krankenhaus erforderlich macht, aber auch ganz alltägliche Krankheiten wie Husten und Schnupfen machen vor Zeltlagerteilnehmern nicht halt. „Die geringe Verletzungsquote ist wahrscheinlich dem Wetter geschuldet. Bei den kühleren Temperaturen haben wir keine Symptome wie immense Verausgabung“, so Vetter. Zum anderen sei dies auch darauf zurückzuführen, dass der Platz sehr gut hergerichtet sei, schickte Vetter ein großes Lob an die Ausrichter und zuständigen Helfer.

Auch mit Alkohol oder Drogen habe man auf dem Gelände keine Probleme. „Man muss zum Bekiffen und Betrinken eine Gruppe von Gleichgesinnten finden, das wird hier schwer“, so Vetter. „Wenn einer sagt, was soll der Mist, ist das Thema durch. Die jungen Leute passen aufeinander auf.“

„Erwachsene sind für sich selbst verantwortlich, bei den Kindern sind wir für ihr Wohl verantwortlich, 24 Stunden am Tag. Das fängt beim Händewaschen an“, ergänzt Feuerwehrpressesprecher Matthias Thom. „Wir sind Mutter, Vater, Betreuer, Freund und Kummerkasten in einer Person.“ Immer mehr habe man das Ineinandergreifen von Institutionen über die Jahre optimiert. „Zeltlager ist spannend, da wir immer wieder auf andere Voraussetzungen treffen“, erläutert Vetter. In diesem Jahr sei das DRK erstmals in einem Zelt untergebracht. „Aber auch das ist super.“ Erleichternd sei auch die tägliche Anwesenheit einer Lagerärztin. „So müssen wir bei vielen Beschwerden keine Fahrten zum Krankenhaus machen, sondern können vor Ort eine Diagnose erhalten.“ Das senke auch die Kosten.

Auch in Sachen Hygiene sei das DRK mit im Boot. „Wir haben in Erik Berger einen staatlich geprüften Desinfektor, der in Kooperation mit der Lagerleitung die Einhaltung der Hygieneschutzverordnung mit überwacht und sich um das Desinfektionsmittel kümmert, das hier eingesetzt wird.“

Es sei erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit man Dinge mittlerweile ans Laufen kriege, freut sich auch Matthias Thom, der wie Vetter und rund 100 andere Ehrenamtliche zum harten Kern des „Zeltlager-Wanderzirkusses“ gehört. „Natürlich haben wir auch für den ,Worst Case‘ wie die Evakuierung aller Teilnehmer bei einem drohenden Unwetter Pläne aufgestellt, die sofort greifen. Wenn ein Unwetter losbricht wie bei großen Festivals in den letzten Jahren, können wir binnen weniger Minuten Busse abfordern, die allen Teilnehmern Schutz bieten.“

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