Geschmacksrichtung „Kulinarischer Botschafter“

„Direkt vom Feld in die Tüte“: Ausgezeichnete Chips aus Rehden

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Frischer geht’s kaum, quasi vom Feld in die Tüte produziert die Johanning Snack GmbH & Co. KG ihre Chips. Für die Land-Kartoffel-Chips mit Paprika gab es gestern den „Kulinarischen Botschafter“. Sehr zur Freude von Heiner Johanning, Thomas Lieske und Martin Johanning (von links).

Rehden - Von Horst Benker. „Wir sind das einzige Unternehmen, das quasi direkt vom Feld in die Tüte produziert“, erzählt Thomas Lieske nicht ohne Stolz. Lieske ist Leiter Marketing und Vertrieb der Hausmarken der Johanning Snack GmbH & Co. KG in Rehden. Seit 2010 produziert diese hochwertige Kartoffelchips aus Kartoffeln aus eigenem Anbau direkt vor der Haustür.

Diese Nachhaltigkeit wurde ein weiteres Mal ausgezeichnet. Für die Land-Kartoffel-Chips mit der Geschmacksrichtung Paprika wurde das Unternehmen Dienstag vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil in Hannover als „Kulinarischer Botschafter“ ausgezeichnet. Den Preis nahm Martin Johanning, gleichberechtigter Geschäftsführer neben Heiner Johanning, entgegen.

Johanning produziert Chips für den eigenen Verkauf sowie für den Groß- und Einzelhandel. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Erzeugung und Lagerung des Ausgangsprodukts über die komplette Konzeption, Planung und Design der angebotenen Produkte, deren Fertigung sowie Qualitätskontrolle bis hin zu Verpackung und Palettierung.

Die Johanning Snack GmbH & Co. KG in der jetzigen Form besteht seit 2010. Sie entstand aus dem Wunsch des Landwirtschaftsmeisters Heiner Johanning und des Großhandelskaufmanns Martin Johanning, Kartoffelprodukte umweltschonend und ohne große Transportwege praxisorientiert herzustellen.

Um der immer größer werdenden Nachfrage nach zu kommen, wurde im Jahr 2013 das Produktionsgebäude durch einen Erweiterungsbau so vergrößert, dass eine weitere Produktlinie eingebaut und in Betrieb genommen werden konnte.

Rezeptur entwickelt sich weiter

„Wir haben im Laufe der Jahre viel dazugelernt, was die Rezeptur anbetrifft“, erläutert Lieske. Außer Kartoffeln und Öl sei die Zutatenliste ein Thema. „Die Zutaten bekommen wir geliefert, die können wir nicht selbst herstellen“, macht er deutlich. Der Absatz der Chips sei nach wie vor ungebrochen und wachse weiter. Gefahren würden zwei Linien. „Die erste sind die Land-Kartoffel-Chips, mit ihr sind wir quasi groß geworden“, erläutert Lieske weiter. Es gibt sie in den Geschmacksrichtungen Salz+Pfeffer, Paprika und Sauerrahm+Lauchzwiebeln.

Die zweite Linie sind die „Krossen Kerle“, im Mai 2016 auf Anfragen aus den Supermärkten nach was Neuem „geboren“. Vertrieben wurden sie zunächst in 15 Supermärkten im „Kirchturmbereich“ von Rehden. „Wir wollten testen, ob wir die Chance haben, mitzuschwimmen“, schmunzelt Thomas Lieske. „Wir schwimmen ziemlich gut mit“, erzählt er. Etwa 1 300 bis 1400 Supermärkte würden beliefert, rauf bis an die Küste sowie bis Bielefeld und das Münsterland im Süden über die Landesgrenze hinweg.

„Krossen Kerle“ besonders dick

Bei den „Krossen Kerlen“ sind die Scheiben doppelt so dick als normal, sie werden bei niedriger Temperatur vier bis fünf Mal gebacken, die Schale bleibt dran. „Im Abgang schmeckt man die Kartoffel stärker heraus“, beschreibt Lieske.

Um den „kulinarischen Botschafter“ hat sich Johanning in diesem Jahr erneut beworben. Nachdem im vergangenen Jahr die „Krossen Kerle“ mit Salz+Pfeffer ausgezeichnet worden waren, sind es dieses Mal die Land-Kartoffel-Chips mit Paprika.

Alle Kulinarischen Botschafter Niedersachsens sind Lebensmittel, die in Geschmack, Aussehen, Geruch und Haptik, deutlich überdurchschnittlich in der jeweiligen Produktkategorie bewertet wurden und deshalb beispielgebend sind. Sie müssen meisterlich in kompromissloser Qualität hergestellt werden und dürfen keine schönenden oder verbilligenden Zusatzstoffe enthalten.

Weitere Auswahlkriterien sind die Produktidee und eine authentische, transparente Produkt- und Unternehmensgeschichte. Außerdem müssen die wesentlichen namens- und geschmacksgebenden Inhaltsstoffe so weit möglich aus Niedersachsen stammen und die Produkte müssen in Niedersachsen hergestellt werden.

Ausgewählt wurden die Siegerprodukte von einer unabhängigen Fachjury, in der Spitzenköche, Sensorik-Experten, Marketing-Fachleute und Produktentwickler mitwirken. Beworben hatten sich in diesem Jahr insgesamt 95 niedersächsische Unternehmen mit 170 verschiedenen Produkten.

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