Milchkuh von Familie Dückering in Wetschen erfährt Lob von vielen Seiten

Schwarzbunte „Anka“ toppt sie alle: 150000 Liter Milch

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Wilhelm Dückering mit der Superkuh „Anka“. Neben ihm Hofnachfolger Nils mit Urkunde. Dahinter Familie, Nachbarn, Freunde und Verbandsvertreter, die zu der außergewöhnlichen Leistung der Schwarzbunten gratulierten.

Wetschen - Von Horst Benker. Seit dem Neubau eines Boxenlaufstalles ist die Herde der Milchkühe im Betrieb Dückering an der Wetscher Bruchstraße in Wetschen peu à peu auf 120 Tiere gewachsen. Was die Milchleistung anbetrifft, toppt die schwarzbunte Holstein-Friesian „Anka“ sie alle. Nicht nur ihre derzeitigen Genossinnen im Stall, sondern auch alle, die bislang bei Dückerings gemolken wurden. „Anka“ durchbrach jetzt die Schallmauer von 150000 Litern.

„Für uns ist das kurz vor Weihnachten eine schöne Bescherung. Und die wollten wir auch mit Nachbarn und Freunden sowie Verbandsvertretern feiern“, sagt Betriebsinhaber Wilhelm Dückering. Gesagt, getan. Die Nachbarn hatten einen großen Kranz aus Lorbeer und Tannengrün gebunden, den sie dem stattlichen Vierbeiner um den Hals hängten. „Anka“ schien diese Würdigung förmlich zu genießen, „zickte“ sie an der Hand von Wilhelm Dückering doch kein bisschen rum. Der Betriebsinhaber konnte ungestört seine „Rekord-Kuh“ vorstellen.

Die „Patrick“-Tochter wurde am 28. September 2002 geboren. Sie kalbte das erste Mal am 20. Januar 2005. Ihre Höchstleistung erreichte sie nach der sechsten Kalbung. Da brachte sie es auf erstaunliche 18894 Liter, wobei ihre Tageshöchstleistung einmal 70 Liter erreichte. Die 100000-Liter-Marke knackte sie schon mit ihrer siebten Kalbung. Und jetzt der nächste Schritt nur drei Kalbungen später.

„Anka“ hat inzwischen zehn Kälber zur Welt gebracht, fünf weibliche und fünf Bullen. Zwei ihrer Töchter stehen schon wieder in der Herde der Dückerings und eine von ihnen hat auch schon 70000 Liter Milch gegeben.

Die erste 100000-Liter-Kuh hatte der Betrieb im Jahr 1995, inzwischen sind zwölf weitere hinzu gekommen.

Bei der Auswahl der Tiere, die er in seiner Herde einsetze, achte er besonders auf den Typ und die Beine. „Beides sind gute Voraussetzungen zum Altwerden der Tiere. Und ich stehe auf alte Kühe“, gibt Dückering unumwunden zu. Gesundheit und gute Euterwerte seien entscheidend für gute Ergebnisse. „Darauf legen wir wert und die streben wir an“, betont der Fachmann.

Das Jungvieh des Betriebes wird bis zur Entwöhnung von der Milch im Betrieb gehalten und wird dann von einem Kollegen weiter aufgezogen. „Von ihm kaufen wir tragende Färsen zurück, um unseren Bestand zu ergänzen. Der Kollege macht das gut“, weiß der Betriebsinhaber.

Mit dem Neubau des Stalles vor zwei Jahren stellte Dückering auf Roboter-Melkung um. Jetzt wird schärfer selektiert, mehr auf robotergeeignete Euter geachtet. „Zu Beginn hatten wir bei ,Anka‘ wegen ihres großen Euters Probleme. Aber dafür hat unser Nils eine Lösung gefunden, indem er Kanthölzer in den Melkstand eingebracht hat“, erzählt Dückering erfreut und nicht ohne Stolz. Gemolken wird die Herde in der Regel drei Mal pro Tag.

Gefüttert werden die Kühe mit Grassilage, Mais, Heu, Stroh und Kraftfutter. „Die Fütterung ist eine Wissenschaft für sich“, hat Wilhelm Dückering in seiner langen „Laufbahn“ als Landwirt erfahren. „Insbesondere bei der Grasernte geht es darum, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen“, erläutert er. Die Laufflächen im neuen Stall sind mit Spaltenböden ausgelegt, die Liegeboxen sind mit Sägemehl eingestreut. „Das ist unserer Meinung nach die beste Lösung“, sagt Dückering. Vor den Kalbungen kommen die Tiere in großzügig mit Stroh eingestreute Boxen.

Carsten Dierks überbrachte die Glückwünsche der Masterrind. Er betonte, dass „Anka“ die zweite Kuh im Landkreis Diepholz sei, die die 150000-Liter-Marke erreicht habe. „Das ist schon eine enorme Leistung und das geht auch nur, wenn die Tiere im Betrieb gut aufgezogen werden“, unterstrich er. „Ankas“ Vater „Patrick“ sei dafür bekannt, dass er Langlebigkeit vererbe. Für den Milchkontrollverband überreichte Erwin Wohlking ein Präsent. „In meinem Beritt habe ich noch keine Kuh mit einer solchen Leistung erlebt“, staunte Wohlking.

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