Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen des Shanty-Chores Rehden ließ keine Wünsche offen / Zahlreiche Besucher

Maritimer Chorgesang der allerfeinsten Art

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Bei herrlichstem Wetter genossen zahlreiche Besucher den maritimen Chorgesang anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Shanty-Chores Rehden, das dieser bei der Familie Wellmann in Dickel-Wehrkamp feierte.

Dickel - In der Gaststätte Diers in Rehden gründete sich am 10. Juni 1992 der Shanty-Chor Rehden. Aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens hatte der Chor zu Himmelfahrt zu einem größeren Shantychor-Treffen eingeladen.

Wie schon vor zehn Jahren war die „Feierwiese“ der Familie Wellmann in Dickel-Wehrkamp Veranstaltungsort. Chormitglieder und einige Helfer hatten in den Tagen zuvor das Areal vorbildlich hergerichtet.

Erinnerung an den legendären Sportlerball

Die Sänger des Shanty-Chores Rehden begannen den Tag unter der Leitung von Ralf Wellmann mit den Liedern „Lieder so schön wie der Norden“ und „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“. Gesungen wurde auf einem von der Firma BTR-Logistik zur Verfügung gestellten Fahrzeuganhänger, der sich als Bühne bestens eignete.

Die offizielle Eröffnung nahm Vorsitzender Wolbert Schnieders-Kokenge vor. Er begrüßte zunächst die Gastvereine: Shantychor Grawiede Lembruch, Shantychor Nendorf (Stolzenau) und die Hasejungs aus Badbergen.

Schnieders-Kokenge freute sich, dass die drei Chöre der Einladung gefolgt waren, um den Tag musikalisch angemessen zu gestalten. Der Vorsitzende ging auf die Entstehungsgeschichte des gastgebenden Chores ein. In diesem Zusammenhang fielen die Namen Traute Schmiegel und Dieter Kuhn sowie der legendäre Sportlerball.

Zwölf Gründungsmitglieder geehrt

Im ersten Vierteljahrhundert hätten bisher vier Vorsitzende den Verein vor ihm geleitet: Günther Johanning, Ulrike Tinnemeyer, Wilfried Walther und Michael Liebig. Besonderen Dank erhielten die musikalischen Leiter Dieter Kuhn und Ralf Wellmann sowie die Gitarristen Bruni und Enno Rieß. „Ohne Zweifel hat Dieter Kuhn den Shantychor musikalisch geprägt und auf das Niveau gebracht, was ihn heute auszeichnet“, betonte Schnieders-Kokenge. Als die körperlichen Kräfte es nicht mehr zuließen, habe sich Dieter Kuhn vor zwei Jahren aus dem Chor zurückziehen müssen. „Übrigens: Dieter Kuhn betrachtete den Shanty-Chor Rehden immer als sein Kind’“, der Vorsitzende wörtlich. Durch das virtuose Akkordeonspiel und die Musikalität von Ralf Wellmann sei sichergestellt, dass die Qualität des Chores keinen Schaden nehme.

Im Anschluss erhielten folgende anwesende Gründungsmitglieder aus den Händen von Schnieders-Kokenge jeweils eine Ehrenurkunde: Dieter Kuhn, Wilhelm Abeling, Hermann Wöbse, Heinrich Johanning, Heinrich Johnson, Wilhelm Evers, Wolfgang Hering, Luise Johanning, Friedhelm Hardemann, Ralf Wellmann, Joachim Schmiegel und Winfried Walther. Die drei Letztgenannten sind heute noch aktiv.

Sprechgesang diente ursprünglich der Koordinierung der Segler

Die Glückwünsche der Samtgemeinde Rehden und seiner Mitgliedsgemeinden überbrachte Bürgermeister Hartmut Bloch mit einem Geschenk in flacher und flüssiger Form. Mit dem Shanty-Chor Rehden verbinde er insbesondere die Namen Dieter Kuhn und „Fränkie“ Walther. Nicht unbekannt war dem Samtgemeindebürgermeister die Entstehungsgeschichte der Shantys. Es sei eben nicht nur Seglerromantik, sondern schwere körperliche Arbeit auf den Großseglern, wobei der rhythmische Sprechgesang zur Unterstützung und Koordinierung der Arbeiten diente. Die heutigen Shantychöre hätten zwar auch ihre Fan-Gruppen, allerdings nicht vergleichbar mit den von Andrea Berg und Helene Fischer. Bloch wünschte dem Shanty-Chor Rehden einen erfolgreichen Tag.

Nach dem offiziellen Teil konnten nun die Gastchöre ihr Liedgut präsentieren, jeweils sechs Titel in zwei Blöcken. Den Anfang machte der Shantychor Grawiede mit „“Wir sind die Jungen von der Grawiede“ und „Grüße von der Waterkant“. Es folgten die Hasejungs mit „Wir sind die Hasejungs“ und „Besanschot an“. Der Shanty-Chor Nendorf hatte als erste Lieder „Seemann, deine Heimat“ und „Kleine weiße Taube“ im Programm.

Publikum und Wetter zeigen sich von ihrer besten Seite

Ein gut gelauntes und beifallsfreudiges Publikum erlebte bei dem Festival maritimen Chorgesang der allerfeinsten Art Mehr als 60 Shantys und Seemannslieder konnten die Besucher im Laufe des Tages genießen.

Natürlich hatte der Gastgeber auch für die notwendige Bewirtung gesorgt, Die Besucher konnten sich bei Kaffee und selbst gebackenen Torten, Bratwürstchen, Steaks, Fischspezialitäten und Eis sowie Getränken aller Art stärken.

Zum Schluss sangen alle Chöre gemeinsam das Friesenlied (Nordseewellen).

Der Shanty-Chor Rehden war mit Ablauf und Ergebnis der Veranstaltung sehr zufrieden, zumal das Wetter mitspielte und Besucher reichlich erschienen waren.

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