Kyffhäuser-Kameradschaft Barver zieht Bilanz / Mitgliederzahl steigt auf 208

„Die älteren Mitglieder sind unser festes Fundament“

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Seit der Jahreshauptversammlung am Freitagabend gibt es im Vorstand der Kyffhäuser-Kameradschaft ein paar neue Gesichter. Heiner Bünte (rechts) ist jetzt zweiter Vorsitzender, und Karin Boneß (4.v.r.) bekleidet künftig das Amt der zweiten Schriftführerin. An der Spitze steht Vorsitzender Kai Seißenschmidt (links).

Barver - Erklärtes Ziel, die Frauen-Quote im Vorstand zu erfüllen, war es in der Kyffhäuser-Kameradschaft Barver bisher nicht, doch Schritt für Schritt wird der Anteil weiblicher Mitglieder im Vorstand größer. Am Freitagabend ist aus dem bisherigen Damen-Duo in der „Chefetage“ des mit stolzen 133 Jahren ältesten Vereins in der kleinen Gemeinde ein Trio geworden.

Karin Boneß wurde während der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Saal der Gaststätte „Schusterkrug“ (von Hacht) zur neuen zweiten Schriftführerin gewählt. Boneß löste Michael Rohlfing ab, der nach elfjährigem engagierten Wirken nicht wieder für den Posten kandidierte. Vorsitzender Kai Seißenschmidt bedankte sich beim Ausgeschiedenen für dessen großen Einsatz zum Wohle der Kameradschaft und überreichte einen prall gefüllten „Überlebenskorb“. Zuvor hatte Rohlfing noch das Protokoll verlesen und im Jahresbericht die wesentlichen Aktivitäten in Erinnerung gerufen.

Neu im Vorstand sind auch zweiter Vorsitzender Heiner Bünte und zweiter Kommandeur Bernd Könker. Beide hatten ihre Ämter bisher kommissarisch ausgeübt. Einmütig wiedergewählt wurden zweite Kassenwartin Daniela Rieger und zweiter Schießwart Jürgen Uhlenberg. Die von Ilse Hodde verwaltete Kasse wird im kommenden Jahr von Wilhelm Winkelmann, Gerda Döpke und Tobias Windhorst (für den ausgeschiedenen Heinrich Runge) geprüft.

Eingangs hatte Kai Seißenschmidt neben zahlreichen Mitgliedern besonders Bürgermeister Detlev Osterbrink, Ehrenvorsitzenden Dieter Döpke, Ehrenkommandeur Karl-Heinz Seißenschmidt, Kyffhäuser-König Ewald Vetter und eine mehrköpfige Delegation der befreundeten Kyffhäuser-Kameradschaft Drentwede begrüßt.

In seinem Rechenschaftsbericht sprach der Vorsitzende von einem alles in allem erfolgreichen Jahr. „Wir haben sehr viel unternommen, die Beteiligung war überwiegend in Ordnung“, fasste Seißenschmidt seine Ausführungen zusammen. „Wir haben das Glück, dass unser harte Kern immer noch zu allen Veranstaltungen kommt“, freute sich der Vorsitzende, „die älteren Mitglieder sind unser festes Fundament“. Abschließend appellierte er an die jüngeren Mitglieder („die 40-plus- Generation“), die Schießveranstaltungen zu besuchen, denn der Vorstand allein könne keine Pokale ausschießen. „Was helfen uns mehr als 200 Mitglieder, wenn keiner zu unseren Veranstaltungen kommt“, bemängelte er.

In seinem Schießbericht teilte Jürgen Uhlenberg mit, dass die Kameradschaft wieder an allen internen Schießen und an Wettbewerben auf Kreisebene teilgenommen habe. Er bedauerte, dass Barver beim Seißenschmidt-Pokalschießen in der Mehrzweckhalle sein Heimrecht nicht genutzt habe. „Wir sind nur auf dem dritten Platz gelandet“, erinnerte er. Sehr erfolgreich sei dagegen das Klare-Pokalschießen in Drentwede verlaufen. Die Schützen hätten dort den ersten, die Senioren den dritten und die Damen den zweiten Platz belegt. Gut abgeschnitten hätten die beiden Mannschaften der Kameradschaft auch beim UHG-Schießen auf dem Fliegerhorst in Diepholz, betonte Uhlenberg, bevor er abschließend noch einmal die Namen von Siegern und Platzierten der internen Schießwettbewerbe in Erinnerung rief.

Weil im vergangenen Jahr für mehr als 4000 Euro zwei neue Kleinkaliber-Gewehre angeschafft wurden, schloss Kassenwartin Ilse Hodde ihren Bericht für 2015 mit einem Minus ab. Dennoch verfügt die Kameradschaft weiterhin über eine stabile Kassenlage. „Die Kasse ist vorbildlich geführt, wir haben keine Fehler gefunden“, bescheinigte Gerda Döpke der Rechnungsführerin seitens des Revisoren-Trios eine korrekte Verwaltung der Finanzen.

Bürgermeister Detlev Osterbrink stellte in seinem Grußwort die lange Tradition der 1883 gegründeten Kyffhäuser-Kameradschaft Barver heraus. „Hier gibt es eine gute Mischung aus alten und jüngeren Kameraden sowie einen ausgesprochen rührigen Vorstand. Allerbeste Voraussetzungen für ein harmonisches Vereinsleben“, sagte der Ratsvorsitzende. Zum Umbau der Mehrzweckhalle teilte Osterbrink mit, dass die Anträge gestellt seien und in Kürze der Bewilligungsbescheid erwartet werde. Mit dem Baubeginn sei wohl erst zum Jahresende rechnen, deswegen seien beim Schießbetrieb im Sommer noch keine Einschränkungen zu erwarten.

Weil es im Verlauf der Jahreshauptversammlung vier weitere Neuaufnahmen gab, hat sich die Zahl der Kameradschafts-Mitglieder auf 208 erhöht. „Eine beachtliche Zahl“, kommentierte Kai Seißenschmidt die positive Entwicklung.

ges

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