WiR-Jahreshauptversammlung

Werbegemeinschaft will sich künftig auf zwei Märkte konzentrieren

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In der Werbegemeinschaft in der Samtgemeinde Rehden (WiR) blieben einige Vorstandsposten vakant. Die neue „Chefetage“ setzt sich zusammen aus (v.l.) Thomas Halfbrodt, Daniele Buschermöhle, Thorsten Müller, Anita Schummertz und Marc Strathmann. Erster Gratulant war Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch (2.v.l.).

Wetschen – Der von manchen erwartete Aufschrei blieb aus. Und auch von den im Vorfeld hier und da prognostizierten Auflösungserscheinungen war während der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft in der Samtgemeinde Rehden (WiR) am Donnerstagabend in der Schützenhalle in Wetschen nichts zu merken.

Nach der Mitteilung des Vorstandes im Oktober vergangenen Jahres, den Frühlingsmarkt am Gasspeicher in diesem Jahr zu streichen, sind die Mitglieder offensichtlich nicht an der Fortführung eines modifizierten Frühlingsmarktes interessiert. Vielmehr wünschen sie sich Alternativen. Erste Ideen waren während einer längeren Debatte zu hören. Die Vorschläge werden jetzt vom Vorstand gesammelt und auf Umsetzbarkeit geprüft.

Weil es auch in anderen Vereinen und Verbänden immer schwerer wird, Nachfolger für ausscheidende Vorstandsmitglieder zu finden, liegt die Werbegemeinschaft mit dem Ergebnis ihrer Vorstandswahl voll im Trend. Weil mehrere Ämter unbesetzt blieben, kann der für weitere zwei Jahre im Amt bestätigte Vorsitzende Thomas Halfbrodt die umfangreichen ehrenamtlichen Arbeiten des Vorstandes künftig nicht mehr auf so viel Schultern verteilen wie bisher.

Die Nachfolge des langjährigen zweiten Vorsitzenden Herbert Schlömer trat Thorsten Müller an, Marc Strathmann bleibt in Personalunion dritter Vorsitzender und Kassenwart, während für Schriftführerin Daniela Buschermöhle, die künftig als stellvertretende Schriftführerin etwas kürzer treten möchte, keine Nachfolgerin gefunden wurde. Unbesetzt bleibt auch der Posten des stellvertretenden Kassenwartes, und Anita Schummertz ist jetzt einzige Beisitzerin, da Rüdiger Fohring sein Amt ebenso zur Verfügung stellte wie Anja und Andreas Krautwurst. Revisoren sind in den kommenden zwei Jahren Reinhard Beulich und Wilhelm Grelle.

Thomas Halfbrodt bedankte sich bei allen Ausgeschiedenen mit einem Präsent für die Unterstützung in den vergangenen Jahren.

„Einige Posten bleiben zwar vakant, wir sind aber dennoch handlungsfähig“, fasste Halfbrodt das Ergebnis der Vorstandswahlen zusammen.

Allen Mitgliedern eröffnete er die Möglichkeit, noch nachträglich in die Vorstandsarbeit einzusteigen. „Das gilt für jeden, der Interesse hat, etwas in der Werbegemeinschaft zu bewegen.“ Zudem machte der alte und neue Vorsitzende deutlich, dass er sein Amt nur noch für zwei Jahre bekleiden wird. Der Aussage Halfbrodts schloss sich inhaltlich auch der neue zweite Vorsitzende Thorsten Müller an.

Als wesentlichen Grund für die Absage des Frühlingsmarktes in diesem Jahr nannte der Vorsitzende ständig steigende Kosten bei ständig sinkenden Einnahmen. Probleme seien einerseits die gesunkene Bereitschaft, sich an der Gewerbeschau zu beteiligen, andererseits ein nicht zu übersehender Besucherschwund. Halfbrodt nannte neben gesellschaftlichen Veränderungen auch das Wirteproblem im Jahr 2017 und die unverkennbare Entscheidung vieler Aussteller, sich lieber an der Gewerbeschau beim Herbstmarkt zu beteiligen.

Das finanzielle Defizit aus 2017 bezifferte der Vorsitzende auf mehr als 8 000 Euro, das Minus im vergangenen Jahr auf fast 6 000 Euro.

In einer Samtgemeinde mit gut 6 000 Einwohnern drei florierende Märkte zu haben, zwei davon mit einer attraktiven Gewerbeschau, habe viele Jahre gut funktioniert, sagte Halfbrodt weiter. Künftig werde man sich auf zwei Märkte konzentrieren: auf den Herbstmarkt im Oktober und den Weihnachtsmarkt Mitte Dezember. Wenn der Frühlingsmarkt fortbestehen solle, müsse das Gewerbe immer vornean stehen, eine Steigerung des Unterhaltungssektors sei der falsche Weg, begründete der Vorsitzende die Absage für dieses Jahr. „Es gab Mitglieder, die uns Mut gemacht haben, aber auch welche, die gefragt haben, warum wir das überhaupt noch machen“, sagte Halfbrodt. „Wir haben uns die Absage nicht leicht gemacht“, so der Vorsitzende, „aber aus unserer Sicht war die Entscheidung richtig.“

Kurz und knapp fiel der Bericht von Schatzmeister Marc Strathmann aus. Nur durch den 4 000-Euro-Zuschuss der Samtgemeinde habe das Minus beim Frühlingsmarkt gerade noch im Rahmen gehalten werden können, sagte er. Die Prüfer Wolfgang Johanning und André Rempe hatten nichts zu bemängeln.

Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch stellte in einem Grußwort heraus: „Die Werbegemeinschaft in der Samtgemeinde Rehden wird gebraucht.“ Der Verwaltungschef bescheinigte dem Vorstand, dass „WiR“ beim Herbstmarkt, beim Weihnachtsmarkt und in vielen anderen Bereichen eine zentrale Rolle spiele. Der Frühlingsmarkt habe einen fulminanten Start gehabt und sich rasant weiterentwickelt, sagte Bloch, durch gravierende gesellschaftliche Veränderungen gebe es inzwischen aber nur noch einen starken Markt, das sei der Herbstmarkt. Die Absage des Frühlingsmarktes sei richtig gewesen. Abschließend riet Bloch allen Mitgliedern, dem Frühlingsmarkt nicht hinterher zu trauern. „Wir machen etwas Neues!“. 

ges

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