Samtgemeinderat Rehden bringt Projekt für 870 000 Euro auf den Weg

In der Krippe springen die Kinder künftig im Dreieck

Eine Seitenansicht der neuen Krippe in Rehden, die als Zweigruppen-Einrichtung konzipiert ist. - Entwurf: Landwehr & Partner

Rehden - In der Krippe in Rehden springen die Kinder künftig im Dreieck. Der Rat der Samtgemeinde hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für den Planentwurf des Architekturbüros Landwehr & Partner aus Sulingen für den Neubau an der Niedersachsen Straße entschieden. „Das ist ein mutiger Entwurf“, kommentierte Dieter Koch (Bürgerforum) den Bau in Form eines Dreiecks.

Aber der Bau ist nicht nur optisch eine Bereicherung neben der Kindertagesstätte, er überzeugte die Ratsvertreter auch durch seine Funktionalität. „Das Gebäude ist praktikabeler als der Entwurf von Keese. Zudem passt sich das einfache Dreieck harmonisch in das bestehende Ensemble ein. Es hat darüber hinaus eine höhere Funktionalität und ist auch noch etwas günstiger“, verdeutlichte Heino Mackenstedt (Wählergemeinschaft), warum sich seine Fraktion so entscheide.

„Ausschlaggebend war für uns die Einschätzung der Mitarbeiterinnen“, begründete Ralf Höfelmann für die SPD-Fraktion die Entscheidung zugunsten des Dreiecks. „Ich fand beide Planungen interessant“, fügte er hinzu.

Tina Paulick vom Bauamt der Samtgemeinde hatte zuvor die beiden Planentwürfe einschließlich Außengelände und Parkplatzanlgae ausführlich vorgestellt.

Die Zuzüge junger Familien von außerhalb, die damit verbundenen höheren Einschulungszahlen und nicht zuletzt neu die Flüchtlingskinder machen es laut Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch zwingend erforderlich, die Zahl der Krippenplätze zu erhöhen. Laut Bloch besuchen in der Samtgemeinde 42 Kinder die Krippen, zehn Kinder werden von Tagesmüttern betreut, 107 Kinder sind in den Tagesstätten untergebracht. Der Betreuungsgrad bei den Ein- bis Dreijährigen liegt bei 53 Prozent.

In der Tagesstätte in Rehden gibt es derzeit drei Gruppen sowie eine Krippengruppe. Um deren Platzzahl zu erhöhen, hat die Samtgemeinde in einem Gespräch mit dem Kultusministerium vereinbart, aus der bestehenden Krippengruppe eine Tagesstättengruppe zu machen und die Krippe mit zwei Gruppen neu zu bauen. Die Kosten werden sich auf rund 870 000 Euro belaufen. - hwb

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