Viele Feinheiten beim Hausbau

Kreissparkasse Grafschaft Diepholz etabliert Immobilien-Center in Rehden

Geschäftsstellenleiter Hauke Wendt (links) und Regionaldirektor Bernd Ufferhardt (rechts) begrüßen Immobilienberater Sven Biermann im Team der Geschäftsstelle Rehden.
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Geschäftsstellenleiter Hauke Wendt (links) und Regionaldirektor Bernd Ufferhardt (rechts) begrüßen Immobilienberater Sven Biermann im Team der Geschäftsstelle Rehden.

Rehden – Wer ein Haus baut oder kauft, der muss sich nicht nur Gedanken über die Finanzierung machen, sondern auch viele rechtliche Fragen bedenken. Weil die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz im Bereich der Samtgemeinde Rehden diesbezüglich einen steigenden Beratungsbedarf ausgemacht hat, hat sie kürzlich in ihrer Rehdener Geschäftsstelle ein Immobilien-Center eröffnet.

Sven Biermann ist dort Ansprechpartner in allen Finanzierungsfragen rund um Neubau, Umbau oder Immobilienkauf. Der 45-Jährige hatte 1996 seine Ausbildung bei der Kreissparkasse Diepholz begonnen und war in der Regionaldirektion Sulingen seit 2011 als Immobilienberater und zuletzt Immobilien-Center-Leiter tätig, bevor er 2019 zum Immobilien-Center in Diepholz wechselte.

„Wir haben bemerkt, dass hier sehr viel Bedarf ist“, begründet der neue Geschäftsstellenleiter Hauke Wendt den Schritt. Das hänge auch, aber nicht nur mit den Neubaugebieten in Rehden und Wetschen zusammen. Laut Biermann gibt es auch viele Anfragen wegen eines geplanten Kaufs älterer Immobilien.

Nachdem die Stadtwerke Huntetal mit ihrem Beratungsbüro in das Rathaus gezogen sind, stand in der Filiale an der Nienburger Straße ein Raum zur Verfügung. Zum Einzugsbereich des Immobilien-Centers gehören Rehden, Wetschen, Hemsloh, Dickel und Drebber. Die Gemeinde Barver wird weiterhin von der Geschäftsstelle in Wagenfeld betreut.

Die kurzen Wege sind laut Wendt von Vorteil. Das gilt zum einen für die Kunden, die beim Besuch der Filiale gegebenenfalls auch spontan eine Antwort auf eine kurze Frage in Sachen Immobilien bekommen können, aber auch für den Austausch des Immobilienberaters mit den ortskundigen Kollegen. „Es ist einfacher und direkter“, so Biermann.

Früher hätten Kundenberater das alles mitgemacht, blickt Hauke Wendt zurück. Doch inzwischen sei das Thema Immobilien sehr viel komplexer geworden. „Es ist nicht nur die Finanzierung“, ergänzt Biermann. Es gehe auch darum, die Kunden hinsichtlich der Fördermöglichkeiten – zum Beispiel durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – und der erforderlichen Versicherungen zu beraten und sie auf Dinge hinzuweisen, an die sie selbst vielleicht gar nicht gedacht hätten.

„Das Internet ist eine wunderbare Sache, wenn ich weiß, wonach ich suche“, erklärt Biermann. „Aber es gibt viele kleine Feinheiten, die den meisten gar nicht bewusst sind, gerade bei älteren Häusern.“ Kaufe jemand beispielsweise einen Resthof, sollte vorab geklärt werden, ob der Hof an die Abwasserkanalisation angeschlossen ist beziehungsweise ob eine vorhandene Hauskläranlage weiter betrieben werden kann und für die neue Nutzung ausreichend ist. Sonst könne eine böse Überraschung im fünfstelligen Euro-Bereich drohen.

Wer einen Neubau plant, wird vermutlich an eine Bauherrenhaftpflichtversicherung denken. Doch was ist mit möglichen Schäden am Rohbau durch Unfälle, Unwetter oder Vandalismus oder bei einem Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben? „Normale“ Versicherungen decken das laut Biermann oft nicht ab.

„Die landwirtschaftlichen Betriebe sind uns ebenfalls sehr wichtig“, ergänzt Regionaldirektor Bernd Ufferhardt. Hier berät Biermann bei Umbau oder Erweiterung ebenso wie bei einer geplanten Betriebsaufgabe unter anderem bezüglich steuerlicher Aspekte oder der Umnutzung von Flächen.

Von Melanie Russ

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