Neuer Arbeitskreis in Samtgemeinde Rehden

Kneipenkultur gestern und heute

Dieter Plaggemeyer (sitzend) und Ralf Nüßmann wollen ein Buch über die Kneipenkultur in der Samtgemeinde Rehden herausgebenund rufen zum Mitmachen auf.

Rehden - Dieter Plaggemeyer und Ralf Nüßmann laden zu Mittwoch, 26. April, 19 Uhr, in das Gasthaus Schwierking in Rehden ein. Bei diesem Treffen informieren die Beiden über ihre Pläne und Ziele. In lockerer Runde soll ein Fahrplan aufgestellt werden, wie ein Kneipenbuch für die Samtgemeinde Rehden realisiert werden soll.

Das Buch soll sich in zwei Bereiche aufteilen. Im ersten Teil werden alle Daten zu den Kneipen und Gaststätten in der Samtgemeinde Rehden erfasst. Dieser Teil soll Antworten auf folgende Fragen geben: Wo gab es Kneipen? Wann wurden sie eröffnet? Wie lange wurden sie betrieben? Wer war Inhaber der Gaststätte?

In der Kneipfe aufgewachsen

Im zweiten Teil wollen die Beiden lustige Geschichten präsentieren. Dazu sind alle früheren und aktuellen Gaststätteninhaber aufgerufen, aber auch alle Gäste können ihre Fotos und Erlebnisse gerne mit einbringen.

Ralf Nüßmann ist die ersten zehn Jahre seines Lebens in der Sportklause seiner Großeltern und Eltern aufgewachsen. Er berichtet von drei Highlights aus dieser Zeit:

1. Nach den Fußballspielen trafen sich die drei Herrenmannschaften und die zwei Jugendmannschaften im Vereinslokal. Die Tische wurden längs in die beiden Clubräume gestellt und die Bierkisten unter die Tische. Im Laufe des Abends kamen auch noch die Spielerfrauen dazu. Die Jugendspieler saßen links vom Eingangsbereich in einer gemütlichen Ecke und tranken ihr leichtes Alster aus einem Stiefel. Im Clubraum ging es bis spät in die Nacht hoch her. Die Geselligkeit wurde gepflegt.

2.  Zu den Länderspielen und zu den Welt- und Europameisterschaften traf sich das Dorf und schaute gemeinsam die Spiele im Fernsehen an. Der Clubraum war prall gefüllt und die Atmosphäre war fast wie im Stadion. Im Mittelpunkt stand häufig der Pavian (Paul Breitner), aufgrund seiner Frisur wurde er von den Gästen so genannt.

3.  Ein weiteres Highlight waren die langen Schlangen rund ums Vereinsheim. Einige Wartende waren mit Zehn- Liter-Eimern gekommen. Sie wollten für den lauen Sommerabend Softeis von seiner Oma kaufen.

Vorbild Dinklage

Diese Geschichten sind es, die dieses Projekt spannend und interessant machen. Es gibt auch noch viele Gaststätteninhaber, die persönlich von ihren Erlebnissen berichten können.

„An diesem Abend wollen wir einige Mitstreiter für den engeren Arbeitskreis gewinnen und wir möchten Interessierte kennen lernen, die ihre Geschichte erzählen möchten. Für das Projekt gibt es kein Zeitlimit, sondern wir wollen jetzt starten und möglichst viele Daten, Fakten und Geschichten sammeln“, rufen Ralf Nüßmann und Dieter Plaggemeyer zum Mitmachen auf.

Das Buch der Stadt Dinklage ist für sie das Vorbild für dieses Projekt.

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