Kleines Jubiläum, aber große Leistung

Tagesbetreuung des Deutschen Roten Kreuzes in Rehden besteht seit zehn Jahren

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Die Tagesbetreuung des Deutschen Roten Kreuzes in Rehden besteht seit zehn Jahren. Ulrike Hirth-Schiller (r.), Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes, und Hartmut Bloch (2.v.r.), Bürgermeister der Samtgemeinde Rehden, gratulierten dem Team.

Rehden - Zehn Jahre Tagesbetreuung des DRK in Rehden – eine Erfolgsgeschichte. Daran erinnerte Pflegedienstleiterin Heidrun Bloch am Donnerstag anlässlich des ersten Nullgeburtstages in den Räumen des Seniorenzentrums.

Die Tagesbetreuung wurde am 2. April 2007 aus dem Projekt des Landkreises Diepholz „Kümmern statt Kummer – Alter hat Zukunft“ gegründet. Der Landkreis bewilligte einen Zuschuss von 6000 Euro. „Unser Motto war damals: Raus aus der Isolation, rein in die Integration“, sagte Bloch vor zahlreichen Gästen der Tagesbetreuung, einigen Ehrengästen sowie den freiwilligen Helferinnen und Helfern.

Dankeschön an die Samtgemeinde Rehden und die freiwilligen Helfer

Einig seien sich alle darin gewesen, keine neue Einnahmequelle damit zu erzielen und anderen Anbietern Konkurrenz zu machen. „Wir einigten uns auf fünf Euro pro Nachmittag, das wir bis heute beibehalten haben“, erläuterte die Leiterin. Ein Dankeschön ging in diesem Zusammenhang an die Samtgemeinde Rehden, die finanzielle Unterstützung bei der Miete beisteuert. „Und an die vielen Kuchen und Brotspender, die uns immer wieder unterstützen“, ergänzte sie.

Angefangen wurde mit neun Personen, der Dienstagsgruppe, im Hause Nüßmann an der Dickeler Straße. Aus dieser Gruppe ist Anni Grelle noch als Gründungsmitglied dabei, wofür sie mit einer Rose begrüßt wurde.

Die Gruppe wuchs schnell auf 20 Personen, so dass am 10. Mai 2011 eine zweite, die Donnerstagsgruppe, gegründet wurde. Rosen gab es auch für die Gründungsmitglieder Lisa Grote und Ursula Ziegler. Im Jahr 2013 wurde dann sogar eine Mittwochsgruppe gebildet, die vor zwei Jahren in die Tagespflege integriert wurde.

Heidrun Bloch verwies auf die Lieblingsspiele in den einzelnen Gruppen und erinnerte an „viele schöne Feste und Ausflüge“.

Derzeit 25 Beschäftigte in der ambulanten Pflege, der Tagespflege und bei Essen auf Rädern

Danach wandte sie sich den ehrenamtlichen Helfern zu. „Ihr alle seid die Menschen, die regelmäßig etwas Kostbares verschenken: eure Zeit, eure Kenntnisse, eure Fähigkeiten und eure Freundlichkeit.“ Diese Arbeit werde nicht in bar bezahlt, sie sei abgedeckt durch gegenseitiges Geben und Nehmen, durch die Achtung voreinander und die Wertschätzung untereinander, sagte Bloch.

In der DRK ambulanten Pflege sowie in der Tagespflege als auch beim Transport von Essen auf Rädern arbeiten insgesamt 25 Personen. Ihnen allen überreichte Heidrun Bloch jeweils eine Rose sowie einen Gutschein für die Schmidt-Show beim Weihnachtstraum.

Dies sind: Regina Rosenberger, die die Dienstagsgruppe leitet und Heidrun Bloch in allen Bereichen unterstützt. Von Beginn an dabei sind Elke Bartel, Ingrid Miczek, Johanna Reuter, Gisela Niemeyer, Friedrich Kahling, Edith Kahl, und Christa Denken. Auch Annelie Kahling gehörte dazu, ist aber bereits verstorben. Hinzu kamen Ursel Koch, Brigitte Wiechert, Rita Grote, Dörte Langhorst, Edith Thorns und Erika Landwehr. Die Tagespflege unterstützen Maike Konsulke, Heidi Zimmermann, Ulla Röwekamp und Irmtraud Wessels.

Heidrun und Hartmut Bloch: Ihr größtest Projekt ist das Seniorenzentrum

„Wir feiern heute dieses Jubiläum und wir haben dir zu verdanken, dass es dieses Projekt überhaupt gibt“, wandte sich Johanna Reuter, stellvertretende Pflegedienstleiterin, an Heidrun Bloch. Diese habe sich beim Landkreis mit dieser Idee beworben und sei so überzeugend gewesen bei der Präsentation, dass die Ausführung mit einer Anschubfinanzierung unterstützt worden sei. Heidrun Bloch habe ihre Arbeit stets so verstanden, etwas für andere Menschen zu tun, insbesondere für Senioren. „Diesem Grundsatz bist du immer gefolgt bei deiner Arbeit, in der Kirchengemeinde und bei der Entwicklung von neuen Projekten“, sagte Reuter. Heidrun Bloch habe allein in der Gemeinde begonnen und schließlich für die Schwesternstation, jetzt ambulante Pflege, viele neue Mitarbeiter auf unterschiedlichste Weise rekrutiert. „Bei Schützenfesten auch in geselliger Runde an der Theke“, schmunzelte Reuter. Inzwischen seien es 21 Mitarbeiter, die zu einem Team zusammengewachsen seien. Genauso sei es bei den ehrenamtlichen Kräften gelungen. „Deinerseits wurden immer wieder neue Ideen verwirklicht, wie diese Tagesbetreuung“, lobte Reuter.

Als ihr größtes Projekt könne aber sicherlich der Anstoß durch sie und ihren Mann Hartmut zum Bau des Seniorenzentrums bezeichnet werden. „Du siehst dieses Seniorenzentrum als Ganzes mit vielen Unterstützungsmöglichkeiten für ältere Menschen. Du hast mit deiner Begeisterung und liebevollen Führung viele Mitarbeiter und Ehrenamtliche gewinnen und halten können. Wir danken dir und hoffen, dass du weiterhin Kraft behältst, um neue Ideen zu verwirklichen“, wünschte Johanna Reuter abschließend.

Samtgemeindebürgermeister gratuliert

Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch gratulierte zum „kleinen Jubiläum“. „Das Jubiläum ist klein, nicht die Leistung, die sich dahinter verbirgt“, betonte Bloch. Er dankte den ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement. Aus der hauptamtlichen ambulanten Arbeit habe sich mit viel Herzblut die ehrenamtliche Tagesbetreuung entwickelt, mit dem Anspruch, zusätzliche Angebote für Senioren zu bieten. Sein besonderer Dank galt seiner Frau Heidrun für ihre Initiativen, ihren Ideenreichtum und der Mitarbeit in der Pflegekonferenz des Landkreises. Blochs Dank galt aber auch allen für ihre engagierte Arbeit. „Die Gemeinde weiß eure Arbeit zu schätzen“, ergänzte er. Deshalb übernehme sie auch die Miete für die Tagesbetreuung und Essen auf Rädern werde finanziell von der Samtgemeinde unterstützt. „Für die Zukunft wünsche ich euch alles Gute“, Bloch an die Gäste der Tagesbetreuung sowie die Mitarbeiter gerichtet und überreichte ein Geldgeschenk.

Ulrike Hirth-Schiller, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes, überbrachte dessen Grüße und Glückwünsche und lobte insbesondere die gute ehrenamtliche Arbeit, die in Rehden geleistet werde.

hwb

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