Kinder machen bei Krippenspiel Vorschlag zum Verständnis von Weihnachten

„Tausend Mal gehört, tausend Mal nichts kapiert“

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Mini-Engel glänzten beim Krippenspiel in selbstgenähten Gewändern.

Brauns-Bömermann - Von Simone. REHDEN „Tausend Mal gehört, tausend Mal nichts kapiert“, sang der liebevolle Engelschor, Teil der 49 Kinder in Rehden, die gleich zweimal das Krippenspiel in der Kirche „Zum guten Hirten“ spielten. Nach dem Spiel hatte die Gemeinde am Sonntag, ebenso wie vermutlich die Heiligabendgemeinde und die Familie im Krippenspiel, den wahren Sinn von Weihnachten zurückgeholt und verstanden.

„Nach Bethlehem per Zeitmaschine“ – dieses moderne und traditionelle Krippenspiel in einem hatten die Betreuer um Stefanie Bunge für Rehden und seine Weihnacht ausgesucht. 49 Kinder und Jugendliche konnten sie für das Crossover-Krippenspiel begeistern. Es glänzte ein Chor voller Mini-Engel in selbstgenähten Gewändern, Rauschgoldhaar und Goldschuhen oder wenn schnell das selbstbemalte Shirt über dem Gewand getragen wurde.

Betreuer und Akteure hatten gleich drei Szenen unterschiedlicher Zeiten in das Bühnenbild selbst gebaut und umgesetzt, eine Zeitmaschine für den Chorraum gebastelt. Ein Fernseher auf dem Taufstein und Kinder an der Kanzel, so gestaltete sich moderne Kirche mit Begeisterung. Und dann fanden sich sicher viele der Besucher in der gespielten Situation einer „Standardfamilie“ mit Eltern, Kindern und angereisten Großeltern an Heiligabend wieder, wo nur noch der Jüngste von den Eltern und Großeltern zu motivieren war, in die Kirche zu gehen. „Das haben wir doch schon tausend Mal gehört“, die drei älteren Geschwister. Sie blieben Zuhause. „Kein Fernsehen, die Geschenke werden nicht angerührt, wir sind in einer Stunde zurück“, der mahnende Vater. Kaum weg, entdecken die drei jugendlichen Mädchen, die Smartphone, Laptop und I-pad müde sind, die Zeitmaschine Made in Germany und reisen damit mehr als 2000 Jahre zurück in der Zeit nach Bethlehem.

Real erlebt, ist die Geschichte um Jesu Geburt, der Geschichte um die Weihnacht so viel realer als erzählt, gehört oder im Fernsehen gesehen. Weihnacht definiert sich auf einmal auf viel mehr als ein Seemann auf See, Kerzen und Schnee oder das ganz große Geld und Geschenke. Die drei Mädchen verfolgen die Geschichte um die Herbergssuche, den Besuch der Hirten und der Heiligen Drei Könige mit der Zeitmaschine und staunen Bauklötze.

„Tausendmal gehört, an einem Heiligabend hat es klick und ‚zoom‘ gemacht“, wie beim Song von der Klaus Lage Band von 1984. Wieder Zuhause haben sie echt Lust auf familiäre Weihnachten und sie sind der Familie, die aus der Kirche kommt, ein weites Stück voraus. „Hat es bei Euch ‚zoom‘ gemacht?“, die Frage der Mädchen an den Rest der Familie. In Rehden hatte es ‚zoom‘ gemacht, der Blick auf den wahren Sinn der Weihnacht war geschärft dank der 49 Akteure, die ein außergewöhnliches Spiel zur Weihnacht präsentierten. Mit der Idee zum zweiten Termin am Sonntag nach Weihnachten hatten wesentlich mehr Besucher die Chance, in den Genuss eines Krippenspiels zu kommen. Bei Brezeln, Punsch und Gesprächen endete der Sonntag nach Weihnachten in der Kirche.

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