Lebenshilfe Rehden

Neue Kettcars sorgen für ausgelassenen Fahrspaß in heilpädagogischer Wohngruppe

Der elfjährige Simon fühlt sich nicht nur wegen der Freizeitmöglichkeiten in der Heilpädagogischen Wohngruppe Rehden sehr wohl.
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Der elfjährige Timon fühlt sich nicht nur wegen der Freizeitmöglichkeiten in der Heilpädagogischen Wohngruppe Rehden sehr wohl.

Zwei neue Kettcars sorgen bei den Kindern und Jugendlichen der Heilpädagogischen Wohngruppe der Lebenshilfe in Rehden nicht nur für ausgelassenen Fahrspaß.

Rehden – „Ich wohne gerne hier und das nicht nur wegen der tollen Fahrzeuge“, sagt der elfjährige Timon, während er auf dem Gelände der Heilpädagogischen Wohngruppe der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz in Rehden mit einem Kettcar seine Runden dreht. Dass seine Familie in rund 200 Kilometern Entfernung lebt, erzählt er am Rande. Denn das Kettcar hat absoluten Vorrang.

Das Fahrzeug ist eines von zwei Kettcars, die von einer Spende der Stadtwerke Huntetal angeschafft werden konnten (siehe Kasten). „Sie werden bereits seit einigen Monaten von den Kindern und Jugendlichen gern und oft genutzt“, sagt Einrichtungsleiter Steffen Fano beim Ortstermin. Auch außerhalb des Einrichtungsgeländes nähme man sie gerne mit zu kleinen Ausflügen entlang der Binnenwege. „Eine willkommene Ergänzung zu den Fahrrädern, die die Kids täglich nutzen.“

Kinder und Jugendliche erfahren Halt im Alltag

Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren mit geistiger, seelischer oder mehrfacher Behinderung leben in der 2019 neu errichteten Wohnanlage und erfahren im Alltag Halt durch ein engmaschiges Netzwerk bestehend aus Sozialarbeitern, Fachdienst, Eltern, der Lebenshilfe und der Tagesbildungsstätte der Paul-Moor-Schule. In zwei Wohneinheiten mit Einzelzimmern wird eine familienähnliche Wohnatmosphäre geschaffen.

Bastian Winalke (v.l./Lebenshilfe), Matthias Partetzke (Stadtwerke), Steffen Fano (Lebenshilfe), Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch und Anja Mundt (Lebenshilfe) mit den neuen Kettcars für die Kinder und Jugendlichen.

„Neben dem Fahrspaß sorgen die Kettcars für eine spielerische Förderung von Motorik, Koordination, Aufmerksamkeit und Konzentration“, weiß auch Lebenshilfe-Mitarbeiterin Anja Mundt. „Zudem bedeuten sie ebenso wie die Fahrräder, die für jedes Kind zur Verfügung stehen, ein Stück Normalität in einer doch nicht ganz normalen (Lebens-)Welt der Kinder und Jugendlichen. Denn Dinge wie Kettcar- und Radfahren sind etwas, da können sie mit ihren nicht behinderten Altersgenossen durchaus mithalten.“

Soziales Engagement für die Region

Nachhaltig mit größeren Beträgen Gutes tun anstatt sich mit kleinen Giveaways bei den Kunden in Erinnerung zu bringen – diesem Leitgedanken folgen die Stadtwerke Huntetal seit einigen Jahren und bedenken einmal im Jahr im Wechsel Einrichtungen aus den Gesellschafterkommunen. Dieses Mal durfte sich die Heilpädagogische Wohngruppe der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz (HPWG) in Rehden über 1100 Euro freuen, die in die Anschaffung von zwei neuen Kettcars für die Kinder und Jugendlichen investiert wurden.

„Durch die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen wurde die Spende im vergangenen September lediglich überwiesen“, sagt Matthias Partetzke, Geschäftsführer der Stadtwerke. „Es ist schön, dass wir uns jetzt vor Ort anschauen können, wie das Geld in Fahrzeuge für die junge Generation umgewandelt wurde. Es ist wichtig, dass wir auch an die Kinder und Jugendlichen denken, die es im Leben nicht ganz so einfach haben.“ Bastian Winalke, Geschäftsführer der Lebenshilfe und Einrichtungsleiter Steffen Fano nutzten die Gelegenheit, noch einmal „Danke“ zu sagen und luden die Stadtwerkevertreter gemeinsam mit Rehdens Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch zu einem Rundgang durch das 2019 in der Bahnhofstraße neu errichtete Gebäude ein.

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