Jugendliche verbringen ihre Sommerfreizeit in Dickel

„Kein Handy, wir konzentrieren uns auf uns selbst“

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Noch bis zum 24. August sind 59 Mädchen und Jungen aus der Katholischen Kirchengemeinde Haltern am See sowie ihre 20 Betreuer in ihrem Zeltlager in Dickel. In der Woche darauf enden die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen. 

Dickel - Es gilt das Handyverbot und auch andere Elektronik ist nicht erlaubt. „Dadurch können wir mehr miteinander machen und konzentrieren uns mehr auf uns selbst und andere“, sagt Henning. Er ist einer von 59 Jugendlichen, die derzeit ihr Sommerferienlager auf der großen Wiese neben dem Sportplatz in Dickel aufgeschlagen. In den in einem großen Rund aufgebauten Zelten verbringen derzeit für 18 Tage Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 15 Jahren ihre Freizeit.

Betreut werden sie von 20 Erwachsenen. Hinzu kommen zwei Kochteams aus jeweils vier Personen, die sich nach neun Tagen abwechseln. „Das Essen ist immer lecker“, sind sich alle einig. Am sogenannten Kindertag dürfen sich die Jugendlichen ein Essen aussuchen.

Die Kinder und Jugendlichen gehören der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Laurentius in Haltern am See an. Geeignete Plätze für ihre Freizeit suchen sie sich im Internet. Eine große Wiese mit Sanitäranlagen und weiterer Infrastruktur wie Strom und Wasseranschluss in der Nähe sind Voraussetzung.

„In den zurückliegenden beiden Jahren waren wir in Kirchdorf“, erzählt Janik Sandermann, der gemeinsam mit Paula Wesseler die Lagerleitung hat. Jetzt seien sie auf Dickel gestoßen, der Sportverein stelle freundlicherweise seine Anlagen zur Verfügung.

Für die Jugendlichen gibt es täglich dreimal Programm: nach dem Frühstück, nach dem Mittagessen und nach dem Abendbrot. „Es ist immer Action“, verrät der 14-jährige Lars. Abwechslungsreiche Spiele bestimmen den Tag. Und es gehört dazu, dass vor und nach den Mahlzeiten gebetet wird.

„Ich fahre mit, seit ich klein bin. Man ist mit Freunden zusammen und lernt neue Leute kennen“, begründet Jasper, warum er stets dabei ist.

Niemand weiß so recht, seit wann es diese Ferienfreizeit der Kirchengemeinde schon gibt. „Es hat Tradition“, meint Janik Sandermann. Er sei erstmals 2007 als Kind dabei gewesen, 2013 habe er erstmals Betreueraufgaben übernommen.

„Die Jugendlichen entrichten einen Teilnehmerbeitrag, sodass wir am Ende auf plus minus null kommen“, sagt Sandermann. 

 hwb

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