Schüler des Berufsbildungszentrums Dr. Ulderup besichtigen landwirtschaftliche Betriebe

Von Kartoffeln zu Chips und von der Erbse zum Trinkjoghurt

Die Schüler der Berufsfachschule Agrarwirtschaft des Berufsbildungszentrums Dr. Ulderup auf dem Kartoffelhof Johanning.

Rehden - Im Rahmen ihrer Abschlussexkursion besuchten die Schülerinnen und Schüler des Berufsbildungszentrums (BBZ) Dr. Ulderup in Diepholz zunächst den Kartoffelhof von Heiner Johanning in Rehden. Einen spezialisierten Kartoffelbaubetrieb kannten die angehenden Landwirte sowie die angehenden Pferdewirte in der Klasse bislang nicht und waren überrascht von der Größe der Lagerhallen, der Maschinen und der Zahl der Mitarbeiter.

Mit 500 Hektar Kartoffelanbau beschickt Johanning nicht nur die angrenzende Chipsfabrik, die er mit Cousin Martin Johanning gegründet hat, sondern liefert auch Kartoffeln in alle Welt. Interessiert ließen sich die Schüler die Kartoffelwäsche und die kühle Lagerung in großen Holzkisten zeigen.

Sechs festangestellte Mitarbeiter und zwei Auszubildende, dazu zahlreiche Helfer in der Ernte – ganz zu schweigen von den 60 Mitarbeitern der Chipsfabrik: Die Schüler staunten, was für ein wichtiger Arbeitgeber ein landwirtschaftlicher Betrieb sein kann. Zum Ende der Führung gab Heiner Johanning der Schülergruppe eine Kostprobe seiner neuesten Chipsmarke: Die vier Sorten der „Krossen Kerle“ kamen gut an.

Anschließend besuchte die Klasse den Milchviehbetrieb von Wolfgang Johanning, ebenfalls Rehden. Hier gab es interessante Einblicke in den grünlandbasierten Betrieb mit 120 Milchkühen. Besonders interessierte die Schüler hier das automatische Melken mit einem Melkroboter. Genau erläuterte Wolfgang Johanning seine spezielle Fütterungsstrategie, die ohne zugekauftes Kraftfutter auskommt.

Energie und Eiweiß für die Ration der Milchkühe stammen aus eigenem Anbau – Leguminosen wie Luzerne und eine Mischkultur aus Roggen und Erbsen sowie Getreide baut Johanning auf eigenen Flächen an. Gemahlen und zu Pellets gepresst werden die Futterkomponenten in einer Mühle in Scholen, von wo Johanning sein eigenes Futter zurückerhält.

Auch die Veredelung der Milch zu Frischkäse, Joghurt und Quark in der hofeigenen Molkerei zeigte Wolfgang Johanning den Schülern. Durch das große Fenster zwischen Verkaufsraum und Produktion konnten die Berufsfachschüler sich die Funktionsweise des Durchlaufpasteurs und des Quarkkessels erklären lassen.

Dass die veredelten Produkte auch gut schmecken, zeigte sich anschließend beim gemeinsamen Essen, bei dem die Schüler das gesamte Sortiment probieren konnten. Auch hier überzeugte die Schüler das neueste Produkt: ein sommerlicher Trinkjoghurt.

Im nächsten Schuljahr werden die Schüler nun auf landwirtschaftlichen und pferdewirtschaftlichen Betrieben ihr zweites Ausbildungsjahr absolvieren. Die mitreisenden Lehrkräfte Karen Backhaus und Friederike Schierholz wünschten den angehenden Auszubildenden dabei viel Erfolg.

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