Samtgemeinde Rehden plant Kita-Ausbau

Junge Familien sind Segen und Herausforderung

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Im Kindergarten in Rehden sind die Erweiterungsmöglichkeiten inzwischen ausgereizt.

Rehden - Die Samtgemeinde Rehden wächst und gedeiht, die Nachfrage nach Grundstücken in den Neubaugebieten ist laut Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch groß. Der Zuzug junger Familien stellt die Samtgemeinde aber auch vor die Herausforderung, mehr Betreuungsplätze in Kindertagesstätten und Krippen bereithalten zu müssen – zumal die frühkindliche Bildung künftig ab dem ersten Lebensjahr beitragsfrei ist, was die Nachfrage zusätzlich erhöht. Über den Stand der Kinderbetreuung informierte Bloch am Donnerstagabend in der Sitzung des Jugendausschusses.

Demnach gibt es in den Kitas in Rehden und Hemsloh derzeit 162 Kindergarten- und 48 Krippenplätze. Beide Einrichtungen weisen laut Bloch eine gute Auslastung auf. Die Mittagsverpflegung nutzen in Rehden 62 und in Hemsloh 56 Mädchen und Jungen. Zahlen müssen die Eltern dafür einen Euro, den Rest trägt die Samtgemeinde. In beiden Einrichtungen werden insgesamt 15 Integrationskinder betreut, davon eins in der Krippe.

Zusätzlich zum Kita-Angebot werden 27 Mädchen und Jungen von sechs Tagesmüttern betreut. „Ohne unsere Tagesmütter würden wir nicht klarkommen“, stellte Bloch heraus. Die Samtgemeinde hat laut Verwaltung im vergangenen Jahr etwa 21 750 Euro für die Förderung der Tagesmütterbetreuung aufgewandt, die insoweit erfolgt, dass ein Platz dort nicht teurer ist als ein entsprechender Krippen- oder Kindergartenplatz. Laut Bloch ist die Samtgemeinde auch bereit, weiteren Interessierten, die als Tagesmutter arbeiten möchten, den erforderlichen Kurs (160 Euro) zu zahlen.

Versorgungsquote bei 63 Prozent

Dass der Ausbau der Krippen in Rehden und Hemsloh richtig war, zeigt die Versorgungsquote. Laut Verwaltung haben in der Samtgemeinde 110 Kinder im Alter von einem bis drei Jahren einen Rechtsanspruch auf Betreuung. Mit 48 Plätzen in den Krippen und 21 bei Tagesmüttern liegt die Versorgungsquote bei 63 Prozent.

Um auch künftig ein ausreichendes Angebot vorhalten zu können, plant die Verwaltung bekanntlich, die Grundschule in Barver nach deren Schließung in eine Kindertageseinrichtung umzuwandeln. Die konkrete Ausgestaltung steht aber noch nicht fest. Claudia Schmidt, beratendes Ausschussmitglied, fragte nach der Möglichkeit, in Barver statt einer Kita eine Senioreneinrichtung aufzubauen. Auch in diesem Bereich sei die Nachfrage ja groß. Den Barveranern ein Seniorenheim als Ersatz für eine Grundschule schenken? „Politische Selbstmörder würden das tun“, entgegnete Bloch humorvoll. Ein Kita-Angebot in Barver ist dem Samtgemeindebürgermeister vor allem angesichts der beiden Baugebiete wichtig. Gut vorstellen kann er sich allerdings, dass in der neuen Einrichtung ein Raum für die Tagesbetreuung von Senioren eingerichtet wird. Das könne ein Gewinn für beide Seiten sein, so Bloch.

Sollten Rehden und Wetschen weiter wachsen, müsse die Samtgemeinde auch über einen zusätzlichen Standort in Wetschen nachdenken. Das sei aber noch Zukunftsmusik. Die Kita in Rehden ist mit fünf Gruppen bereits ausgereizt und darf nicht weiter wachsen. 

mer

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