Schule am Geestmoor, Oberschule Rehden, bildet neun Nachwuchs-Sanitäter im Rahmen einer AG aus

Junge Ersthelfer versorgen Mitschüler im Notfall

Barbara Dylla vom DRK und Volkhardt Richter, pädagogischer Mitarbeiter an der Oberschule Rehden, haben die neun Schulsanitäter ausgebildet. - Foto: Jendrusch

Rehden - Ein Schulgelände ist ein Ort voller Bewegung. Die Kinder laufen, springen, machen vielerlei kleinen, manchmal auch großen Blödsinn. So etwas kennt jeder wohl aus der eigenen Schulzeit. Damit sich die Folgen des kindlichen Übermuts an der Schule am Geestmoor, Oberschule Rehden, in Grenzen halten, wurde dort im Rahmen einer AG eine neue Generation Schulsanitäter ausgebildet.

Neun Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren wissen nun ganz genau Bescheid, wie typische Schulhof-Unfälle zu behandeln sind. Die nötige Theorie und Praxis wurde von Barbara Dylla vom Deutschen Roten Kreuz und Volkhardt Richter, pädagogischer Mitarbeiter an der Oberschule, vermittelt.

„Das ist hier schon ein vollwertiger Erster-Hilfe-Kursus gewesen“, betont Richter. „Natürlich wurde er kindgerecht modifiziert und entsprechend an die Aufgaben der Schulsanitäter angepasst. Bestimmte Szenarien, beispielsweise das Abnehmen eines Helmes, kommen auf dem Schulhof ja auch nicht vor.“

Seit November des vergangenen Jahres hatten die neun Schüler jede Woche 90 Minuten AG-Unterricht. Die Teilnahmebescheinigung ist die gleiche, die auch Erwachsene bekommen, die an einem Erste-Hilfe-Kursus teilnehmen. „Die ist zum Beispiel auch gültig, wenn die Kinder den Roller-Führerschein machen möchten“, erklärt Richter.

Die neuen Schulsanitäter sind in den Pausen Ansprechpartner bei Verletzungen. Sie arbeiten immer in Zweierteams zusammen. Damit sie direkt erkannt werden, tragen sie eine Leuchtweste. Die Ausbildungsinhalte sind natürlich auch außerhalb des Schulgeländes jederzeit anwendbar.

Nicht nur den Kindern, auch Richter und Dylla hat die Ausbildung Spaß gemacht. „Die Schüler haben gut mitgearbeitet“, lobt Dylla. Auch die Anzahl der Teilnehmer sei die richtige gewesen. „Mehr als zehn Kinder wollten wir bewusst nicht nehmen. Man muss Dinge anders erklären und nach einem lange Schultag ist auch die Aufmerksamkeitsspanne logischerweise eine andere als bei Erwachsenen“, führt die DRK-Ausbilderin weiter aus.

„Ich möchte mich beim Roten Kreuz für die gute Zusammenarbeit bedanken“, sagt Richter. Das DRK sei der Schule auch finanziell entgegengekommen. „Das finde ich ganz toll.“

Ab sofort Schulsanitäter sind: Caroline Brüggemann, Milena Fischer, Manjana Hustedt-Dulaj, Nuradin Jahiri, Kilian Koch, Anabelle Mörke, Aaron Oehlmann, Nele Sandmann und Samantha Winkelmann. J mj

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