„Jeder bringt sich auf seine Weise ein“

Gisela Bunge neue Schriftführerin des Heimatvereins Samtgemeinde Rehden

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Neu im Heimatvereinsvorstand: Gisela Bunge (3.v.r.) wählte die Versammlung zur Schriftführerin. Helmut Elver (l.) stand nicht zur Wahl. Wiederwahl gab es für Friedhelm Sander, Hinrich Buschmeyer, Henning Bloch, Carsten Nackenhorst, Heiner Kopmann und Heinz Schmidt. 

Rehden - Wenn der Pastor und alle Bürgermeister anwesend sind, dann geht es um den Heimatverein. So sah das Publikum zur Jahreshauptversammlung des Heimatvereins der Samtgemeinde Rehden am Mittwochabend aus. Im Gasthaus Schwierking, einem der noch vier Gasthäuser von ehemals 40, wurde gewählt, geehrt, getagt und ein Ausblick gewagt.

Wenn es in den Gemeinden der Samtgemeinde Rehden um Säubern, Kraut jäten, Bänke schick machen und neue Schautafeln geht, dann sind Mitglieder des Heimatvereins am Werk. Wenn es um Gastfreundschaft gegenüber den Gästen aus der französischen Partnerstadt Lezay geht, dann wird „mit der Mettwurst nach dem Schinken geworfen“. Im Winterhalbjahr treffen sich Mitglieder im Samtgemeindearchiv zu Archivabenden, an denen verschiedenste Themen aus der Geschichte „Rund um Rehden“ bearbeitet und für die Öffentlichkeit aufbereitet werden.

„Aber auch sonst ist immer jemand von uns zu finden“, erklärt Vorsitzender Helmut Elver weiter. Dazu zählen zum Beispiel der Hüttenbau in Hemsloh im Rahmen der Ferienaktion, Repräsentation auf dem Herbstmarkt mit dem letztjährigen Thema „Was blüht und wächst am Wegesrand?“, Besuche bei Jubiläen oder „ich erinnere an die aktive Teilnahme zur Eröffnung des Dorfgemeinschaftshauses in Barver“, so Elver im Jahresbericht. „Ein Credo pflegen wir“, meint der Vorsitzende: „Jeder bringt sich auf seine Weise ein. Jeder akzeptiert jeden und auf jeden ist Verlass. So macht es Spaß, es bringt dem Verein neue Impulse.“

Elver zählte acht neue Mitglieder, vor allem auch jüngere, der Verein hat eine Stärke von derzeit 277 Mitgliedern. Der Altersdurchschnitt liegt aber noch bei 67 Jahren.

Wolfgang Johanning interpretierte nach Prüfung die Kasse als gut. Zum neuen Kassenprüfer wählte die Versammlung Henry Zell.

Bei der Wahl des Vorstandes mit Ausnahme des ersten Vorsitzenden ergab sich Wiederwahl, ausgenommen das Amt des Schriftführers: Hier beerbte Gisela Bunge Gerhard Kämper, der sein Amt zur Verfügung stellte. Heiner Kopmann bleibt zweiter Vorsitzender, Carsten Nackenhorst dritter Vorsitzender, Irmgard Wöltje, stellvertretende Schriftwartin, Hinrich Buschmeyer, Kassenführer, Sirk Schmidt, stellvertretender Kassenführer, Heinz Schmidt, Wanderwart und Friedhelm Sander, stellvertretender Wanderwart. Heidi Eisberg bleibt Fachgruppenleiterin Plattdeutsch, Heinrich Mackenstedt Gerätewart und Henning Bloch Jugendsprecher.

Sehr viel Lob vom Samtgemeindechef

Von den für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein Anwesenden ehrte der Vorstand: Christel und Gerhard Langhorst, Heinz Schmidt und Dietrich Stöhrer. Für 20 Jahre emsige Arbeit im Vorstand traten Irmgard Wöltje, Heinz Schmidt und Helmut Elver in den Vordergrund. „Ich wünsche mir für die Zukunft weiter eine konstruktive Zusammenarbeit im Vorstand und unter den Mitgliedern, eine Symbiose mit anderen Vereinen und rege Mitgliederwerbung“, das Fazit von Elver.

Sehr viel Lob gab es von Samtgemeindechef Hartmut Bloch, auch im Namen aller anwesenden Bürgermeister der Rehdener Gemeinden. Mit der Vorstellung des Konzeptes zur alten Schule in Barver band er den Heimatverein ein: „Wir können den Schulstandort zwar nicht halten, planen aber sehr zukunftsträchtig in die Schule als Kinder- und Seniorenort. Als Standort des Treffens der Generationen.“

Dieter Plaggemeyer appellierte an die Mitglieder: „Wir planen ein Buch über die Kneipenkultur in Rehden im Rahmen der Landkreis weiten Aktion. Dazu brauchen wir Informationen, Geschichten und Anekdoten.“ Wolfgang Rohlfing und Friedhelm Sander hatten regelmäßig an den Vorbereitungstreffen teilgenommen und Menschen bereits befragt.

Der Terminkalender ab April bis ins nächste Jahr Februar ist prall gefüllt: Von der Boßeltour, Abendwanderung, Tages- und Radtour, Herbstmarkt, plattdeutsche Nachmittage bis hin zu den Klönabenden ist für jeden etwas Passendes dabei.

Der Heimatverein Rehden sieht sich mit seiner Arbeit in der Pflicht, die Lebensqualität in den Dörfern zu verbessern.  

 sbb

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