„Es wird eine Umstrukturierung geben“

Inhaberwechsel beim Edeka-Markt in Rehden: Klaus Recker übernimmt von Ernst Brinkmann

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Inhaberwechsel beim Edeka in Rehden: Ernst Brinkmann (3.v.l.) übergab an Klaus Recker (6.v.l.) und an Geschäftsführerin Anja Recker-Hildebrand. Freude herrschte bei Politik, Eigentümern und anderen Geschäftsinhabern. 

Rehden – Inhaberwechsel im Edeka-Markt in Rehden. Ernst Brinkmann aus Ehrenburg, der den Vollsortimenter seit dem 9. März 2003 betrieben hatte und zum Jahresende in den Ruhestand gegangen war, übergab das Kommando gestern offiziell an Klaus Recker, der seine Schwester Anja Recker-Hildebrand als Geschäftsführerin einsetzte. Diese nimmt am Montag ihre Arbeit auf. Vorerst wird der Betrieb weiterlaufen wie bisher. Es wird laut Klaus Recker aber in naher Zukunft eine Umstrukturierung geben. „Ich hoffe, dass es so funktioniert, wie wir uns das vorstellen“, sagte Recker. Der Inhaberwechsel sei auf fairer Basis gelaufen.

Dieser vollzog sich gestern in einer kleinen Feierstunde im angrenzenden Café, zu der die Gemeinde eingeladen hatte. Vertreter aus Politik, der Eigentümer und anderer Geschäftsinhaber waren ihr gefolgt. Der Inhaberwechsel sei für die Samtgemeinde und deren Bürger ein wichtiges Ereignis, betonte Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch. „Für ein Grundzentrum wie Rehden mit 2  200 Einwohnern und die Samtgemeinde mit 6 100 Einwohnern ist es wichtig, dass der grundzentrale Versorgungsauftrag für die Bevölkerung sichergestellt ist“, unterstrich Bloch. Hierzu gehöre neben einem Discounter wie Aldi auch ein sogenannter Vollsortimenter – wie ein Edeka-Markt. Deshalb werde vonseiten der Samtgemeinde der geplante Famila-Markt in Diepholz äußerst kritisch gesehen. Zumal ein Mittelzentrum wie Diepholz keinen Versorgungsauftrag für das Umland habe und es bereits eine Überversorgung im Einzelhandel gebe. Kaufkraftabflüsse von etwa zehn Prozent würden die Einzelhandelsstruktur in der Samtgemeinde gefährden und eine wesentliche Beeinträchtigung der Zentrumsfunktion des Ortes Rehden in der Samtgemeinde bedeuten. Dies käme einem Verstoß gegen die Ziele der Raumordnung gleich.

„Der Edeka-Markt muss sich aber auch auf seine eigenen Stärken besinnen“, sagte Bloch. Ernst Brinkmann habe in den zurückliegenden 16 Jahren Kontinuität bewiesen, den Markt erfolgreich geführt und den gestiegenen Anforderungen entsprechend weiterentwickelt, lobte der Samtgemeindebürgermeister. Eine Bereicherung sei seinerzeit der Anbau des Cafés gewesen. Der Markt sei zentraler Punkt einer gewachsenen Infrastruktur mit Apotheke, Volksbank und Gesundheitszentrum sowie den Nachbarn an der Dickeler Straße und dem Seniorenzentrum geworden. Dass der Markt zu einem Treffpunkt geworden sei, zeige, „dass man sich hier wohlfühlt und dazu in guter Qualität preiswert einkaufen kann“. „Hierzu haben Sie, Herr Brinkmann, erheblich beigetragen“, dankte Bloch. Ernst Brinkmann habe als beliebter Chef gegolten, der auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehabt habe. Er wünschte diesem und dessen Frau alles Gute für den neuen Lebensabschnitt und überreichte einen Gutschein.

Gleichzeitig hieß Bloch den neuen Inhaber Klaus Recker und die neue Geschäftsführerin Anja Recker-Hildebrand willkommen. „Zwei Wetscher Urgesteine, die praktisch in einem Lebensmittelladen aufgewachsen sind“, beschrieb Bloch die „Neuen“. Der Betrieb Recker habe seinerzeit die Grundversorgung der Gemeinde Wetschen komplett sichergestellt, einschließlich Fleischtheke mit Partyplatten und Brötchenverkauf und Geschenkartikeln. Eng verbunden sei damit der Name Hannelore Recker gewesen.

„Insofern freuen wir uns, dass Klaus und Anja sich entschieden haben, die Nachfolge von Ernst Brinkmann anzutreten. Seitens der Gemeinde und der Samtgemeinde wünschen wir ihnen Glück und unternehmerischen Erfolg“, sagte Bloch an die beiden gerichtet.

Rehdens Bürgermeister Wilhelm Grelle überreichte zur Begrüßung einen Blumenstrauß an Anja Recker-Hildebrand.  hwb

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