Informieren und selbst ausprobieren

Großes Interesse am Tag der offenen Tür im neuen Gesundheitszentrum Rehden

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Großes Interesse am Tag der offenen Tür im neuen Gesundheitszentrum Rehden

Rehden - Von Melanie Russ. Eine 980.000-Euro-Investition ist für die Samtgemeinde Rehden nicht gerade eine Kleinigkeit, doch mit dem Bau des Gesundheitszentrums im Rehdener Ortskern, dessen Planung bis 2015 zurückreicht, hat sie ein Angebot geschaffen, das offenbar auf großes Interesse stößt. Das lässt nicht nur der erste Eindruck am Sonntag beim Tag der offenen Tür vermuten.

In den drei Praxen RehMax, Schlüsche und Steinemann, die bereits vor einiger Zeit ihren Betrieb in den neuen Räumen aufgenommen haben, herrschte ebenso viel Andrang wie in den Räumen des Sanitätshauses Bödeker. Und die Besucher schauten nicht nur, sie ließen sich von den Mitarbeitern ganz konkret über die Analyse- und Therapiemöglichkeiten und zum Teil nicht ganz alltäglichen Behandlungsgeräte informieren und probierten das ein oder andere selbst aus.

So konnten die Besucher im Trainingsraum der Physiotherapie-Praxis RehMax auf einem Gerät mit schwingendem Boden ihren Gleichgewichtssinn testen. Welchen therapeutischen Nutzen es hat, erläuterte Übungsleiter Volkhardt Richter. „Das Interesse ist sehr groß“, freute sich Physiotherapeut Max Hecht, der zwischen den zahlreichen Gesprächen mit Besuchern kaum Zeit zum Durchschnaufen hatte.

Im Obergeschoss blickte auch Kai Niklas Bödeker angesichts des Andrangs zufrieden drein. Schon am Vormittag seien trotz des Regens viele Interessierte gekommen. Die nutzten die Gelegenheit zum Teil direkt für eine Kurzberatung und kündigten einen weiteren Besuch zwecks Ausstattung mit Schuheinlagen oder Ähnlichem an. Das Sanitätshaus gewährte auch einen Blick in die den Beratungs- und Vermessungsräumen angegliederte kleine Werkstatt, in der Schuheinlagen individuell angepasst oder kleinere Reparaturen erledigt werden können.

Gar nicht so einfach, auf einer beweglichen Fläche das Gleichgewicht zu halten. Mina schafft es mit einigen Tipps von Übungsleiter Volkhardt Richter im Trainingsraum der Physiotherapie-Praxis RehMax trotzdem.

Im Zentrum des Interesses in der Gemeinschaftspraxis Schlüsche stand unter anderem ein etwas futuristisch wirkendes Gerät für das sogenannte Huber-Statiktraining. Dessen Wirkungsweise veranschaulichte Francky Sembolo, Stürmer des Fußball-Regionalligisten BSV Rehden, während das Ärzteteam und Sportwissenschaftler Thorben Geerken die Anwendungsgebiete erläuterten, die von der Behandlung von Gleichgewichtsstörungen bis zum Aufbautraining nach Operationen reichen. Nur etwa 25 dieser Geräte gebe es in Deutschland, die meisten davon in Olympiastützpunkten, berichtete Geerken.

Informationen über Naturheilmedizin und Osteopathie erhielten die Besucher in der Praxis von Ralph Steinemann. Der Diplom-Osteopath stellte sich sogar als „Versuchskaninchen“ zur Verfügung, an dem ein Medizinproduktberater anschaulich die Anwendung der Ozon-Sauerstoff-Therapie etwa im Fall schlecht heilender Wunden demonstrierte.

Bereits am Samstag hatten Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch, Rehdens Bürgermeister Wilhelm Grelle, Vertreter des Samtgemeinderates, der CDU-Landtagsabgeordnete Marcel Scharrelmann und Vertreter des Landes, das den Bau mit rund 420.000 Euro bezuschusst hatte, mit den vier Parteien auf das Rehdener Prestigeobjekt angestoßen und die Bedeutung des Gesundheitszentrums mit modernster Ausstattung für die Samtgemeinde und die Nachbarkommunen hervorgehoben.

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