Rehdens Bürgermeister Wilhelm Grelle eröffnet den Rehdener Herbstmarkt

Humor und Politik zum Auftakt

Bürgermeister Wilhelm Grelle eröffnete gemeinsam mit den Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft die Gewerbeschau. Foto: Ripking

Rehden - Von Jannick Ripking. Nach nur zwei kräftigen Hieben mit dem Holzhammer hatte Wilhelm Grelle den Zapfhahn in das Holzfass getrieben. Beim traditionellen Fassanstich zu Eröffnung des Rehdener Herbstmarktes zeigte Rehdens Bürgermeister am Freitag, dass er es nicht zum ersten Mal machen musste.

„Prost an alle und herzlich willkommen auf unserem Markt“, sagte Grelle ins Mikrofon auf der Bühne, als er zu geladenen Gästen im vollen Festzelt sprach, und das Freibier verteilt wurde. „Ich begrüße alle, die hier sind. Dann habe ich schon einmal keinen vergessen“, witzelte er wegen der langen Liste zu grüßender Personen.

Sein besonderer Dank galt Marktmeister und Organisator Bernd Hardemann: „Bei dir laufen die Fäden zusammen, und das hat auch dieses Jahr wieder hervorragend geklappt.“

„Ich danke auch den Stiftern alkoholischer und alkoholfreier Getränke, und dazu gehört auch immer ein frisches Fass Bier“, betonte der Bürgermeister, bevor er sich mit seinen beiden Stellvertretern Heino Mackenstedt und Edith Siebel sowie Rehdens Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch zum obligatorischen Fassanstich begab.

Neben einer gewissen Portion Humor und immer mal wieder eingestreuten Witze, vergaß Grelle in seiner Rede nicht, über die aktuellen weltpolitischen Themen zu sprechen. So sei der Herbstmarkt nicht mit „Fridays for Future“ zu verwechseln, „denn bei uns ist auch Samstag und Sonntag Programm“. Und beim Brexit, der viele Arbeitsplätze und sogar Existenzen bedrohe, hoffe er auf eine schnelle und geregelte Lösung, die es für den Herbstmarkt selbstverständlich gebe: „Bei uns ist alles geregelt.“

Hartmut Bloch richtete seinen Blick auch auf den Klimawandel und appellierte: „Der Klimawandel ist ein Fakt und nicht von der Hand zu weisen. Deswegen müssen wir auch handeln.“ Es sei allerdings falsch, in Hysterie zu verfallen und unüberlegte Entscheidungen zu treffen. Der Klimaschutz funktioniere auch nur dann, wenn die Wirtschaft gesund sei, daher „dürfen unsere Klimaschutzmaßnahmen unsere Wirtschaft nicht gefährden“.

„Sie als Gäste tragen auch zum Klimaschutz bei“, meinte Bloch mit einem Augenzwinkern. Allein durch den Besuch des Marktes könne man direkt positiv auf den Klimawandel einwirken: Die Küche bleibe kalt, und wer sich lange genug auf dem Markt vergnüge, der könne das Licht in den eigenen vier Wänden aus lassen.

Auch der stellvertretende Landrat Volker Meyer wünschte dem Rehdener Markt viel Erfolg. In der Gewerbeschau, die anschließend eröffnet wurde, sah er ein „Beispiel für das Wachstum mittelständischer Unternehmen und die Selbstständigkeit von Rehden“. Die Gewerbeschau ist Samstag von 13 bis 20 Uhr und Sonntag von 13 bis 19 Uhr geöffnet.

Am Samstag geht es um 15 Uhr mit dem Samtgemeindeseniorennachmittag weiter. Für die musikalische Unterhaltung sorgt dann das Duo „Die goldigen 50er“.

Die 17. Dorfauktion unter dem Motto „Ein Dorf räumt auf“ und unter der Leitung von Auktionator Andreas „Hü“ Hüsker wird am Sonntag von 11.30 bis 13 Uhr abgehalten. Und um 15 Uhr gibt es eine Modenschau von Annette Kattau von „Kattaus Trend Store“ aus Barnstorf. Bei Kaffee und Kuchen informiert sie die Besucher über die neueste Mode.

Bei der Eröffnung konnte Grelle wieder auf die musikalische Unterstützung der Gruppe „Moordiecker Jungs und Deerns“ zählen. Bereits zum zehnten Mal sorgte sie bei der Rehdener Markteröffnung für den musikalischen Rahmen.

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