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Gegner der geplanten Steinbrechanlage geben Stellungnahme ab

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Von: Melanie Russ

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Wiecherts Pläne für eine Steinbrechanalge sind umstritten. Foto: Russ
Wiecherts Pläne für eine Steinbrechanalge sind umstritten. © Russ

Hemsloh – Nachdem einige Hemsloher Bürger gegenüber der Samtgemeinde Rehden Kritik an der von der Firma Wiechert geplanten Steinbrechanlage an der Straße „Am Berge“ in Hemsloh geübt hatten, haben sie sich nun auch an den Landkreis Diepholz gewandt. Im Rahmen des Verfahrens zur Aufhebung des Landschaftsschutzstatusses für ein drei Hektar großes Waldgebiet, auf dessen Fläche die Anlage entstehen soll, haben Anja und Thomas Garling eine Stellungnahme abgegeben.

In dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, erklären sie unter anderem, dass die Aufhebung des Landschaftsschutzgebiets öffentliche Belange beeinträchtige, insbesondere durch die schädliche Einwirkung des Feinstaubs auf das verbleibende Naturschutzgebiet. Durch die erhöhte Feinstaubbelastung könne sich die CO2-Aufnahme der Pflanzen um 35 Prozent verringern. Das gehe aus verschiedenen Studien hervor, erläutert Anja Garling auf Nachfrage. Zudem dringe der Feinstaub durch den stetigen Südwestwind in die Ortslage von Hemsloh.

Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch hatte zu Beginn des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans argumentiert, der Standort eigne sich für eine weitere Steinbrechanlage, da es dort bereits eine Vorbelastung gebe. Anja Garling sieht das anders: „Die Bewohner von Hemsloh werden schon jetzt durch die ansässigen Betriebe erheblichen Lärmbelästigungen ausgesetzt. Eine weitere Quelle für Lärm- und Schallemissionen wäre gesundheitsgefährdend“, schreibt sie in ihrer Stellungnahme.

Bloch hatte auch gemutmaßt, dass Anlieferer von Recyclingmaterial auf dem Rückweg Sand aus der nahegelegenen Kiesgrube aufnehmen könnten, der Verkehr also womöglich nicht erheblich zunehmen würde. Anja Garling hat nach eigener Aussage im gesamten Dezember täglich Lieferanten von Recyclingmaterial für die Steinbrechanlage von Peter und Fahrer von mit Sand beladenen Lkw befragt. „Es waren bestimmt mehr als 60 Lkw“, so Garling. Demnach werde Recyclingmaterial nur von Abbruchfirmen gebracht. Diese benötigten keinen Sand und führen leer zurück.

In ihrem Schreiben argumentiert sie zudem, dass die Anlage von Peters Sand, die an 30 Tagen im Jahr laufe, noch erhebliche Kapazitäten biete. Garling plädiert dafür, diese zu nutzen, statt weiteren Wald zu vernichten. Zwar wäre die Firma Wiechert verpflichtet, als Ausgleich für die Abholzung an anderer Stelle neuen Wald anzupflanzen. Dennoch stellt Garling klar: „Aus ökologischer Verantwortung, die die Politik gegenüber dem Gemeinwohl hat, wäre dies der einzig richtige Weg.“  mer

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