Gründungsversammlung von „Unser Bruch“ bei Nüßmann-Neumeier

„Der Verein lebt von seinen Mitgliedern“

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Der Premierenvorstand und die Kassenprüfer von „Unser Bruch“ (v.l.): Friedhelm Wiegmann, Wilhelm Nordloh, Jessica Franz, Silke Weber, Siegbert Bieber, Hartmut Weber, Hans-Hermann Wegner, Benjamin Kappe und Christian Henke.

Hemsloh - Von Marcel Jendrusch. Nur gemeinsam ist man stark – diese Erkenntnis ist nicht neu. Was sich am Montagabend in der Gaststätte Nüßmann-Neumeier abspielte, hatte aber auch das Kernteam der Bürgerinitiative Hemsloher/Düversbruch überrascht. Der neu gegründete Verein „Unser Bruch“ legte einen eindrucksvollen Start hin.

64 aktive Mitglieder und acht Fördermitglieder gehören der neuen Gemeinschaft an. Aufnahmeanträge mussten sogar in Windeseile nachgedruckt werden, um die Nachfrage zu bedienen.

Das Hauptziel von „Unser Bruch“ ist es, die Verkehrssicherheit im Hemsloher Bruch sowie im Düversbruch zu erhöhen. Zentrale Forderung ist der Bau eines Radweges entlang der Burlager Straße (L345). Baubeginn soll spätestens im Jahr 2020 sein. „Gerne auch schon früher“, sagte der neu gewählte erste Vorsitzende Friedhelm Wiegmann. Er führt „Unser Bruch“ gemeinsam mit Benjamin Kappe, ihn wählte die Versammlung zum zweiten Vorsitzenden. In den erweiterten Vorstand wurden Christian Henke und Wilhelm Nordloh als erster und zweiter Kassenwart, sowie Silke Weber, Jessica Franz und Siegbert Bieber als Schriftführer gewählt. Ob die Kasse stimmt prüfen Hans-Hermann Wegner und Hartmut Weber.

Als nächste Schritte plant der Verein die Klärung, ob ein vereinfachtes Planfeststellungsverfahren möglich ist. Ob der Radwegbau mit Fördermitteln aus der EU, vom Bund oder vom Land möglich ist, soll ebenfalls geprüft werden. Das Werben um Spenden und die Unterstützung der Politik sollen auch in Angriff genommen werden. Dass die lokale Politik ebenfalls großes Interesse an der Verkehrssicherheit der Radfahrer hat, zeigte der Besuch von Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch und Hemslohs Bürgermeister Friedrich Sandering. Zugegen waren auch der Wetscher Bürgermeister Karl-Friedrich Dünnemann und Heiner Richmann, Bürgermeister in Hüde.

Hartmut Bloch lobte das Engagement und gratulierte zum guten Start des Vereins. Die Landespolitik müsse in die Pflicht genommen werden, schließlich sei diese auch für Landesstraßen verantwortlich. Immerhin gebe es ein Radwegekonzept, dass das Fahrradland Niedersachsen stärken soll. „Das Radfahrerpotenzial ist in der Region absolut gegeben“, stellte Bloch klar. Die L345 diene auch als Achse, beispielsweise zwischen Wagenfeld und dem Dümmer und sei stark frequentiert.

Vor der Vorstandswahl war die Satzung vorgestellt und verabschiedet worden. Teil dieser ist die Beitragsordnung. Wer als aktives Mitglied bei „Unser Bruch“ dabei sein möchte, zahlt 30 Euro pro Jahr. Minderjährige können für zehn Euro dabei sein, die Familienmitgliedschaft kostet 50 Euro. Juristische Personen werden gegen 100 Euro aufgenommen. Fördermitglieder zahlen in allen Kategorien jeweils die Hälfte. Die erste ordentlich Mitgliederversammlung wurde vorläufig auf Samstag, 20. Februar, terminiert. In Stein gemeißelt sei dieser Termin jedoch nicht, bei Änderungswünschen könne man sicher Alternativen finden. Die Bürgerinitiative soll trotz des neuen Vereins weiterlaufen, diese kümmert sich um Themen abseits der Verkehrssicherheit.

„Der Verein lebt von seinen Mitgliedern. Redet miteinander, nicht übereinander. Offen, fair und gerecht“, appellierte Wiegmann an seine Mitstreiter. „Denkt immer daran: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“, gab er ihnen mit auf den Heimweg.

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