Pastor Dimitri Schweitz als Seelsorger für Rehden-Hemsloh und Barver eingeführt

„Es gibt keine Alleingänger im Christentum“

Herzlich wurde Pastor Dimitri Schweitz am Sonntag von Offiziellen sowie Mitgliedern der Kirchengemeinden Rehden-Hemsloh und Barver als neuer Pastor willkommen geheißen. - Foto: Brauns-Bömermann

Rehden - Er ist Architekt und Theologe, hat sich nach langem unterwegs sein in der Welt, für die Kirchengemeinde Rehden-Hemsloh und Barver entschieden. Am Sonntag nahmen die Gemeindemitglieder in Rehdens Kirche „Zum guten Hirten“ ihren neuen Pastor Dimitri Schweitz freundlich auf und wünschten sich von ganzem Herzen: „Schön, dass sie da sind, und bleiben sie bitte.“

Es schien, als wenn allen Beteiligten ein Stein vom Herzen fiel, dass endlich ein Pastor gefunden worden war, der die Seelsorger-Stelle für die beiden Kirchengemeinden antrat, der sich auch mental offensichtlich auf einen längeren Aufenthalt mit seiner Frau Natascha in Rehden einstellte. Stellvertretende Superintendentin Ilka Strehlow führte Dimitri Schweitz offiziell in sein Amt ein. Aus der evangelisch-lutherischen Hermannsburger Mission war Helmut Grimmsmann, Leiter Abteilung „Weltweite Kirche“, zu Gast. Pastorin Edith Steinmeyer aus Wagenfeld freute sich für die Gemeinden Rehden-Hemsloh und Barver. Sie hatte zwei Jahre lang die Vakanz als Vertreterin überbrückt: „Es scheint wie ein Wunder, er ist da.“

Ilka Strehlow berichtete den Gemeinden ein wenig aus dem Lebenslauf des neuen Pastors: „Dimitiri Schweitz ist 1969 in Taschkent in Usbekistan geboren, wuchs säkular auf und ließ sich mit 25 Jahren taufen und konfirmieren. Er studierte zuerst Architektur, ging dann aber seinem Wunsch nach, ehrenamtlich als Prediger tätig zu sein.“ Er studierte als zweite Profession Theologie in Hermannsburg, absolvierte sein Vikariat in den USA und Munster, war als Religionslehrer tätig und erhielt 2010 die Ordination. Er war in Omsk als Seelsorger tätig, wünsche sich nun, des vielen Umziehens müde geworden, eine langfristige neue Heimat.

„Ihre Eltern leben in Diepholz, das hat ihnen die Wahl in das beschauliche Rehden zu kommen, sicher erleichtert“, berichtete Christine Lührs in ihrem Grußwort. Zur offiziellen Einführung in sein Amt erhielt Schweitz den Segen der Kollegen Strehlow und Grimmsmann und der beiden Kirchenvorstandsmitglieder Christine Lührs und Waltraud Fohring.

„Wir senden ihn zu euch, euch zu ihm, betet für ihn und schenkt ihm Vertrauen, nehmt ihn in eurer Mitte auf“, der offizielle Wunsch zur Einsegnung. Selbstbewusst durch die lange Vakanz-Zeit präsentierte Christine Lührs die Kirchenvorstände: „Wir sehnen uns schon lange nach einem Seelsorger, der bleibt. Aber wir haben die Zeit genutzt und können auch etwas anbieten. Außerdem wissen wir gut, dass eine hundert Prozent Stelle verteilt auf zwei Gemeinden zehrend sein kann.“ Die Kirchenvorstände wünschten sich Teamwork mit dem neuen Pastor und ihn als kreativen Motor innerhalb der Gemeinden. „Wir wünschen uns einen offenen Dialog mit ihnen, und dass sie hier eine Heimat finden.“

Pastor Rainer Hoffmann aus Drebber bestätigte aus Erfahrung den Arbeitsaufwand in Doppelfunktion, wies auf den Vertrauensvorschuss der Gemeindemitglieder hin, den Schweitz jetzt bereits genieße.

Schweitz Predigt zur Amtseinführung hatte genau auch dieses Thema: „Es gibt keine Alleingänger im Christentum. Ich freue mich, dass wir uns gemeinsam auf den Weg machen. Ich bringe meine Erfahrungen ein.“

Den Festgottesdienst untermalten musikalisch der Kirchenchor, der Posaunenchor und die Organistinnen Silke Husmann und Monika Zilke. Zum anschließenden Empfang im Gemeindehaus nahm Schweitz Grußworte von Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch, Glückwünsche, Geschenke und gute Gespräche in Empfang. Das erste Kennenlernen hinterließ einen sehr sympathischen Eindruck. - sbb

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