Rehdens Sturm-Routinier heute in Cloppenburg Kandidat für den Kader

Gerber-Plan mit Gerdes-Wurpts

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Für Andreas Gerdes-Wurpts könnte es in Cloppenburg zumindest zu einem Teilzeit-Einsatz für den BSV Rehden kommen. Marcel Stutter (hinter ihm) ist auf jeden Fall dabei.

Rehden - Von Cord Krüger. Im Hinspiel hatte er seine Ex-Kollegen noch mächtig geärgert. Beim 2:1 des BSV Rehden Ende September über den BV Cloppenburg erzwang der erst im Sommer vom BVC gekommene Andreas Gerdes-Wurpts mit seinem Treffer den Sieg. Im Duell am Dienstag mit dem Regionalliga-Kontrahenten ab 19.30 Uhr in der Cloppenburger TimePartner-Arena könnte der rechtzeitig genesene 35-Jährige, am Samstag zweifacher Torschütze für die Zweite in der Bezirksliga, wieder in den Kader der Ersten zurückkehren. „Ich spiele mit dem Gedanken, ihn zumindest von der Bank aus zu bringen“, verrät Rehdens Trainer Fabian Gerber mit Blick auf die Nachholpartie.

Erst Recht, weil in Gestalt von Ramiz Pasiov ein Stürmer der Schwarz-Weißen ausfällt – und dies womöglich länger: Der Winter-Neuzugang war am Freitagabend in der Schlussphase des 2:0-Siegs bei der SV Drochtersen/Assel nach einem Kopfball unglücklich aufgekommen, der Knöchel schwoll sofort dick an. „Ich denke, dass etwas außen am Band-Apparat kaputt ist“, befürchtete Gerber vor dem gestrigen Abschlusstraining. Eine genaue Diagnose steht noch aus, „aber in Cloppenburg wird uns Ramiz definitiv fehlen.“ Dafür gab der ebenfalls lädierte Marcel Stutter grünes Licht, der sich in Drochtersen einen Cut zugezogen hatte und die Partie mit einem Kopfverband beendete. „Das haut Marcel nicht um“, stellt der BSV-Chefcoach klar.

Nach dem so wichtigen Sieg beim Tabellenvierten war für die Rehdener Kämpfer erstmal Wundenlecken angesagt. Der Samstag gehörte Regenerationen und Behandlungen, am Sonntag war trainingsfrei. „Und ich hoffe, dass diese drei brutal wichtigen Punkte in unserem Abstiegskampf dem Heilungsprozess förderlich waren“, wünscht sich Gerber – auch mit Blick auf Gazi Siala. Der Torschütze vom 1:0 am Freitag soll auch heute den im Aufbautraining befindlichen Innenverteidiger Stefan Heyken vertreten. Nach der Partie klagte Siala über eine Hüftblockade, „aber die ist wieder gelockert“, schildert der A-Lizenz-Inhaber. Auch sonst hat er bis auf den langzeitverletzten Danny Arend alle an Bord.

Gut so für den BSV – denn der akut abstiegsgefährdete BVC setzte am Freitagabend mit seinem 2:1 gegen den Tabellenzweiten VfB Oldenburg ein dickes Ausrufezeichen. Das Siegtor markierte Tobias Steffen, Ende August noch als Last-Minute-Transfer in Rehden vorgestellt, nach ein paar Tagen aber wieder verschwunden. „Man sieht also, dass sich die Cloppenburger noch lange nicht aufgegeben haben“, warnt Gerber: „Für sie ist es gegen uns ihre vielleicht letzte Chance. Wenn sie in der Liga bleiben wollen, müssen sie gewinnen. Uns erwartet ein ganz heißer Tanz.“

Davon geht an der Soeste jedoch längst nicht jeder aus. Nach der Verletzung von Jan Blazek fragen sich die BVC-Fans, wer für die sturmschwachen Südoldenburger (21 Tore in 27 Spielen) nun überhaupt noch treffen soll – wenn nicht der bei Standards mit aufrückende Innenverteidiger Christian Willen.

„Doch Cloppenburg strahlt inzwischen durchaus wieder Offensivgefahr aus“, mahnt Gerber – nicht zuletzt mit Blick auf Tobias Steffen, der gegen Oldenburg neben Milad Faqiryar (Schütze zum zwischenzeitlichen 1:1) und Lennart Blömer den Drei-Mann-Sturm des 4-3-3-Systems bildete, das BVC-Coach Steffen Bury diesmal aus dem Hut gezaubert hatte.

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