Räte übertragen Netzausbau an Samtgemeinde

Breitbandausbau: Gemeinsam für schnelles Internet

Rehden - Ungewöhnlicher Anblick im Ratssaal des Rehdener Rathauses: Alle Gemeinderäte waren am Dienstagabend dort erschienen, um nacheinander zu tagen. Ziel: Die Übertragung der Zuständigkeit für den Breitbandausbau an die Samtgemeinde Rehden.

Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch bezeichnete den Breitbandausbau als das „wichtigste Projekt für die Zukunft“. Privathaushalte und Gewerbe müssten so gut wie möglich mit schnellem Internet versorgt werden, „sonst werden wir vom urbanen Raum abgehängt“, machte Bloch deutlich.

Ziel bis zum Jahr 2019 sei es, 95 Prozent der Haushalte mit Geschwindigkeiten von 30 Mbit/s, 90 Prozent der Haushalte mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s, zu versorgen.

„Wir dürfen bei dieser Entscheidung nicht nur an morgen oder übermorgen denken“, warb Bloch für Zustimmung. Schnelles Internet sei der entscheidende Faktor für die nächsten Jahrzehnte.

Die Städte, Gemeinden und Samtgemeinden des Landkreises Diepholz wollen, zusammen mit der Landkreisverwaltung, diese zukunftsträchtige Aufgabe stemmen. Für das Millionen-Projekt sind bereits Fördermittel von Bund und Europäischer Union eingeworben worden.

Die Höhe der Fördersumme richtet sich nach erreichten Punkten in einem Scoring-System. „Deswegen wäre es gut, wenn alle Gemeinden mitziehen, und wir ein möglichst geschlossenes Bild abgeben“, sagte der Samtgemeindebürgermeister weiter.

Die Mehrzahl der anwesenden Gemeinderatsmitglieder sah dies ebenso. Die Gemeinden Barver, Hemsloh, Rehden und Wetschen stimmten der Übertragung einstimmig zu; die Gemeinde Dickel gab, bei zwei Gegenstimmen, ebenfalls ihr „Okay“.

Genauere Informationen zu Fördergeldern und Scoring-System wurden am Dienstagabend nicht mitgeteilt. Gemeinderatsmitglieder aus allen Teilen des Landkreises Diepholz waren bereits einige Tage zuvor in einer nicht öffentlichen Veranstaltung zu den Themen informiert worden.

mj

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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